Glød Magazin Logo

Kosmetische Lymphdrainage – der Allrounder für die Schönheit

Inhaltsübersicht

Ein ausgeklüngeltes Lymphsystem ist in unserem Körper für die Entgiftung und Entschlackung zuständig. Eine kosmetische Lymphdrainage in zertifizierten Studios zaubert Die neue Frische ins Gesicht.

Bewegungsmangel und Stress haben einen schädigenden Einfluss auf unser Lymphsystem. Ödeme in Armen und Beinen zeigen uns dann, dass mit unserem Entgiftungssystem etwas nicht in Ordnung ist. In unserem Gesicht äußert sich das durch Schwellungen, Akne und Hautirritationen. Eine kosmetische Lymphdrainage hilft, das komplexe Lymphsystem wieder in die Balance zu bringen. Was die Kosmetikerin oder der Dermatologe schon seit vielen Jahren professionell anbieten, kann mit etwas Geschick auch jeder selbst im heimischen Badezimmer. Wir geben Dir einen Überblick über Massagetechniken mit und ohne Jaderoller, über die professionellen Beauty-Methoden und über die medizinische Lymphdrainage bei gravierenden Erkrankungen. 

Was sind eigentlich Lymphe und wofür brauchen wir sie?

Neben den Venen und Arterien, die für unseren Blutkreislauf zuständig sind, verfügt der Mensch über ein verzwicktes Lymphsystem, das den Transport von Abfallstoffen und die Entwässerung des Gewebes regelt. Mehr als fünf Liter Lymphflüssigkeit muss der menschliche Organismus jeden Tag bewältigen. Die Lymphbahnen erstrecken sich, ähnlich wie die Wurzel eines Baumes, über den gesamten Körper. Die dort sitzenden Lymphknoten sind nichts anderes als eine Filterstation für fast alles, was langfristig nichts im Gewebe zu suchen hat. Dazu gehören Fette, Eiweiße und Wasser, aber auch Abfallprodukte von Entzündungsreaktionen. 

Die bei einer Mandelentzündung dicken Lymphknoten am Hals sind ein gutes Beispiel für die entgiftende Funktion unseres Lymphsystems. Und ähnlich wie der Rest unseres Körpers reagiert auch das Lymphsystem störanfällig auf eine ungesunde Lebensweise. Bei Bewegungsmangel, ungesunder Ernährung und durchfeierten Nächten mit zu viel Alkohol haben die Lymphe gut zu tun. Ein Lymphstau, also Schwellungen an Armen und Beinen sowie Cellulite und Akne sind nur einige sichtbare Beispiele für ein überfordertes Entgiftungssystem. 

Sind die Lymphe gestört, leidet die Schönheit

Die Symptome bei einem gestörten Lymphfluss sind vielfältig. In unserem Gesicht äußert sich das Problem in erster Linie durch Schwellungen, eine schlechte Durchblutung und Unreinheiten. Behandlungsmöglichkeiten gibt es zahlreich, etwa Massagen mit oder ohne abschwellende Pflegeprodukte, wahlweise mit den Händen oder unter Einbeziehung eines Jaderollers. Auch der Gang zum Beauty-Experten kann dabei helfen, den Lymphfluss wieder anzuregen und so die lästigen Schwellungen nachhaltig zu reduzieren. Alle Methoden haben eines gemeinsam: Während der Lymphdrainage wird mit sanftem Druck auf das Unterhautgewebe eingewirkt. So wird mit kreisförmigen Pump- und Drehbewegungen der Lymphfluss angeregt und auf diesem Wege der Lymphstau gelöst. Egal, für welche Methode man sich am Ende entscheidet, der erste Schritt sollte immer ein Überdenken des Lebenswandels sein. Denn mit ausreichend Bewegung und einer gesunden Ernährung arbeiten die Lymphe schon aus eigener Kraft sehr viel besser. 

Die Do-it-yourself-Lymphdrainage – Schwellungen im Gesicht einfach minimieren

Leichten Schwellungen um die Augen und im Halsbereich kann im heimischen Badezimmer unkompliziert entgegengewirkt werden. Hierfür ist der Beautyroller aus Jade oder Rosenquarz ein gutes Hilfsmittel. Die heilende Wirkung eines solchen Gesichtsrollers aus Halbedelsteinen ist keineswegs neu: In der traditionellen chinesischen Medizin schwört man bereits seit dem 7. Jahrhundert auf die entgiftende und entschlackende Wirkung eines solchen Instruments. 

