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Cacay-Öl: Anti-Aging aus den Wäldern Südamerikas

Inhaltsübersicht

Es gibt immer neue Beauty-Entdeckungen, aber diese zählt zu den erstaunlichsten: Cacay. Das Öl dieses Baums sorgt bei der Schönheitspflege zu Recht zunehmend für Furore.

Zugegeben, von einer neuen Entdeckung zu sprechen, würde in Südamerika wahrscheinlich zu einem ungläubigen Kopfschütteln führen. Hier werden die Vorzüge des „Caryodendron orinocense“, also des Cacay-Baums schon länger geschätzt: Man genießt die Früchte, nutzt das Öl der Samen und verwertet auch das Holz. 

Früchte und Holz des Cacay, der vor allem in Kolumbien, Venezuela, Peru und Ecuador heimisch ist, spielen in Europa keine Rolle. Ganz anders sieht es mit dem wertvollen Öl aus, das reich an Retinol, Linolsäure und Vitamin E ist. In der Beauty-Branche will man, gerade bei den Anti-Aging-Anwendungen, längst nicht mehr auf diese Gabe der Natur verzichten.  

Woher stammt das Cacay-Öl?

Cacay-Öl wird aus den Samen des immergrünen Cacay-Baums kalt gepresst. Die Samen sind eiförmig und weisen eine dunkelbraune Färbung auf. Im Regelfall befinden sich drei Samen in einer Frucht, wobei jeder Baum mehrere hundert Kilo an Früchten im Jahr tragen kann. Die Ernte ist also recht ergiebig. Wachsen die Bäume in der freien Natur des Amazonas, können sie eine Höhe von rund 40 Metern erreichen, in Farmen sind es dagegen meist nur zehn bis 15 Meter, was die Bearbeitung erleichtert. 

Cacay-Bäume gelten als ausgezeichnete CO2-Verwerter, womit ihr Anbau ein zusätzliches Plus für die Umwelt ist. Die Entstehung neuer Plantagen wird daher trotz der generellen Probleme mit Monokulturen meist als Beitrag für den Umweltschutz gesehen. Auch die Abholzung der Bäume zur Holzgewinnung außerhalb von Plantagen ist zurückgegangen, da der Verkauf des Öls im Vergleich zum Verkauf des Holzes letztlich das lukrativere Geschäft ist. Die Beauty-Bloggerin Nadine schreibt in ihrem Portal „beautyressort.de“: „Wer weiß, vielleicht ist Cacay-Öl das erste Beauty-Produkt, das wirklich die Bezeichnung ‚Wunderwaffe‘ verdient, weil es nicht nur schön macht, sondern auch den Regenwald rettet. Zumindest ein Stückchen.“ Zuvor hatte Nadine bereits von ihrem Selbsttest mit Cacay-Öl berichtet und hier unter anderem geschrieben: „Zwei bis drei Tropfen reichen für das gesamte Gesicht und Dekolleté, es zieht schnell ein, riecht leicht nussig und hinterlässt ein gut hydratisiertes und angenehm zartes Hautgefühl.“   

Was sind die Vorteile des Cacay-Öls?

Neben der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe, die wir später noch detailliert erläutern werden, ist es zunächst die gute Verträglichkeit, die Cacay auszeichnet. Das Öl ist „nicht komedogen“, wird die Poren also nicht verstopfen. Die Kosmetik-Webseite „nayaglow.com“ ordnet das Öl auf einer Komedogenitätsskala, die von 0 bis 5 reicht, zwischen 0 und 1 ein. Das bedeutet, dass eine sehr geringe bis keine Gefahr besteht, dass die Poren verstopfen und sich Pickel und andere Hautunreinheiten bilden. Im Vergleich dazu befindet sich das ebenfalls zur Pflege eingesetzte Kokosöl zum Beispiel eher am anderen Ende der Skala, ist also mit einem ungleich höheren Risiko für Verstopfungen und Hautirritationen belastet. 

Worauf muss man beim Kauf von Cacay-Öl achten?

