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Gesichtshaare entfernen: Diese Methoden stehen zur Wahl

Inhaltsübersicht

Es gibt verschiedene Methoden, Gesichtsbehaarung loszuwerden. Unter anderem ist die dauerhafte Laser-Haarentfernung ein Weg. Doch es gibt noch andere Lösungen. 

Männer haben es leicht. Wenn es ihnen zu mühsam ist, die Gesichtsbehaarung zu entfernen, lassen sie sich einfach einen Bart stehen, der dann maximal einmal wöchentlich gestutzt werden muss. Doch wenn wir Frauen einen Flaum über der Oberlippe entdecken, wollen wir den keineswegs züchten, sondern so schnell wie möglich loswerden. Das gilt zumindest für die Mehrheit. 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, des Problems Herr zu werden. Und einige versprechen sogar eine dauerhafte Lösung. 

So wirst Du die ungeliebten Haare im Gesicht los

Nicht nur über der Oberlippe zeigen sich bei Frauen Gesichtshaare. Manchmal sind sie auch im Kinn oder Wangenbereich zu sehen. Mit diesen Methoden kannst Du sie entfernen.

Gesichtshaare mit klassischer Rasur entfernen

Unseren ersten Trick haben wir uns bei den Herren der Schöpfung abgeschaut. Denn auch unter ihnen gibt es noch einige Gentleman, die tagtäglich perfekt rasiert im Büro erscheinen. Für die klassische Rasur benötigst Du lediglich einen Rasierschaum für empfindliche Haut und einen Rasierer mit mehreren scharfen Klingen. Das Gesicht wird zunächst gewaschen und anschließend mit dem Rasierschaum kräftig eingeschäumt. Du kannst diese Prozedur mit den Händen erledigen, aber auch zu einem Rasierpinsel greifen. Der Rasierschaum sollte jetzt ein wenig einwirken, damit die Härchen richtig weich werden. Jetzt werden sie mit dem Rasierer gegen den Strich abrasiert. 

Diese Methode bietet Vor- und Nachteile. Die Vorteile liegen auf der Hand. So eine Rasur ist unkompliziert durchzuführen und schon nach wenigen Minuten erledigt. Die Kosten für Rasierschaum und Rasierer halten sich in engen Grenzen. Allerdings musst Du damit rechnen, dass durch die Rasur das Wachstum Deiner Gesichtshaare auf lange Sicht sogar noch beschleunigt wird. In den meisten Fällen lassen sie sich die ersten Stoppeln schon am Folgetag oder zumindest wenige Tage später wieder sehen und sind zudem noch deutlich dunkler, da sie nicht von der Sonne ausgebleicht wurden. Dir wird somit nichts anderes übrigbleiben, als täglich zum Rasierer zu greifen – diese Lösung ist also alles andere als optimal!

Gesichtshaare entfernen durch Peeling

Einen Vorteil haben die Härchen im Damengesicht in der Regel. Sie sind deutlich feiner als die Barthaare von Männern, was bedeutet, dass Du sie auch mit einer Methode entfernen kannst, die im Männergesicht keine Wirkung zeigt. Mit einem mechanischen Peeling lassen sich die Härchen in vielen Fällen einfach abreiben und sich danach auch nicht mehr so schnell blicken. Immerhin werden sie nicht, wie bei der Rasur, nur an der Oberfläche, sondern unter der obersten Hautschicht entfernt. Die Haarwurzel wird allerdings nicht erreicht, sodass auch nach einem Peeling die Haare bald nachwachsen. 

Für ein sanftes Gesichtspeeling hat sich ein trockener Luffaschwamm bewährt. Seine raue Oberfläche entfernt nicht nur die lästigen Härchen, sondern auch abgestorbene Hautschüppchen, sodass Du nach der Behandlung nicht nur mit glatter Haut, sondern auch mit einem rosigen Teint belohnt wirst. 