Bei der richtigen Handhabung wird die Regeneration der Haut stimuliert und die Kollagen- und Elastinbildung angeregt. Natürlich lassen sich Falten, Tränensäcke und Akne nicht einfach wegrollern. Jedoch kann mit der richtigen Handhabung der Stoffwechsel angeregt werden, was zum effektiven Abtransport von Giftstoffen beiträgt. Durch die rollende Bewegung werden die Haut und die darunter liegende Muskulatur massiert, die Durchblutung und somit auch der Stoffwechsel im Gesicht kommen in Schwung. Das Ganze führt zu einem reibungsloseren Sauerstoffaustausch und die Haut erscheint dadurch im Anschluss sehr viel strahlender. Schwellungen gehen auf natürliche Art und Weise zurück. Anwenderinnen berichten von einem großen Entspannungseffekt schon nach der ersten Anwendung. Darüber hinaus wird durch die verbesserte Durchblutung die Hautalterung verlangsamt. Das Sahnehäubchen: Die Haut ist nach der Massage wesentlich aufnahmefähiger für die anschließende Pflege mit Anti-Aging-Cremes und Seren.

Heiß oder kalt angewendet, erzielt der Roller unterschiedliche Effekte

Erfahrene Anwenderinnen schwören darauf, den Roller vor dem Gebrauch entweder zu kühlen oder leicht zu erwärmen. Dabei ist das jeweilige Beauty-Problem ausschlaggebend. Möchte man die Haut gründlich reinigen und die Poren öffnen, sollte man den Stein im Vorfeld erwärmen. Anschließend ist die Gesichtshaut besser durchblutet und aufnahmefähiger für die an die Behandlung anschließende Pflege. Wird der Stein vor der Anwendung gekühlt, ziehen sich die Poren zusammen, Schwellungen und Entzündungen werden so gelindert. Das Hautbild wirkt im Anschluss frisch und feinporig. Der Gesichtsroller fürs heimische Badezimmer eignet sich für alle, die auf eine zeit- und kostenintensive Behandlung bei der Kosmetikerin erst einmal verzichten wollen. Des Erlernen der richtigen Technik ist kein Hexenwerk, denn die Massagetechnik unterliegt gleichbleibenden Bewegungsmustern. Der erzeugte Druck muss aber wohldosiert sein. Bei YouTube gibt es zahlreiche Videos, in denen die Anwendung userfreundlich erklärt wird. So kann auch der Laie optimal von der Lymphdrainage zuhause profitieren. 

Detox für die Schönheit – für die kosmetische Lymphdrainage zum Profi

Für alle, die mehr über die verschönernden Effekte einer Lymphdrainage lernen wollen oder die mit Do-it-yourself zuhause nicht die gewünschten Erfolge erzielen, eignet sich der Besuch beim Profi. Hier wird in entspannter Atmosphäre das Gesicht mit einer Hydra-Facial-Behandlung porentief gereinigt und so auf die manuelle Massage von Gesicht, Hals und Dekolleté vorbereitet. Mit gekonnten Massagegriffen entlang der Lymphbahnen kann der Ablauf der Lymphe optimal unterstützt werden. Die Kosmetikerin versteht es, mit kreisenden und pumpenden Bewegungen sehr viel effizienter vorzugehen, als der Jaderoller zuhause. Sie berührt nämlich nicht vordergründig die Tiefenmuskulatur, sondern vor allem das weiche Gewebe. Das unterscheidet die Lymphdrainage beim Profi von der Gesichtsmassage, die wir auch in Eigenregie durchführen können. Angestaute Giftstoffe werden hier noch wirkungsvoller über die benachbarten Lymphknoten abgeleitet. Bei Akne, hartnäckigen Tränensäcken und einer Couperose – also einer starken Hautrötung auf Nase und Wangen – kann die professionelle manuelle Lymphdrainage viel erreichen und bei regelmäßiger Anwendung das Hautbild sichtbar verschönern.  

