Erste Falten – Welche Anti-Aging-Tipps gibt es gegen Faltenbildung?

Inhaltsübersicht

Mit Mitte 20 kommen die ersten Fältchen, der natürliche Prozess der Hautalterung beginnt. Verhindern lässt sich das kaum. Wie stark das Alter zuschlägt, hängt mit unseren Genen, vor allem aber mit dem Lebensstil und unserer Hautpflege zusammen. 

Die Haut altert mit uns. Sie vergisst und verzeiht nichts. Und irgendwann, mit Mitte zwanzig oder auch erst Ende der Vierziger, stehen uns die Jahre dann buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Feine Linien um die Augen, Mund- und Stirnfalten halten Einzug. 

Komplett aufhalten können wir diesen natürlichen Alterungsprozess leider nicht. Es hilft aber, die Einflussfaktoren genau zu kennen und unseren Lebensstil und die tägliche Beauty-Routine sorgsam darauf abzustimmen. Denn auch beim Thema Schönheit gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Wir geben einen Überblick über die relevanten Faktoren, wie Gene, Umwelteinflüsse, Ernährung, Entspannung und die richtige Pflege.

Auch bei den ersten Falten gibt es gewisse Unterschiede

Wer der Meinung ist, dass alle Faltentypen gleich sind, was die Ursache und das Erscheinungsbild betreffen, irrt gewaltig. In der modernen Dermatologie wird zwischen drei verschiedenen Arten unterschieden: Es gibt dynamische Falten, statische Falten und aktinische Falten. 

Beginnen wir mit den dynamischen Falten: Hier handelt es sich um Hautalterungen, die aufgrund der Muskelbewegungen in unserem Gesicht entstehen. „Mimikfalten“ ist das gebräuchlichere Wort für diesen Faltentyp. Sie sind in erster Linie unseren Emotionen geschuldet. Zu diesem Faltentyp zählt die sogenannte Zornesfalte zwischen den Augen genauso wie die ersten Lachfältchen oder Krähenfüße um die Augen. Auch die Denkerfalte auf der Stirn gehört zu diesem Typus. 

Als „dynamisch“ werden diese Falten bezeichnet, weil sie anfangs nur bei entsprechender Muskelbewegung zu sehen sind und bei Entspannung wieder verschwinden. Mit den Jahren verfestigen sich diese Linien aber zu permanenten Begleitern.

Statische Falten entstehen unabhängig von der Mimik. Sie sind dauerhaft zu sehen und dem natürlichen Alterungsprozess unserer Haut geschuldet. Auch Umwelteinflüsse und der Lebenswandel haben einen großen Einfluss auf die Entstehung statischer Falten. Die ersten Fältchen dieser Art entstehen bereits mit Mitte 20. Ab einem Alter von Anfang 30 beschleunigt sich der Alterungsprozess merklich und die bis jetzt eher feinen Linien um die Augenpartie und den Mund werden tiefer. Zu den statischen Falten zählen auch die sogenannten Nasolabialfalten zwischen Nase und Mundwinkel sowie die Marionettenfalten vom Mundwinkel bis zum Unterkiefer. 

Aktinische Falten kennen wir alle als sogenannte „Knitterfalten“. Hier ist die Sonne der Haupt-Übeltäter. Aktinische Falten erscheinen als feine vertikal verlaufende Linien. Meist treten sie an Wangen, Lippen und um die Augen herum auf. Den besten Schutz vor aktinischen Falten bietet die konsequente Vermeidung von ungeschützten Sonnenbädern oder Besuchen im Solarium und eine Feuchtigkeitspflege mit einem hohen Lichtschutzfaktor.

Erste Falten – Biochemische Prozesse machen immer den Anfang

Vieles von dem, was der Mensch für seine Gesundheit und Schönheit braucht, produziert der Körper in Eigenregie. Dazu gehören Kollagen, Elastin, Hyaluronsäure und Proteine. All das hält unsere Haut prall und schön. Mit den Jahren nimmt die Produktion dieser natürlichen Frische-Booster allerdings merklich ab. Das Fettgewebe wird sukzessive weniger – die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung reduziert sich und die Zellerneuerung wird gehemmt. Erste Fältchen auf der Stirn, um die Augen und um den Mund sind dann die Folge. Aber was nun? Jetzt heißt es nachhelfen: mit der richtigen Ernährung und einer auf die Bedürfnisse der Haut abgestimmten Reinigung und Pflege.