Mit Wachs Gesichtshaare entfernen

Vorsicht: Jetzt wird es ein wenig schmerzhaft. Aber dafür kannst Du dich auch deutlich länger über glatte Haut freuen, als bei den bisher beschriebenen Methoden, wenn Du den Haaren mit Wachs zu Leibe rückst. Du hast dabei zwei Möglichkeiten: Entweder gehst Du in den Schönheitssalon und lässt die Kosmetikerin den Job erledigen, oder Du führst das Waxing zuhause durch, wobei Du ein bisschen tapfer sein musst. Es ist zwar kein Problem, den Kaltwachsstreifen aus der Drogerie ein wenig mit den Fingern zu erwärmen und auf die betroffenen Hautstellen zu legen. Eine ganz andere Sache ist es aber, den Streifen nach der Einwirkzeit in Wuchsrichtung Deiner Härchen wieder abzuziehen und damit den Damenbart samt Haarwurzel zu entfernen. 

Wer sich für Waxing entscheidet, muss zudem damit leben, die Härchen im Gesicht einige Tage wachsen zu lassen. Mindestens einen halben Zentimeter lang sollten sie sein, damit sie verlässlich am Wachsstreifen kleben lassen. Doch die Geduld wird im Anschluss belohnt. Nach erfolgreichem Waxing lassen sich die Härchen im Gesicht für drei bis vier Wochen nicht mehr sehen. 

Um das Waxing ein wenig schmerzfreier zu gestalten, lohnt es sich, vor der Anwendung eine heiße Dusche oder ein Dampfbad zu genießen. Dadurch öffnen sich die Poren und die Härchen geben ihren Widerstand leichter auf. 

Sugaring als Alternative zur Haarentfernung

Ebenfalls etwas weniger schmerzhaft und damit eine gute Alternative ist das Sugaring. Anstelle von Wachs wird hier mit Zuckerpaste gearbeitet, die nicht auf der Haut klebt, sondern nur die Haare umschließt, die sich dann ohne Strapazen für die Haut entfernen lassen. Anders als Waxing ist Sugaring nicht so einfach zuhause selbst durchzuführen sondern sollte von einer erfahrenen Kosmetikerin vorgenommen werden. 

Haare zupfen mit Pinzette

Nicht immer ist man gleich mit einem stolzen Damenbart geschlagen. Manchmal sind es nur einzelne Härchen, die im Gesicht sprießen und schnell entfernt werden wollen. Hier ist es ratsam, zur Pinzette zu greifen und das lästige Härchen einfach mit der Wurzel aus der Haut zu ziehen. 

Haare zupfen mit Epilierer

Manchmal ist es aber auch eine Gruppe von vielleicht zehn Härchen oder mehr, die entfernt werden soll. In solchen Fällen hat sich ein spezieller Gesichts-Epilierer bewährt, der schmaler ist, als die herkömmlichen Geräte. Ein Epilierer arbeitet mit rotierenden Scheiben, die die Härchen erfassen und mit der Wurzel herausziehen, wenn man damit über die betroffenen Gesichtspartien fährt. Ein wenig schmerzhaft ist das Prozedere zwar auch, aber bei kleineren Stellen durchaus erträglich. Egal, ob die Pinzette oder der Epilierer zum Einsatz kommt – auch bei diesen Methoden wachsen die Härchen erst nach drei bis vier Wochen wieder nach. 

Gesichtsbehaarung entfernen mit Enthaarungsspirale

Du willst wissen, wie so ein Epilierer genau arbeitet? Dann solltest Du einmal zu einer Enthaarungsspirale greifen, die mechanisch funktioniert und preisgibt, was so im Innern des Gehäuses Deines Epilierers passiert. Die Spiralfedern werden auf die Haut gesetzt und mit dem Fingern gedreht. Dabei umfassen sie die Härchen und ziehen sie mit der Wurzel heraus. Leider werden bei dieser Methode oft nicht alle Härchen erwischt. In vielen Fällen musst Du mit der Pinzette nacharbeiten. Dafür ist eine Enthaarungsspirale in der Regel deutlich günstiger als ein Epilierer. 

