Vielseitiger Alleskönner: Teebaumöl – die natürliche Kraft für Schönheit und Gesundheit

Inhaltsübersicht

Das vielseitige Teebaumöl gilt als natürliches Wundermittel bei der Beauty- und Gesundheitspflege. Welche Anwendungsgebiete und Eigenschaften gibt es und was kann das Öl wirklich?

In den Weiten der australischen Landschaft wächst er, der Teebaum, dessen lateinischer Name Melaleuca Alternifolia ist. Er sieht unscheinbar aus, krumm gewachsen, mit knorriger Rinde, dünnen Ästen und langen, schmalen Blättern – mehr ein Strauch, denn ein Baum. Kaum zu glauben, dass dieser „Strauch“ es so richtig in sich hat. Das wussten schon die Aborigines, die australischen Ureinwohner, vor vielen Jahrhunderten. „Healing Ground“ nannten sie die Gegenden, wo der Teebaum wächst; übersetzt heißt das: heilender Boden.

Und dieser Name kommt nicht von ungefähr. Die Ureinwohner machten sich die desinfizierende und schmerzlindernde Wirkung der Teebaumblätter zu Nutze. Laut „melaleuca-alternifolia.com“ benutzten sie die Blätter sogar für die Versorgung offener Wunden und sicherten so das Überleben ihrer Verletzten. 

Wirkung des Teebaums – anerkannte Heilpflanze der besonderen Art

Das ätherische Öl wird aus den langen, dünnen Blättern des Teebaumes mit Hilfe von Destillation gewonnen. Den Namen Teebaum bekam der Baum im Übrigen im 18. Jahrhundert, von dem englischen Seefahrer James Cook. Tea Tree nannte er den Baum, nachdem er herausfand, dass sich aus den Blättern ein recht schmackhafter Tee brühen ließ. 

Seinen Siegeszug als heilende Pflanze trat der Teebaum außerhalb Australiens aber erst in den 1920er Jahren an. Da wurde die heilende Wirkung von dem Chemiker Arthur de Ramon Penfold beschrieben. Die stark antibakterielle, entzündungshemmende und fungizide Eigenschaften wird seitdem in den verschiedensten Bereichen genutzt. Dem Öl wird unter anderem eine so gute desinfizierende Wirkung zugeschrieben, dass es vor der Entdeckung des Penicillins laut „mein-schoener-garten.de“ sogar als Naturheilmittel zur Desinfektion bei kleinen Eingriffen im Mund verwendet wurde. Die Heilkraft des Teebaumes steht für Gesundheit, Stärke und vor allem für eine schöne Haut.

Alleskönner Teebaumöl – welche Anwendungsgebiete gibt es?

Oder vielleicht sollte die Frage lauten, welche Anwendungsgebiete gibt es nicht? Denn Teebaumöl ist ein echter Alleskönner! Durch seine heilende und desinfizierende Wirkung eignet es sich hervorragend für die Pflege des gesamten Körpers. Und auch als hygienischer Helfer im Haushalt verrichtet das Öl aus den Blättern des unscheinbaren Baumes gute Dienste. Vor allem bei Hautproblemen erlebt es einen nicht enden wollenden Hype. 

Für die Gesundheit gibt es nach wie vor viele Anwendungsmöglichkeiten. Es hilft sogar gegen Fußgeruch und Parasiten! Wegen der hohen Wirksamkeit wird es in den meisten Fällen aber nur stark verdünnt direkt am Körper angewendet. Es gibt inzwischen eine breit gefächerte Palette von fertig gemischten Produkten aus der Kosmetikindustrie, für beinahe jedes Anwendungsgebiet. In Apotheken, Drogerien, Naturkosmetikläden und natürlich im Internet sind viele Produkte zu finden, welche die Wirkung von Teebaumöl nutzen.

Teebaumöl: Anwendung äußerlich

Teebaumöl gegen Akne und Hautunreinheiten: Das Öl ist ein wahrer „Schönheitsbrunnen“ für die Haut. Da es eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung hat, bietet es sich für die Behandlung von unreiner und zur Akne neigender Haut geradezu an. Es gibt Waschgels, Cremes und Pickelstifte mit Teebaumöl, die einfach angewendet werden können und Hautunreinheiten äußerst wirksam bekämpfen. Zusätzlich pflegen sie die Haut, ohne sie auszutrocknen. Pflegeprodukte auf Teebaumöl-Basis eignen sich auch bei großporiger Haut, denn sie wirken adstringierend, was „zusammenziehend“ bedeutet. Die regelmäßige Anwendung verfeinert das gesamte Hautbild und führt zu einem strahlend schönen Teint. Bei schmerzhaften, großen Pickeln kann es helfen, etwas Öl auf ein Wattestäbchen zu geben und damit den Pickel mehrmals täglich zu betupfen. 