Das reine Öl aus Kaltpressung weist einen leicht nussigen Geruch und eine goldene Färbung auf. Es zieht schnell in die Haut ein und hinterlässt ein angenehmes Hautgefühl. Da das Öl mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen sehr begehrt ist, kommt es leider auch immer wieder zu Betrügereien, die für den Laien auf den ersten Blick nicht leicht zu erkennen sind. Der sicherste Schutz ist hier, auf Hersteller mit Zertifikaten und einer hohen Reputation zu setzen. 

Was macht dieses Öl aus?

Der hohe Anteil an Linolsäure und von verschiedenen Vitaminen hebt das Cacay-Öl deutlich aus der Masse hervor. Die Linolsäure sorgt dafür, dass das Öl besonders gut verträglich ist und eine beruhigende Wirkung auf das Hautbild hat. Es wirkt entzündungshemmend und stärkt die Hautbarriere, macht sie also widerstandsfähiger gegenüber potenziell schädlichen Umwelteinflüssen. 

Ebenfalls reichlich enthalten sind die Vitamine A und E, die beide eine antioxidative Wirkung haben und helfen, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu erhalten. Damit wirkt die Haut praller und jugendlicher, Falten haben keine Chance. Feine Fältchen werden so weit später sichtbar, ebenso Altersflecken. Da zugleich die Bildung von Kollagen und Elastin angeregt wird, wirkt unsere Haut mit ihrem stabileren Gerüst auch straffer und fester. Es ist ein Effekt, den man deutlich sieht aber auch spüren kann. Das Wohlbefinden wächst, oder wie es sprichwörtlich noch präziser heißt: Wir fühlen uns sichtlich wohl in unserer Haut. 

Öl-Boom mit positiver Wirkung vor Ort?

In den Ländern, in denen die Cacay-Bäume wachsen, werden die Früchte schon seit vielen Jahren verwertet. Teile dienten als Tierfutter andere wurden im medizinischen Bereich zur Wundheilung eingesetzt. Der Bedarf war also vorhanden, eine attraktive Einnahmequelle stellte das alles jedoch nicht dar. 

Wie „welt.de“ schon 2015 berichtet hat, läutete erst die genauere Erforschung des Öls eine Trendwende ein. Erste Studien bescheinigten, dass es sich hier um einen echten Shootingstar am Beauty-Himmel handelt – und prompt stieg die Nachfrage. Weltbekannte Marken wie L’Oréal klopften an und entwickelten attraktive Produkte, von denen letztlich auch die Ölproduzenten profitierten, was wiederum den Anbau neuer Plantagen möglich machte. 

Befeuert wurde diese Entwicklung wahrscheinlich noch von den positiven Berichten über das marokkanische Arganöl, das sich ebenfalls einer wachsenden Nachfrage erfreute. Öle mit exotischen Namen und aus europäischer Sicht mit exotischer Herkunft, denen die Wissenschaft eine heilende und pflegende Wirkung bescheinigte – das war genau das, woraus Beauty-Träume gemacht werden. Man addiere jetzt noch die nachgewiesene Anti-Aging-Wirkung hinzu, schon ist eine Multimillionen-Markt geboren. Risikoarm, nachhaltig und weniger umkämpft konnten es die Jungbrunnen aus den Cacay-Plantagen sogar mit dem Cocastrauch aufnehmen, aus dem das Kokain für diese Welt gewonnen wird. 

Wie wird Cacay-Öl angewendet?

Wenn Du das Öl in seiner reinen Form erwirbst, kannst Du es wahlweise pur oder als Beigabe anderer Pflegeprodukte auf die Haut auftragen. Es eignet sich nicht nur fürs Gesicht, sondern für den ganzen Körper, zieht schnell ein und ist vom Geruch her neutral bis leicht nussig. Der Duft ist in jedem Fall dezent, was häufig mit einem, „Sie duftet schön gepflegt“, honoriert wird, auch weil sich kein spezifischer Geruch ausmachen lässt. 

Wenn Du das Öl einer Bodylotion oder einer Feuchtigkeitscreme, einem Moisturizer, beimengst, genügen schon wenige Tropfen. Vor dem Auftragen des Öls oder jeweiligen Pflegeprodukts sollte die Haut gründlich gereinigt werden. Sie kann noch leicht feucht sein, wenn das Cacay-Öl zum Einsatz kommt. 

