Schweiß im Griff: Was tun gegen schwitzige Hände?

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Du hast mal wieder schwitzige Hände? Das steckt hinter dem unangenehm-feuchten Handgefühl – und noch wichtiger: So wirst Du es wieder los!

Eine tolle Veranstaltung steht an, ein lang geplanter Auftritt vielleicht oder eine Feier in größerem Rahmen mit Freunden und Bekannten. Du sollst bloß ein paar freundliche Worte sagen, etwas Smalltalk halten, ein paar Hände schütteln. Doch schlagartig steigt die Nervosität. Schon beim Gedanken daran treibt es Dir den Schweiß auf die Stirn – und die Hände werden feucht. 

Emotionale Ereignisse sind häufig der Auslöser für verstärktes Schwitzen. Doch das ist kein Grund zur Panik und niemand sollte sich deswegen schlecht fühlen. Denn das Gefühl, plötzlich übermäßig zu schwitzen, erleben die meisten Menschen irgendwann einmal. Mit kleinen Tricks oder schweißhemmenden kosmetischen Produkten lässt sich dieses Problem jedoch meist recht leicht beheben und fällt letztlich gar nicht weiter auf.

Falls doch, ist das Verständnis ohnehin groß, denn Lampenfieber und Aufregung gehören für die meisten Menschen zur Normalität, zumindest bei besonderen Anlässen. Werden wir jedoch dauerhaft von schwitzigen, feuchten Händen geplagt kann das zu einer echten Belastung werden und unsere Lebensqualität massiv einschränken. Was können wir dann gegen schwitzige Hände tun?

Auf Spurensuche: Was ist die Ursache für schwitzige Hände?

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Um die Auswirkungen, also das Schwitzen zu bekämpfen, müssen wir die Ursachen kennen und wissen, woher die schwitzigen Hände kommen. Betrachten wir die Sache einmal so, wie es der fiktive Meisterdetektiv Sherlock Holmes vermutlich getan hätte: Wir nehmen das Problem unter die Lupe. 

Natürlich ist die Lupe hier kein zufälliges Stichwort; denn unsere Schweißdrüsen sind wirklich klein. Im Schnitt haben sie nur einen Durchmesser von 0,4 Millimeter. Dafür befinden sich laut „stark-gegen-schwitzen.de“ allein an der Handinnenfläche um die 400 Drüsen pro Quadratzentimeter. Das ist auch im Vergleich zu anderen Körperregionen viel, denn gerade an den Innenseiten der Hände und an den Fußsohlen sitzen besonders viele der kleinen Drüsen. Sie sorgen für die lebensnotwendige Regulierung der Temperatur in unserem Körper – leisten also Schwerstarbeit, indem sie die Körpertemperatur in einem angenehmen Bereich halten und uns vor Überhitzung schützen. Zur Kühlung schütten sie den dringend benötigten Schweiß aus, so wie ein Ballonfahrer Ballast abwirft, um in die Luft zu steigen. 

Doch wie kommt es dann, dass einige Menschen kaum mit dem lästigen Schwitzen zu kämpfen haben, während andere dafür umso häufiger feuchte Hände bekommen; bis hin zum krankhaften Schwitzen, der Hyperhidrosis palmaris (Schweißhände). Leider ist diese Frage noch nicht abschließend geklärt. Doch es gilt als wahrscheinlich, dass eine genetische Veranlagung die wichtigste Ursache ist.

Zu den Verdächtigen gehören auch Arthritis, Bluthochdruck, Diabetes, Durchblutungsstörungen oder eine Schilddrüsenüberfunktion, in ganz seltenen Fällen zudem Tumorerkrankungen. All diese Erkrankungen sind Faktoren, die das Schwitzen begünstigen. Daher ist es ausgesprochen wichtig, dass Betroffene zunächst abklären lassen, ob sich eine dieser Krankheiten hinter dem verstärkten Schwitzen versteckt. Das gilt vor allem in Fällen, in denen das übermäßige Schwitzen plötzlich und unerwartet auftritt.