Schöne Haare und gesunde Kopfhaut: Shampoos mit Teebaumöl pflegen strapaziertes Haar und lassen es voller und gesünder wirken. Durch ihre durchblutungsfördernde Wirkung eignen sich diese Shampoos sehr gut zur Bekämpfung von Schuppen und leicht fettendem Haar. Außerdem beruhigt es juckende und gereizte Kopfhaut. 

Juckreizlindernd bei Insektenstichen: Teebaumöl lindert den Juckreiz und hemmt die Entzündungsreaktion bei Insektenstichen. Dafür muss es allerdings sofort aufgetragen werden, nachdem der Stich entstanden ist. Zwei bis drei Tropfen auf die Einstichstelle geben; das desinfiziert die Stelle um den Einstich herum und mildert den Juckreiz.

Baden mit ätherischem Zusatz: Bei Erkältung können einige Tropfen des ätherischen Teebaumöls in das warme Badewasser gegeben werden. Das macht die Atemwege frei und stärkt das Immunsystem. 

Teebaumöl bei Neurodermitis und Schuppenflechte: Wer unter Neurodermitis oder Schuppenflechte leidet, weiß es zu schätzen, wenn es ein Mittel gegen den andauernden und nervenaufreibenden Juckreiz gibt. Teebaumöl kann durch seine beruhigende und wundheilende Wirkung in vielen Fällen Abhilfe schaffen. Wie „bach-blueten-portal.de“ schreibt, helfen bei Neurodermitis und Schuppenflechte selbstgemachte Umschläge recht gut. Dafür soll ein sauberes Tuch in heißes Wasser (nicht kochendes) gelegt, ausgewrungen und mit fünf Tropfen des Öls beträufelt werden. Danach kann das Tuch für einige Zeit auf die juckende Stelle gelegt werden. Betroffene sollten es allerdings langsam angehen lassen und zuerst an einer kleinen Stelle testen, ob sie es gut vertragen. Bei sehr empfindlicher Haut kann auch eine geringe Menge des Öls zu einer Kontaktallergie führen. Gerade bei Hautkrankheiten ist es wichtig, dass ausschließlich hochwertige Produkte verwendet werden und vorher Risiken mit einem Dermatologen abgeklärt werden damit sich die Beschwerden nicht noch verschlimmern.

Hilfe bei Fuß- und Nagelpilz: Die stark fungizide, also pilzbekämpfende, Wirkung macht Teebaumöl zum perfekten Mittel gegen Fuß- und Nagelpilz. Bei einem leichten Nagelpilzbefall können einige Tropfen des Öls mit einem Wattepad oder einem Kosmetiktuch auf den Nagel aufgetupft werden. Nagelpilz ist eine sehr hartnäckige Erkrankung.

Leider ist es oft schwierig, zu erkennen, wann der Pilz ganz beseitigt ist. Darum sollte die Behandlung unbedingt mit einem Hautarzt abgestimmt werden. Fußpilz hingegen lässt sich leichter bekämpfen. Dafür können 10 bis 15 Tropfen in eine Schüssel mit warmem Wasser gegeben werden. Die Füße täglich circa 15 Minuten darin baden. Nach ungefähr zwei Wochen sollte der lästige Fußpilz ganz verschwunden sein. Auch gegen starken Fußgeruch kann ein solches Fußbad dauerhaft helfen, wenn es regelmäßig alle paar Tage angewendet wird.

Good bye Kopfläuse: Wer hätte das gedacht? Sogar gegen solche Parasiten zeigt das Öl eine gute Wirkung. Bei Kopfläusen werden 10 bis 15 Tropfen ins üblicherweise verwendete Shampoo gegeben. Zwei Wochen regelmäßig damit die Haare waschen und mit einem Läusekamm auskämmen. Das sollte den Läusen den Rest geben. 

Teebaumöl für Mensch und Tier: Nicht nur der Mensch kann von dem kleinen Alleskönner profitieren. Auch bei Haustieren lassen sich Zecken und Flöhe damit bekämpfen. Doch auch hier soll das Öl nur verdünnt angewendet werden. Unverdünnt oder in größeren Mengen, kann es sich schädlich auswirken, da Tiere ihr Fell zum Säubern ablecken. Doch es gibt für unsere vierbeinigen Lieblinge auch getestete Produkte aus dem Tierhandel, wie Shampoos und Sprays mit Teebaumöl als Inhaltsstoff. 