Enthaarungscreme entfernt Gesichtshaare leicht

Jetzt kommen wir endlich zu einer schmerzfreien Methode, die lange von den Härchen befreit, aber trotzdem auch ein paar Nachteile birgt. Eine Enthaarungscreme zerstört die Haarstruktur. Nach der Anwendung können die Härchen einfach abgewischt werden und lassen sich in der Regel für die nächsten zehn Tage nicht mehr blicken. Doch wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten. Da ist zunächst einmal der stechende Geruch, den die meisten der Präparate haben. Gerade, wenn Du mit der Enthaarungscreme Deinen Damenbart direkt unter der Nase behandelst, musst Du olfaktorisch so einiges aushalten. Apropos Nase: So eine Enthaarungscreme darf auf keinem Fall mit den empfindlichen Schleimhäuten in Berührung kommen. Deshalb muss sie mit äußerster Vorsicht aufgetragen und wieder entfernt werden. Empfindlich sollte die Haut übrigens generell nicht sein. Denn sensible Haut zeigt nach der Anwendung gerne Rötungen und Reizungen. Es lohnt also, die Enthaarungscreme zunächst an einer unauffälligen Stelle, etwa dem Unterarm, zu testen, um sicherzugehen, dass das Produkt auch vertragen wird. 

Nasenhaare wirksam entfernen

Gesichtsbehaarung sprießt nicht nur an Wangen, Oberlippe und Kinn, sondern leider auch in der Nase. Was als natürlicher Schutz gegen Staub und Insekten gedacht ist, wirkt äußerst unschön, wenn die Haare sich ans Licht der Öffentlichkeit wagen. Zum Glück lassen sie sich meist problemlos mit einer Schere entfernen, wobei darauf geachtet werden muss, das Innere der Nase nicht zu verletzen. Sicherer ist ein spezieller Trimmer für Nasenhaare, der elektrisch arbeitet und die Haare zuverlässig stutzt. Eine Pinzette sollte hingegen nicht zum Einsatz kommen. Denn das Entfernen mit diesem Werkzeug ist nicht nur äußerst schmerzhaft sondern kann im Nasenbereich auch zu Entzündungen der Haarfollikel führen. 

Haarentfernung per Laser

All die bereits beschriebenen Methoden sorgen zuverlässig dafür, dass die lästige Körperbehaarung entfernt wird. Allerdings eint sie auch ein entscheidender Nachteil: Spätestens nach einigen Wochen, manchmal bereits nach einem Tag, lassen sich die Härchen wieder blicken und müssen erneut entfernt werden. Wer dauerhaft Ruhe vor den kleinen Plagegeistern haben möchte, sollte somit erwägen, sich in die Hände eines Experten zu begeben und die Gesichtshaare mittels Laser entfernen zu lassen. 

Bei dieser Methode wird die Haarwurzel gezielt mit einem feinen Laserstrahl behandelt, ohne dass das umliegende Gewebe in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Haarentfernung per Laser funktioniert so gut, weil der Farbstoff Melanin in den Haaren das Licht des Lasers absorbiert, womit in der Haarwurzel kurzfristig große Hitze entsteht. Der Effekt: Die Wurzel verödet, die Härchen fallen aus und lassen sich in der Regel auch nicht mehr blicken. 

Eine Laserbehandlung ist zeitaufwendig, da jedes Haar einzeln gelasert werden muss. Sechs bis acht Sitzungen sollten eingeplant werden. Neben Lasern gibt es auch spezielle Blitzgeräte, die eine ähnliche Wirkung zeigen, aber nicht so dauerhafte Ergebnisse versprechen, wie die Laserbehandlung. 

Wer eine Laserbehandlung durchführen will, sollte das von einem Experten durchführen lassen, sagt Doktor Gerd Gauglitz, Leiter der Ästhetischen Dermatologie an der Dermatologischen Klinik der Ludwigs-Maximilian-Universität in München auf „netdoktor.de“. Er warnt davor, die Behandlung im Friseur- oder Kosmetikstudio durchführen zu lassen und stellt fest: „Ich finde, dass solche Geräte in die Hand von Ärzten gehören. Laser und Blitzlampen sind nicht ungefährlich. Die technische Bedienung der Geräte kann extrem unterschiedlich sein und ist auch nicht unkompliziert. Man muss sich gut damit auskennen, um gefährliche Nebenwirkungen zu vermeiden.“ Als schlimmste Nebenwirkung nennt der Experte eine Verbrennung der Haut mit möglicher Narbenbildung. Es lohnt also wirklich, ein wenig mehr zu investieren – die Kosten liegen laut Doktor Gauglitz je nach dem zu behandelnden Areal zwischen 100 und 350 Euro pro Sitzung, um die Härchen dauerhaft loszuwerden. 

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