Hyperhidrosis – die Schwitzkrankheit

Wie belastend eine schwere Hyperhidrosis an den Händen sein kann, vermag sich niemand vorzustellen, der nicht selbst betroffen ist. Auch bei der Hyperhidrosis werden die Schweißattacken durch emotionale Ereignisse ausgelöst, wie „pharmazeutische-zeitung.de“ bestätigt. Teilweise fließt der Schweiß dabei so stark, dass er von den Händen tropft. Wie soll ein Date damit schön werden? Zum Tanzen zu gehen und Händchen zu halten – das sind alles emotionale Augenblicke, die für das eigene Wohlbefinden und die psychische Gesundheit eine große Rolle spielen. Auch im Job ist es kein Spaß, wenn die Hände so nass sind, dass der Schweiß sichtbare Spuren hinterlässt auf Tischen, an Gegenständen oder einem sogar das Papier an den Händen kleben bleibt. 

Für schwerste Fälle von Hyperhidrosis gibt es die Möglichkeit eine Behandlung mit dem Nervengift Botox durchführen zu lassen. Dabei sind wiederholte Injektionen in Arme und Unterarme erforderlich. Die Wirkung soll drei bis sechs Monate anhalten wie „uniklinik-freiburg.de“ schreibt. 

Als dauerhafte Lösung, könnte auch eine Operation, die sogenannte Sympathikotomie, in Frage kommen, bei der die im Brustkorb liegenden Abschnitte des sympathischen Nervenstrangs elektrochirurgisch behandelt werden. Das ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem laut „uniklinik-freiburg.de“ gerade bei einer starken Hyperhidrosis palmaris mit Erfolgschancen von bis 95 Prozent gerechnet werden kann. Trotz möglicher Schmerzen und den üblichen Risiken einer Operation zahlt sich der Aufwand für Betroffene also meist aus, zumal das extreme Schwitzen oft genug eine schwere seelische Belastung mit sich bringt, die bis zu Depressionen führen kann. Ein Teufelskreis, da eine solche Belastung wiederum mit einer erhöhten Schweißproduktion einhergeht. 

Ein gelassenerer Umgang mit dem Thema kann die Psyche so entlasten, dass die verhassten Schwitzattacken seltener ausgelöst werden. In vielen Fällen bringt daher auch eine Psychotherapie Linderung.

Schwitzige Hände – es gibt verschiedene Schweregrade

Grundsätzlich werden die Ausprägungen bei einer Hyperhidrosis in drei Schweregrade eingeteilt. Es gibt die leichte Form, die Grad 1 genannt wird. Das Schwitzen wird dabei oftmals gar nicht als krankhaft wahrgenommen. Zwar sind die Hände häufig schwitzig, aber wenn sich, wie gerade in der Covid-19 Pandemie, der Händedruck vermeiden lässt, fällt es schon fast nicht weiter auf. 

Bei Grad 2 handelt es sich um eine mittlere Ausprägung. Dabei bildet sich die Schweißnässe auf den Händen deutlich, auch Schweißperlen können entstehen. Das ist für die Betroffenen schon belastender. Mit vielen Vermeidungsstrategien werden Situationen umgangen, in denen die Schweißnässe auffallen könnte. 

Bei der stärksten Form, Grad 3, ist das Schwitzen so extrem, dass der Schweiß sogar von den Händen tropft. Die seelische Belastung ist verständlicherweise groß. Viele richten ihr ganzes Leben danach aus, wählen einen Beruf, in dem sie wenig Kontakt mit Menschen haben und im schlimmsten Fall, ziehen sie sich völlig zurück oder fallen in eine Depression. Bei einem so schweren Verlauf sollte der Gang zum Hautarzt nicht hinausgezögert werden. Es nicht peinlich, sich wegen schwitziger Hände von einem Arzt beraten zu lassen! Die Hyperhidrosis ist kein Einzelfall, Hautärzte kennen das Problem, haben Verständnis für den Leidensdruck und entwickeln einen auf den Patienten abgestimmten Behandlungsplan.

Hausmittel gegen schwitzige Hände – was die Oma noch wusste

Vor allem wenn die Schwitzattacken nicht so extrem sind, dann können wir sie ganz gut mit einigen kleinen Tricks, die unsere Oma schon kannte, in den Griff bekommen. 

Salbei ist eine der ältesten heimischen Heilpflanzen. Und der wohltuende Salbei-Tee ist nicht nur zum Trinken gut! Durch seine schleimlösende und adstringierende Wirkung löst Salbei den Schleim aus den Bronchien, zieht die Haut zusammen und trocknet sie aus. Und genau diese Wirkung sollen auch Handbäder mit Salbei-Tee hervorrufen. Der Sud kann helfen, die Haut auszutrocknen und den Schweißfluss zu stoppen. Einfach die Hände täglich in abgekühltem Salbeitee baden, eine Linderung sollte schon nach kurzer Zeit zu spüren sein. 