Teebaumöl: Anwendung innerlich 

Meistens wird Teebaumöl äußerlich angewendet, doch es gibt auch Verwendungsmöglichkeiten für die innere Anwendung für das vielseitige, ätherische Wunder-Öl. Aber Vorsicht, durch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wird Teebaumöl, gerade wenn es hochkonzentriert benutzt wird, als gesundheitsgefährdend eingestuft. Es kann zu Reizungen und sogar zu Vergiftungen führen. Gerade wenn es älter ist oder unsachgemäß gelagert wurde, können dadurch allergische Reaktionen hervorgerufen werden. Die Fläschchen sollten immer kühl und dunkel gelagert werden. Zu unserem Glück gibt es inzwischen eine große Palette industriell gefertigter Produkte, die Teebaumöl enthalten und im Hinblick auf die Verträglichkeit umfassend getestet wurden. 

Gurgeln für die Gesundheit: Als Bestandteil einer Mundspülung unterstützt Teebaumöl die Heilung von entzündetem Zahnfleisch und einer angegriffenen Mundschleimhaut. Mit der antibakteriellen Wirkung solcher Mundwässer hilft das Gurgeln praktischerweise auch gleich gegen Mundgeruch und Halsentzündung. 

Bonbons und Drops: In Naturkostläden gibt es häufig auch Bonbons und Drops mit Teebaumöl als Inhaltsstoff. Das hilft gegen Kratzen und Schmerzen im Hals und soll noch dazu so richtig wohlschmeckend sein. 

Teebaumblätter-Tee: Der Tee wird aufgegossen aus den länglichen Blättern des Teebaumes, leider lassen sich diese Blätter nicht so leicht auftreiben. Doch es gibt sie inzwischen auch in Form von Teebeuteln zu kaufen. Der Tee soll ein angenehm würziges Geschmackserlebnis bieten, zugleich gibt es heilende Aspekte. Laut „naturheilkraeuter.org“, stärkt der Tee das Immunsystem. 

Teebaumöl als Hausmittel

Schimmelfrei mit Teebaumöl: Bei einem leichten Schimmelpilzbefall im Badezimmer kann das natürliche Öl ebenfalls gut funktionieren. Eine Mischung aus 20 Milliliter Öl und einem halben Liter Wasser in eine Sprühflasche geben, gut schütteln und dann auf die pilzbefallene Wand sprühen. Beim Sprühen darauf achten, dass die Mischung nicht in die Augen gerät. Die Wand muss anschließend nicht abgespült werden. Wie „genialetricks.de“ schreibt, wird der Schimmelpilz nach einiger Zeit von selbst verschwinden. 

Flöhe und Milben bekämpfen: Gegen Flöhe und ganz besonders gegen Milben hilft laut „patient.samedi.de“ eine Mischung aus Teebaumöl und Wasser. Einfach 30 Milliliter von dem Öl mit einem halben Liter Wasser mischen. Das Ganze in eine Sprühflasche füllen, ordentlich schütteln und den Flöhen und Milben damit auf die Pelle rücken. Um die Böden zu behandeln, reichen einige Tropfen des Öls im Wischwasser. Gerade in Ecken, wo Haustiere sich häufig aufhalten, ist eine regelmäßige „Entflohung“ mit der Teebaumöl-Mischung ein guter Schutz. Und damit auch die Wäsche floh- und milbenfrei bleibt, kann ein Waschlappen mit wenigen Tropfen des Öls beträufelt werden und dann, ab damit in den Wäscheschrank. 

Keimfrei Wäsche waschen: Besonders bei feiner Unterwäsche, die nicht bei 60 Grad gewaschen werden darf, leisten ein paar Tropfen Teebaumöl mit ihrer desinfizierenden und keimtötenden Wirkung ganze Arbeit. 10 bis 15 Tropfen auf einen Waschlappen geben, der direkt mit in die Maschine gelegt wird und dann einfach wie gewohnt waschen. Das Waschprogramm sollte sofort gestartet werden, da das Öl sonst Flecken auf der Wäsche hinterlassen kann. 

Die heilende, beruhigende und desinfizierende Wirkung des Teebaumöls für Haut, Haar und Haushalt, macht es zu einem wahren Geschenk der Natur. Also nicht warten und nur Teetrinken, sondern die gesamte Urkraft des Teebaumes nutzen!