Oxidativer Stress ist der größte Einflussfaktur für die ersten Falten

Ab einem Alter von circa 25 Jahren verzeiht unsere Haut nichts mehr und wird nachtragend. Alkohol und Nikotin aber auch das ein oder andere Sonnenbad hinterlassen nachhaltige Spuren in unserem Gesicht. Denn diese Sünden bedeuten oxidativen Stress für unsere Haut.

Bräune vergeht, die Falten bleiben – Die Sonne als Killer schöner und gesunder Haut

Möchte man die ersten Fältchen möglichst lange aufhalten, sollte die Sonne bereits in jungen Jahren nur in Maßen genossen werden. Experten sind sich einig, dass 80 Prozent der Falten die unmittelbare Folge von Sonneneinstrahlung sind. Besonders die längerwellige UV-A Strahlung dringt tief in die Haut ein und richtet dort großen irreparablen Schaden an. Trifft Sonnenlicht auf ungeschützte Haut, sind Falten immer die Konsequenz. Der Grund dafür ist, dass das UV-Licht die natürliche Kollagenproduktion hemmt, dafür aber die Produktion freier Radikale stark anregt. Freie Radikale schädigen die Zellen. Die Haut ist dann weniger elastisch. Falten und Linien haben leichtes Spiel. 

Wie so oft im Leben macht auch beim Thema Sonne die Menge den Unterschied. Tageszeit, Jahreszeit und der geographische Standort definieren die Dosis der schädlichen Strahlen. In der Mittagszeit und an heißen Hochsommertagen sollte die Sonne konsequent gemieden werden. Schützende Kleidung und eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor sind immer ein Muss. Und nicht zu vergessen: die Sonnenbrille. Diese sollte unser ständiger Begleiter sein – übrigens auch in hellen, geschlossenen Räumen. Wenn wir aufgrund von grellem Licht immer die Augen zusammenkneifen, folgt die Strafe in Form von Mimikfalten leider bald. 

Rauchen verursacht oxidativen Stress und lässt die Haut alt ausschauen

Rauchen ist für viele von uns eine Jugendsünde. Vor allem aber ist Rauchen ein Jugendräuber. Das Nikotin und die vielen verschiedenen Chemikalien der Zigarette schädigen das Kollagen und das Elastin der Haut. Ähnlich wie die schädlichen UV-Strahlen regt auch das Rauchen die Bildung der freien Radikale an. Die Gesundheit und die Elastizität der Haut werden beeinträchtigt. Eine weitere Begleiterscheinung des Rauches ist die Verengung der Blutgefäße. Die Haut wird wesentlich schlechter durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Ein fahler Teint und die frühzeitige Bildung von Falten sind die Folge. Der Verzicht auf den Glimmstängel ist also eine gute Investition in die eigene Schönheit und Gesundheit.

Auch Alkohol bedeutet oxidativen Stress pur – die Haut rächt sich mit Falten

Alkohol ist für unsere Haut mindestens genauso schädlich wie Nikotin. Auch er führt dazu, dass unsere natürlichen Antioxidantien rapide abnehmen und die Haut nur noch unzureichend vor freien Radikalen geschützt ist. Nebenbei verlangsamt Alkohol nicht nur unser Reaktionsvermögen, sondern auch die Regenerationsprozesse der Haut. Er entzieht der Haut Nährstoffe und Wasser. Auch das Bindegewebe wird nachhaltig in Mitleidenschaft gezogen. Auf eine ausgelassene durchfeierte Partynacht sollten also immer viele Tage der Abstinenz folgen. Detox lautet dann das Zauberwort.

Erste Gesichtsfalten – sind sie einmal da, sollte ganzheitlich gegengesteuert werden

Die ersten Falten kommen also auf jeden Fall. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Denn auch wenn wir schädliche Einflussfaktoren wie die Sonne, Alkohol und Zigaretten konsequent meiden, treffen sie früher oder später jeden. Dermatologen und Kosmetikindustrie sind heute bestens darauf vorbereitet. Ein jugendliches und gepflegtes Erscheinungsbild ist nicht nur eine Frage des Alters, sondern auch einer intelligenten Lebensweise und Pflege.