Wie schneidet Cacay-Öl im Vergleich zu anderen Ölen ab?

Wer sich das wertvolle Cacay-Öl leistet, gönnt seinem Körper einen Luxus, der sich auszahlt. Der Vergleich, der am häufigsten getroffen wird, ist der zum Arganöl aus Marokko – und selbst in dieser Königsklasse hat Cacay die Nase vorn. Es enthält mehr Vitamin E – viele Quellen sprechen von der doppelten Dosis – und punktet zudem mit der hohen Konzentration an Linolsäure und Vitamin A. Bei der Hautverträglichkeit lassen beide Öle keine Punkte liegen. 

Sollte es überhaupt ein Öl geben, dass bei der Pflege und Anti-Aging-Wirkung noch effektiver ist als Cacay, wäre es wohl das kaltgepresste Kernöl der Kaktusfeige. Für dieses Öl müssen die Käuferinnen allerdings noch tiefer in die Tasche greifen. 

In welchen Produkten ist Cacay-Öl enthalten?

Seren, Lotionen und Cremes mit Cacay-Öl gibt es von vielen verschiedenen Herstellern. Oft wird das Öl hier je nach Anwendungsgebiet noch mit anderen Wirkstoffen kombiniert, so zum Beispiel mit Squalan, Retinol, Algen-Öl oder Hanföl. Weniger bekannt ist, dass sich Cacay-Öl auch in einigen Haarpflege-Produkten wiederfindet. Verspricht man sich bei der Haut einen reineren Teint, so ist es bei den Haaren ein schöner Glanz. Auch lässt sich das Haar leichter in Form bringen und Filz lässt sich leichter wieder lösen.

Viel Lob von den Käuferinnen

10 Milliliter Cacay-Öl kosten je nach Hersteller und Gesamtdosierung meist zwischen vier und zehn Euro. Gerade wenn man das ganze Gesicht und das Dekolleté mit dem Öl bedenken will, ist das ein relativ hoher Preis. Entsprechend hoch sind auch die Ansprüche de Käuferinnen – womit die fast durchweg positiven Kommentare dem Öl ein gutes Zeugnis ausstellen. Stellvertretend für viele andere hier der folgende Kommentar zu einem reinen Cacay-Öl von Nutreeoil: „Seit 3 Monaten benutze ich nur Gesichtsöle als alleinige Pflege, da ich viele Cremes nicht vertrage oder mir Unreinheiten bescherten. So bin ich auf dieses Öl gestoßen und hat mein bisher verwendetes Hagebutten-Öl und Arganöl aus dem Badschrank verdrängt. Es genügen nur 2-3 Tropfen auf feuchter Haut und man erhält ein wunderbar samtiges Hautbild ohne Fettglanz und ohne aufzuliegen. Es fühlt sich erstaunlich leicht an und die Haut ist trotzdem den ganzen Tag gut durchfeuchtet. Als Make-Up Unterlage ganz hervorragend. Das Öl riecht dezent leicht nussig. Bei normalen Cremes glänzte meine T-Zone bereits nach 3 Stunden, bei dem Cacay Öl erst nach 6 Stunden. Schon das allein ist für mich Grund genug, bei diesem Öl zu bleiben.“ Andere Kundinnen bestätigen das und berichten von deutlichen Verbesserungen im Hautbild schon nach wenigen Anwendungen. Genannt werden dabei auch Narben, die durch das Öl deutlich weniger sichtbar sind. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, der Hype um das Cacay-Öl ist keineswegs übertrieben. Gerade beim Anti-Aging ist es erste Wahl. Besonders Frauen mit einer eher öligen Haut können sich also über eine weitere Beauty-Alternative freuen, mit der sie etwas für ihren Teint tun können, ohne sich über verstopfte Poren zu ärgern. Gerade für die sogenannte T-Zone im Gesicht, also für Stirn, Nase und Kinnpartie sowie fürs Dekolleté ist dieses Öl aus dem Amazonas die erste Wahl. 

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