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Trockene Beine: Wenn die Schienbeine jucken

Inhaltsübersicht

Stark strapaziert und selten beachtet – trockene Beine brauchen die richtige Pflege! Was können wir tun, damit die Haut nicht auf dem Trockenen sitzt?

Unsere Beine sind stark, fleißig und schön, doch leider werden sie von uns selbst oft zu wenig beachtet. Schon im Sommer vergessen wir oft, die Haut an den Beinen ausreichend zu pflegen. Während wir unser Gesicht, die Arme und die Hände mit allerlei Pflegeprodukte verwöhnen – und sie natürlich auch mit dem richtigen Sonnenschutzfaktor bedenken – bekommen die Beine oft nichts ab. 

Besonders trockene Beine machen in der kalten Jahreszeit vielen Menschen zu schaffen und wird auch nicht gerade optimal versorgt. Im Winter steckt sie die ganze Zeit in dicken Hosen, kratzigen Strumpfhosen oder reibt sich auf unter den straffen Gummizügen von Socken und Kniestrümpfen, deren Abdrücke noch Stunden später auf der Haut über unseren dünnhäutigen Schienbeinen zu sehen sind. Aber wenn die trockenen Beine, durch Rasieren und Epilieren noch zusätzlich belastet, dann empfindlich reagieren, spannen, schuppig werden und die Schienbeine jucken, ist es wirklich höchste Zeit für die richtige Hautpflege. 

Die Haut – ein Wunderwerk der Natur

Menschliche Haut (griechisch: Derma) ist ein Organ, und zwar das größte Organ des menschlichen Körpers. Durchschnittlich hat die Haut bei einem erwachsenen Menschen eine Fläche von bis zu zwei Quadratmetern. Sie umhüllt unseren Körper und schützt ihn vor schädlichen Umwelteinflüssen, vor Krankheitserregern und Giftstoffen. Unsere Haut hält unsere Körpertemperatur in einem angenehmen Bereich, damit wir nicht Überhitzen und sorgt mit den unter der Haut angelegten Fettdepots dafür, dass wir nicht frieren. Sogar auf viele Krankheiten anderer Organe reagiert unsere Haut sensibel und zeigt häufig an, wenn etwas nicht stimmt im Körper. Sie wird blass, fahl, bläulich, rötet sich oder bekommt einen gelblichen Stich. So gibt sie uns ein offensichtliches Alarmsignal, damit wir merken, wenn etwas nicht stimmt. 

Mit der Trockenheit zeigt die Haut uns einen Mangel an Feuchtigkeit an. Normalerweise sorgen die Talgdrüsen dafür, dass unsere Haut zart und geschmeidig bleibt. Doch bei größerer Belastung, wie zum Beispiel Hitze, Kälte oder andauernden Reizen durch reibenden Stoff, braucht die Haut dringend unsere Unterstützung, um nicht auszutrocknen. Sie braucht jetzt die richtige Pflege. 

Trockene Beine? Unsere Haut hat die richtige Pflege verdient

Die Haut an unseren Beinen ist sehr strapazierfähig und hält lange aus, bevor sie sich mit deutlichen Alarmsignalen meldet. Wer klug ist, reagiert daher früh, denn nur so lassen sich dauerhafte Hautirritationen verhindern. Der individuelle Hauttyp spielt natürlich eine wichtige Rolle, denn manche Menschen neigen eher zu trockener Haut als andere.

Sollte unsere Haut einen gelben Ton annehmen oder sich bläulich verfärben, sollte unser nächster Weg zum Hausarzt führen! Doch auch wenn die Haut plötzlich spröde und trocken wird, ist das ein Hilfeschrei. Erste Rötungen oder Spannungen sollten wir daher ernstnehmen und den Beinen trotz Alltagsstress, Ärger im Job und viel Familientrubel schnell die richtige Pflege angedeihen lassen. Wer wartet, bis beim Ausziehen die Hautschuppen rieseln oder die trockene Haut an den Schienbeinen stark juckt, tut sich selbst keinen Gefallen. 

Winterpflege für trockene Beine – warum ist sie doppelt wichtig?