Bei hartnäckigen gesundheitlichen Problemen zur medizinischen Lymphdrainage

Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen einer kosmetischen und einer medizinischen Lymphdrainage? Die Antwort ist denkbar simpel: Mit einer kosmetischen manuellen Therapie können Beauty-Probleme im Gesicht, wie Tränensäcke oder Akne, gelindert werden. Bei Betroffenen, die unter einem gestörten oder erkrankten Lymphsystem leiden, sollte immer ein Arzt zu Rate gezogen werden. Das ist beispielsweise nach aufwändigen Operationen der Fall, bei denen es im Anschluss zu Flüssigkeitseinlagerungen in Armen und Beinen, sogenannten Ödemen, kommt. Die medizinische Lymphdrainage darf nur von qualifizierten Masseuren oder Physiotherapeuten angeboten werden. Häufige Indikationen sind ein umfassender Lymphstau im Zuge einer langen Liegezeit oder Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Aber auch bei anderen chronisch verlaufenden Krankheiten kann eine medizinische Lymphdrainage zum Therapieerfolg beitragen. Hierzu zählen Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich, im Verdauungstrakt, Migräne und Knochenbrüche sowie venöse Insuffizienz, wie Krampfadern bis hin zum offenen Bein. Darüber hinaus gibt es medizinische Indikationen, die das Lymphsystem direkt betreffen. Zum Beispiel Tumorbehandlungen, die mit der Entfernung von angrenzenden Lymphknoten Hand in Hand gehen sowie angeborenen oder erworbenen Fehlbildungen der Lymphgefäße.

Die medizinische Lymphdrainage – so läuft sie ab

Einer medizinischen Lymphdrainage geht immer eine gründliche Untersuchung beim Haus- oder Facharzt voraus. Die Kosten für die Diagnose und eine sich anschließende Therapie werden in der Regel von der Krankenkasse getragen. Der behandelnde Arzt stellt auch die Überweisung zum Masseur oder Physiotherapeuten aus. Dieser muss durch eine Zusatzausbildung extra qualifiziert sein. 

Bei der Behandlung erfolgt dann mit einer speziellen Massagetechnik der Abtransport der Gewebsflüssigkeit eines Lymphstaus zu den Lymphknoten und weiter in Richtung Körperzentrum. Dabei führen die Massagegriffe der Lymphdrainage jedoch nicht nur zum rein mechanischen Abtransport der überschüssigen Gewebsflüssigkeit, sondern stärken auch die Selbstheilungskräfte der Lymphgefäße, die den reibungslosen Abtransport zu bewältigen haben. Dafür kommen zwei verschiedene Techniken zum Einsatz: die manuelle und die mechanische Lymphdrainage. Bei der manuellen Variante wird mit kreisförmigen Bewegungen der Hände variabler Druck auf die Lymphgefäße ausgeübt. Diese werden durch maximal mögliche Dehnung in Längs- und Querrichtung zu stärkeren Kontraktionen angeregt. Hierbei wird nach dem Zwei-Phasen-Prinzip gearbeitet:

Phase 1 ist die Phase der Entstauung. Diese beinhaltet tägliche Lymphdrainagen, eine Kompressionstherapie mit dem Anlegen von festen Bandagen und einer begleitenden intensiven Hautpflege.

In Phase 2 wird nur noch unregelmäßig bei Bedarf behandelt. Der Dreiklang ist hier die manuelle Lymphdrainage, eine Kompression mit exakt angepassten Strümpfen und die gezielte Krankengymnastik zur Entstauung. 

Die mechanische Lymphdrainage ist eine auch als Drucktherapie bekannte Methode. Dabei werden die Beine in aufblasbare Druckkammern gelegt. Diese sind an einen Kompressor angeschlossen, der jede Kammer einzeln aufbläst. So kann kontrollierter Druck von unten nach oben auf die Beine ausgeübt werden. 

Beide Methoden sind seit vielen Jahrzehnten erprobt und die Erfolge für die Patienten sind nicht von der Hand zu weisen: Schwellungen, die durch Lymphödeme an Beinen und Armen hervorgerufen werden, können schonend und wirksam gelindert werden. Das Risiko von Folgeerkrankungen, wie der venösen Insuffizienz und Thrombose, wird so verringert. Darüber hinaus haben sowohl die manuelle als auch die mechanische Lymphdrainage weitere Vorteile für unsere Gesundheit: Das Immunsystem wird gestärkt und der Körper ist so widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Das unangenehme Gefühl schwerer Beine lässt nach und auch diffuse Knieschmerzen können wirksam gelindert werden. Ferner wird durch die entspannende Wirkung der Massage Stress nachhaltig reduziert. Und last but not least noch ein positiver Beauty-Effekt: Cellulite sowie die Erschlaffung der Haut an Oberschenkeln und Oberarmen kann mit Hilfe der medizinischen Lymphdrainage wirksam in Schach gehalten werden. 

ZUSAMMENHÄNGENDE POSTS