Auch das Einreiben der Hände mit einigen Tropfen vom Franzbranntwein kann helfen. Alkohol entzieht der Haut Wasser und das ist im Falle der schwitzigen Hände genau das, was wir erreichen wollen. Allerdings mag nicht jeder den speziellen Geruch, der den Händen nach dem Einreiben mit Franzbranntwein anhaftet. 

Der Verzicht auf scharfe und schweißtreibende Lebens- und Genussmittel, wie zum Beispiel stark gewürzte Gerichte oder Kaffee und Glühwein, kann die Schweißproduktion insgesamt verringern.

Eine schnelle Notlösung sind auch Talkum- oder Babypuder. Der Puder wird auf die Hände aufgebracht und leicht eingeklopft. Leider ist das allerdings nur eine temporäre Lösung, denn sobald der Puder durchfeuchtet ist, verpufft der trocknende Effekt.

Jetzt wird es frisch – Deo für die Hände

Es gibt für die Hände auch spezielle Antitranspirante, die unter anderem Aluminiumsalze beinhalten. Wenn sie regelmäßig angewendet werden, können sie das Schwitzen eindämmen und die Hände trockener halten. Es gibt diese Antitranspirante zum Beispiel in Form von Cremes oder Lotion. Ein Auftragen auf verletzter Haut soll bei diesen Produkten aber vermieden werden.

Ein praktisches „Mitnehmsel“ sind Tücher mit einer schweißhemmenden Wirkung. Sie sind perfekt für unterwegs, denn sie finden in jeder Jacken- oder Hosentasche Platz. Obendrein haben sie den Vorteil, dass man mit ihnen recht unauffällig agieren kann. Hände abgewischt, wie mit einem Erfrischungstuch nach dem Genuss von leckerem Fingerfood, kurz trocknen lassen – fertig! 

Auch in Form von Sprays kommen die Antitranspirante zur Anwendung – eine schnelle, praktische Lösung, mit der die Hände ebenfalls trockener bleiben sollen. Und auch das Spray eignet sich ausgezeichnet für unterwegs.

Iontophorese – Behandlung auf elektrischer Basis

Bei der sogenannten Iontophorese wird eine Behandlung auf elektrischer Basis mit einem speziellen Verfahren durchgeführt. Der minimale Stromdurchfluss, der ungefährlich für den Menschen ist, soll eine Störung des Schweißdrüsengangs hervorrufen und so Abhilfe bei starkem Schwitzen schaffen.

Medikamente gegen Schweiß

Medikamente gegen verstärkte Schweißbildung basieren häufig auf pflanzlichen Produkten, wie zum Beispiel Salbei oder Rosmarinsäure. Auch wenn diese Produkte nicht explizit auf die Hände abgestimmt sind, können sie, in Extrakten oder Tablettenform, bei einer täglichen Einnahme auch gegen den Handschweiß eine gewisse Abhilfe schaffen. Hausärzte und Dermatologen können hier wertvolle Ratschläge für die individuelle Anwendung geben.

Emotionale Festigung

Mit Yoga, autogenem Training oder anderen Entspannungsübungen kann die Angst vor dem Schwitzen ihren Schrecken ein wenig verlieren. Die Scham über die schwitzigen Händen, die verständnislosen Blicke und die vermeintliche Ablehnung, verstärkt die emotionale Erregung und damit auch den unerwünschten Effekt des Schwitzens nur noch mehr. Innere Ruhe und Ausgeglichenheit können da sehr hilfreich sein. Wenn der Mensch insgesamt entspannter wird, führt das meist dazu, dass die Schwitzattacken seltener auftreten.

Auch wenn sich nicht in jedem Fall eine sofortige oder dauerhafte Lösung finden lässt, lohnt es sich doch, die verschiedenen Tipps und Kosmetikprodukte gegen schwitzige Hände auszuprobieren. Denn wenn wir unsere Hände wieder im Griff haben, gewinnen wir auch unsere Lebensfreude zurück. Und darauf kommt es schließlich an!