Gerade in der Winterzeit brauchen trockene Beine besonders viel Pflege mit feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Produkten. Durch die Kälte, die hautunfreundliche Heizungsluft und die langen Hosen, die im Winter ständig getragen werden, trocknet die Haut an den Beinen stark aus. Besonders belastet ist sie an den Schienbeinen und Knöcheln. Hier sind keine Fettdepots unterlegt und es gibt kaum Möglichkeiten, Wasser zu speichern. Daher fängt die Haut dort als erstes an zu schuppen und zu jucken. 

Was dann passiert ist vorhersehbar: Wir kratzen. Das verschlimmert die Sache allerdings nur. Die Haut wird rissig oder es bilden sich an den Knöcheln und Knien dunkle Stellen, die langsam verhornen. Wenn die Haut erst einmal verhornt ist, wird es doppelt schwierig, sie wieder glatt und geschmeidig zu bekommen. Außerdem birgt gerade rissige und verletzte Haut das Risiko von ernsthaften Erkrankungen. Durch die hervorragend schützende Hautbarriere können im gesunden Normalfall keine Erreger in unseren Körper vordringen. Doch Risse in der Haut oder aufgekratzte Stellen, öffnen Keimen, Viren und Bakterien Tür und Tor. Diese Wunden können sich entzünden und im schlimmsten Fall bleiben offene Wunden oder Narben zurück. Es ist ein Szenario, das es unbedingt mit Pflegetipps zu verhindern gilt.

Schnelle Hilfe für trockene Beine und juckende, schuppende Schienbeine

Wenn die Haut an den Beinen schon sehr trocken ist, schuppt und stark juckt, brauchen wir erst einmal schnelle Hilfe zur Entlastung und Entspannung der Haut. Wie können wir schnell eine spürbare Erleichterung erreichen?

Pures Öl

Was die Haut jetzt braucht, ist Fett satt. Reines Öl hat das zu bieten. Einfach die Beine mit ein wenig Öl sanft einreiben und einziehen lassen. Ausgezeichnet eignen sich dafür Oliven- oder Mandelöl. Laut „apotheken-umschau.de“ ist Mandelöl besonders gut verträglich, es ist reich an Vitaminen und die enthaltenen Fettsäuren stärken die geschwächte Barriere-Funktion der Haut. Wem pures Öl zu flüssig ist, der kann auf eine ganze Palette an Pflegeprodukte mit cremiger Konsistenz und Mandelöl als Inhaltsstoff zurückgreifen. Auch ein Bad auf Mandelölbasis kann eine erste Erleichterung verschaffen. 

Doppelt hält besser

In der Zeit, in der die trockenen Beine noch extrem schuppen oder jucken, ist es sinnvoll sie zweimal am Tag mit einer guten Feuchtigkeitscreme einzucremen. Morgens und abends – das kostet nicht viel Zeit und die Haut profitiert lange davon – zum Beispiel mit Produkten, die Kamille oder Urea enthalten. Sie sind sanft zur Haut und stark gegen den Juckreiz. 

Haare auch mal stehen lassen

Verzichte bei Hautproblemen möglichst für einige Wochen auf das Rasieren oder Epilieren der Beine. Es irritiert die trockene Haut mehr als die normal entspannte Haut und kann zu einer stärkeren Schuppenbildung führen. Wenn die Haarentfernung auf den trockenen Beinen unvermeidbar ist, solltest Du beim Rasieren zu einem sanften Rasierschaum greifen und die Beine hinterher mit einer leichten Pflegecreme gut einzucremen. 

Sanfte Peelings zwei Mal pro Woche

Auch wenn es sich im ersten Moment widersprüchlich anhört, ein sanftes Peeling tut der schuppenden Haut gut. Die alten Hautschuppen werden abgelöst, die Haut wird sauber und kann atmen. Wenn Du ein Öl-Peeling benutzt, hast Du damit gleich den praktischen Two-in-One-Effekt, denn die Haut wird damit nicht nur sauber, sondern auch gleich mit Fett versorgt. Das macht sie geschmeidig und widerstandsfähiger.

Solche Peelings kannst Du sogar selbst schnell mal in der Küche herstellen, zum Beispiel indem Du gemahlenen Kaffee oder Zucker oder Meersalz mit reinem Olivenöl oder auch Mandelöl vermischt. Natürlich gibt es auch zahlreiche fertige Peelings zu kaufen, wenn Du keine Lust oder Zeit hast, selbst ein Peeling zu mischen. 