Der Mensch ist, was er isst – erste Falten mit der richtigen Ernährung gekonnt in Schach halten

Möchten wir unserer Haut etwas Gutes tun, sollte auf unserem Speiseplan immer eine gesunde Auswahl an Obst und Gemüse stehen. Aber auch Fisch, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte dürfen nicht fehlen. Denn diese Lebensmittel enthalten wertvolle Antioxidantien. Abgerundet wird eine gesunde Ernährung mit mindestens 1,5 Liter Wasser oder ungesüßtem Tee. Denn Feuchtigkeit von innen und von außen ist das A und O für einen strahlenden Teint.

Mit genügend Schlaf zu dauerhaft schöner Haut

Was die meisten unter uns nicht wissen, ist, dass es den größten Schönheitsbooster frei Haus gibt. Mit ausreichend – also mindestens acht Stunden – Schlaf tun wir unserer Haut den größten Liebesdienst. Andersherum ist Schlafmangel ein wahrer Schönheitskiller. Schlafen wir nicht ausreichend, kurbelt der Körper die Produktion des Stresshormons Cortisol an. Es hemmt die Bildung von Hyaluronsäure, die Feuchtigkeit bindet und unsere Haut straff und elastisch hält. Darüber hinaus läuft im Schlaf die Zellerneuerung auf Hochtouren, was Falten wiederum konsequent entgegenwirkt.

Sorgenfalten gibt es wirklich – Stress und Probleme sollten also weitestgehend vermieden werden

Stress und Sorgen gehören zu jedem Leben dazu. Sie hinterlassen aber ihre Spuren nicht nur auf unserer Seele, sondern auch in unserem Gesicht. Psyche und Haut stehen in einem permanenten Austausch. Das Sprichwort „die Haut ist der Seelenspiegel einer Frau“, kommt also nicht von ungefähr. Das Gehirn reagiert auf Stress, indem es verschiedene Hormone ausschüttet. Dies geht immer mit einer erhöhten Bildung freier Radikale Hand in Hand. Yoga, Achtsamkeitstraining und Meditationen helfen dem Gehirn dabei abzuschalten. In der Konsequenz wird die Produktion von Stresshormonen reduziert, der Herzschlag verringert sich und der Blutdruck sinkt in einen gesunden Bereich. Eine allgemeine Entspannung setzt ein, die Regeneration läuft. Die Haut dankt es uns mit einem entspannten und jugendlichen Erscheinungsbild.

Last but not least: die richtige Pflege zur Vorbeugung der ersten Falten

Viele Methoden für den Erhalt gesunder und schöner Haut gibt es frei Haus. Für einen gesunden Lebenswandel mit einer ausgewogenen Ernährung, ausreichend Nachtruhe und dem Ziel die Produktion der freien Radikale gering zu halten, können wir Tag für Tag eine Menge tun.

Darüber hinaus liefert die moderne Kosmetik einen wertvollen Beitrag zu Schönheit und Wohlbefinden. Diese sollte sorgsam auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Hauttypen abgestimmt sein. Trockene und empfindliche Haut benötigt selbstverständlich andere Streicheleinheiten als fettige oder Mischhaut. Was wir alle brauchen, ist eine Feuchtigkeitspflege mit einem integrierten Sonnenschutz. Darüber hinaus sollten hochkonzentrierte Antioxidantien enthalten sein.

Beim Kauf der Kosmetik sollte also auf die Inhaltsstoffe Vitamin C und E sowie auf Hyaluronsäure und das Enzym Q10 geachtet werden. Auch ein Peeling einmal pro Woche wirkt wahre Wunder. Dabei werden alte Hautschüppchen entfernt und die Bildung neuer Zellen angeregt. Ein klarer und ebenmäßiger Teint ist die Folge. In dieselbe Richtung geht auch die regelmäßige Anwendung einer Reinigungs- oder Feuchtigkeitsmaske. Dabei wird die Haut gründlich von Talg und Schmutz befreit, beziehungsweise mit wertvoller Feuchtigkeit versorgt.