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Wie geht man mit lästigen Pickeln um?

Inhaltsübersicht

Auch, wenn es schwerfällt: Pickel ausdrücken ist ein No-Go. Es drohen Pickelnarben und nicht nur das. Wir sagen Dir, was Du stattdessen tun kannst. 

Da ist wieder einer: Ein Pickel, rot und prall und – mal ehrlich, den jetzt einfach auszudrücken ist doch mega-verlockend, oder? Aber auch, wenn es schwerfällt: Genau das solltest Du besser lassen. Denn an Pickeln und Hautunreinheiten herumzudrücken, macht alles nur noch schlimmer.

So entstehen Pickel

Wenn überschüssiger Talg gebildet wird und die Talgdrüsengänge verhornt sind, entstehen Mitesser, aus denen Pickel werden können. Von Akne spricht man übrigens nicht erst, wenn Pickel und Pusteln Gesicht und Körper bedecken, sondern schon ab dem ersten Pickel. Das erklärt die Internetseite der Krankenversicherung IKK, „ikk-classic.de“. Demzufolge leiden fast 95 Prozent der Jugendlichen darunter.

Doch manchmal schlagen sich auch erwachsene Menschen mit Akne herum. Und selbst die, die eigentlich mit Haut zart wie Seide gesegnet sind, bekommen hin und wieder einen Pickel; etwa dann, wenn sich bei Frauen die Periode anbahnt. Aus Erfahrung wissen die meisten: Ist sie vorbei, wird die Haut wieder besser.

Deshalb bekommen Erwachsene Pickel

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Auf „annabelle.ch“ erklärt die Hautärztin Yael Adler, woher Hautprobleme im Erwachsenenalter kommen können: Sie führt Erwachsenenakne unter anderem auf die Ernährung zurück. Kuhmilch, Zucker, Weißmehl und Fastfood stimulierten die Talgdrüsen, auch Marihuana und Eiweißshakes macht sie als mögliche Verursacher aus. 

Außerdem könnten einige Verhütungsmittel, die das Gelbkörperhormon Levonorgestrel enthalten, Akne begünstigen. Kosmetikakne, die durch zu viel Hautpflege verursacht wird, sei die dritte Ursache, so Adler. „Gerade bei Naturkosmetik muss man aufpassen – die ist oft sehr fettig. Meine Patientinnen sind immer wieder erstaunt, wie sich ihr Hautbild verändert, sobald sie mal ein paar Wochen lang auf all die verschiedenen Waschsubstanzen, Tonics, Cremes und Masken verzichten.”

Deshalb solltest Du Pickel nicht ausdrücken

Ist ein Pickel erstmal da, solltest Du die Finger von ihm lassen. Denn wer Pickel ausdrückt, riskiert, dass die Stellen sich entzünden, sich ausbreiten und im schlimmsten Fall später Narben bilden, heißt es in einer Patienteninformation auf „hautarzt-itzehoe.de“. 

Dort wird eindringlich gewarnt, Pickel im Gesichtsbereich über der Oberlippe selbst auszudrücken. Denn dort bestehen Gefäßverbindungen in den Gehirnbereich. Es könne zur Verschleppung von Keimen ins Gehirn und zum Verschluss bestimmter Hirngefäße kommen, heißt es weiter.

Nein, Zahnpasta hilft wirklich nicht

Ein uralter Trick aus Omas Hausmittel-Schatzkiste (in diesem Fall eher Mottenkiste) ist Zahnpasta. Die soll den Pickel austrocknen, ist aber keine gute Wahl. Hautarzt Volker Steinkraus vom Dermatologikum Hamburg bestätigt zwar auf „spiegel.de“, dass die Paste der Entzündung Flüssigkeit entziehe und sie austrockne. Auch wirke sie antiseptisch, sodass Keime sich nicht so leicht vermehren können. Aber in Zahnpasta seien eben auch Inhaltsstoffe enthalten, die nicht für die Haut bestimmt seien.

„Durch die Zahnpasta-Kruste wird der Pickel außerdem abgedichtet und kann sich nicht entleeren”, so Steinkraus weiter. Der Dermatologe empfiehlt, lieber in die Apotheke zu gehen, und etwa Lösungen aus Erythromycin und Zink zu verwenden.

Hausmittel statt Ausdrücken

Gegen Pickel gehst Du am besten mit anderen Hausmitteln als Zahnpasta vor. Die „ikk-classic.de“ empfiehlt etwa Teebaumöl, das Du auf die betroffenen Stellen tupfen und über Nacht einwirken lassen kannst oder ein Dampfbad mit antiseptisch wirkender Kamille, das die Poren reinigt. Aloe Vera-Gel wirke entzündungshemmend und könne gegen eitrige Pickel und Rötungen helfen. 

Eine Maske aus zwei Esslöffeln Honig und einem Esslöffel Zimt könne das Bakterienwachstum ebenfalls eindämmen. Auch Heilerde, die es in der Drogerie und in der Apotheke zu kaufen gibt, helfe gegen Pickel und Mitesser. Das braune Pulver wird mit ein wenig Wasser angerührt und auf das Gesicht oder betroffene Stellen aufgetragen.

Das hilft gegen Pickelmale

Hast Du Pickelnarben, musst Du Dich damit natürlich nicht abfinden. Gegen sehr viele, große Aknenarben hilft eine medizinische Behandlung, die ein Hautarzt oder ein plastischer Chirurg durchführt. Deren Ziel ist es, den Teint wieder glatter erscheinen zu lassen. Es gibt dabei verschiedene Methoden, etwa schleifen, lasern, vereisen oder chemisch peelen.

Auch versprechen verschiedene Kosmetika das Hautbild zu verbessern. Bei den aktuell so angesagten Cosmeceuticals oder medizinischen Kosmetika solltest Du aber vorsichtig sein. Ihre Inhaltsstoffe seien gerade so niedrig konzentriert, dass sie in der EU noch nicht als Medikament gelten und jeder sie einfach im Handel kaufen kann, erklärt etwa „quarks.de“.

Das Produkt muss zum Hauttyp passen

Diese Stoffe seien zwar sehr wirksam, allerdings müsse man dafür seinen Hauttyp sehr genau kennen. Ein für den Hauttyp ungeeignetes Produkt könne der Haut schaden, außerdem könne es zu Wechselwirkungen mit anderen Stoffen kommen. 

Die Folge könnten Hautirritationen oder Allergien sein. In den sehr seltenen Fällen könnten die Reaktionen zu Vernarbungen oder Verätzungen führen. Langfristig könne es zu einer Verschlechterung bestehender Neigungen, dem Ausbruch von Neurodermitis, Rosacea oder Akne kommen, so der Dermatologe Dr. Harald Gröne laut „quarks.de“. 

Deinen Hauttyp kannst Du professionell bestimmen lassen. Und um auszuprobieren, wie Du ein Produkt verträgst, kannst Du es vor der Verwendung im Gesicht an einer kleinen Stelle testen. Bist Du unsicher oder hast mit starken Hautproblemen zu kämpfen, empfehlen wir Dir, Rat beim Profi zu suchen.

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