Wenn Deine Haut trotz aller Pflege-Hilfsmaßnahmen weiterhin unangenehm juckt und schuppt, ist auch hier der Gang zum Hautarzt unvermeidlich. Manchmal versteckt sich hinter dem Juckreiz eine bisher unerkannte Hautkrankheit, die behandelt werden sollte. Neurodermitis kann man leider in jedem Alter noch bekommen. Auch ein Ekzem kann die Ursache für Juckreiz und trockene Haut sein, gerade an den Beinen fällt das lange nicht auf. 

Pflegeroutine zur Vorbeugung gegen trockene Beine

Um zu vermeiden, dass es schnell wieder zu trockenen Beinen mit juckendender Haut kommt, ist es sinnvoll, sich eine kleine Pflegeroutine anzugewöhnen. Lieber öfter gepflegt, als einmal langwierig geheilt. Hier sind einige Tipps für Deine Pflegeroutine: 

Wasser trinken

Wer nicht kratzen will, muss trinken! Wasser zu trinken hilft der Haut nachweislich, ihren Flüssigkeitshaushalt aufzubessern. Laut „medizinarium.de“ reicht schon ein halber Liter Wasser am Tag aus, um eine Wirkung zu erzielen. Empfohlen werden von den meisten Ernährungswissenschaftlern rund zwei Liter täglich, nicht nur im Sommer. Der positive Effekt auf die Haut setzt schon zehn Minuten nach dem Zeitpunkt ein, zu dem das Wasser getrunken wurde. Die Haut wird jetzt besser durchblutet und mit mehr Sauerstoff versorgt, so dass der Hautstoffwechsel angekurbelt wird.

Gesunde Ernährung – und Schokolade

Auch die Ernährung spielt eine Rolle dabei, die Haut gesund und zart zu halten. Viel Obst und Gemüse gibt ihr die notwendigen Vitamine und Mineralstoffe, die sie braucht. Der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren der Avocado zum Beispiel ist bekanntermaßen gut für die Haut und hält sie elastisch. 

Dass eine gesunde, ausgewogene Ernährung für die Haut gut ist, wird für die meisten von uns keine besondere Neuigkeit sein. Aber unser nächster Haut Fact ist eine echte Überraschung und eine tolle Nachricht für alle Naschkatzen: Wer hätte gedacht, dass wir mit Schokolade unserer Haut etwas Gutes tun? Wie „eatsmarter.de“ schreibt, beeinflusst der regelmäßige Verzehr von Zartbitterschokolade die Haut positiv und macht sie weniger empfindlich gegen schädliche Einflüsse.

Regelmäßig cremen

Das regelmäßige Eincremen sollte auch beibehalten werden, wenn die Haut an den Beinen nicht mehr ausgetrocknet ist. Doch zur Vorbeugung reicht es, die Beine einmal am Tag einzucremen. Auch sind einfache Feuchtigkeitscremes nun ausreichend, solange die Haut nicht mit einem spannenden Gefühl reagiert. 

Bei besonderer Belastung zusätzliche Fettcreme oder Öl

An Tagen, an denen die Haut einer besonderen Belastung aussetzt wird, zum Beispiel nach einem ausgiebigen Bad oder auch nach dem Schwimmen in Chlorwasser, solltest Du ihr eine Extraportion Fettcreme oder Öl gönnen. 

Peeling einmal die Woche

Auch zur Vorbeugung sind sanfte Peelings eine gute Idee. Durch ihre reinigenden und massierenden Eigenschaften tun sie der Haut an den Beinen auch gut, wenn diese gerade nicht extrem trocken ist. Dann reicht es, wenn Du Deinen Beinen einmal in der Woche ein Peeling gönnst. 

Es lohnt sich, die Beine schon zu pflegen, bevor die Haut sich mit Trockenheit und juckenden Schienbeinen dagegen wehrt, vernachlässigt zu werden. Denn nur in einer gesunden Haut fühlen wir uns rundherum wohl. Und dieses Gefühl strahlen wir dann auch aus!

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