Sommersprossen: Das musst Du zu den Pigmentflecken wissen

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Von der richtigen Pflege bis zu künstlichen Henna-Freckles: Wir erklären, wie Du Sommersprossen bekommst.

Pünktlich mit den Sommermonaten kommen sie wieder: die Sommersprossen. Aber worum handelt es sich bei den braunen Pünktchen überhaupt? Und lassen sie sich auch künstlich zaubern? Wir erklären Dir das Wichtigste zu Sommersprossen.

Was sind überhaupt Sommersprossen?

Sommersprossen sind kleine Pigmentflecken, die durch UV-Strahlen hervorgerufen werden. Eine Sommersprosse ist eine Form von Hyperpigmentierung. Sie gehören deswegen vor allem in die warmen Monate und treten an Stellen auf, die viel Sonne abbekommen – etwa auf der Nase und den Wangen. Sie können an Erwachsenen aber auch an den Kinder auftauchen. Grund dafür ist ein lokaler Überschuss an Melanin. Der Farbstoff, der etwa die Farbe von Haaren und Augen beeinflusst, ist auch für den Ton von sommerlich gebräunter Haut verantwortlich. Wenn die Melanozyten zu viel davon produzieren, entstehen Sommersprossen. Da die UV-Strahlen für die Bildung der Sommersprossen so entscheidend sind, verblassen die Flecken in Herbst und Winter meist wieder.

Warum die sympathischen Hautflecken bei einigen Menschen auftreten und bei anderen nicht, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Viele fragen sich ob die Sommersprossen mit der Genetik oder dem Hauttyp was zu tuen haben. Fest steht aber, dass die genetische Veranlagung eine große Rolle spielt. Sommersprossen kommen besonders häufig bei hellen Hauttypen vor – oft in Kombination mit blonden oder roten Haaren. Forscher gehen davon aus, dass das Gen MC1R bei der Entstehung von Sommersprossen eine Rolle spiele könnte. MC1R ist auch für rote Haare verantwortlich. 

Außerdem gut zu wissen: Die Anlage für Sommersprossen bildet sich mit dem Alter oft zurück. In Deiner zweiten Lebenshälfte kommen sie also deutlich seltener vor. Sommersprossen sind zwischen den Geschlechtern außerdem ungleich verteilt. Wie beispielsweise Wissenschaftler der Krakauer Jagiellonen-Universität gezeigt haben, treten Sommersprossen bei Frauen häufiger auf als bei Männern.    

So solltest Du Deine Sommersprossen-Haut pflegen

Sommersprossen sind gesundheitlich vollkommen unbedenklich. Als Indikator für eine sehr lichtsensible Haut solltest Du sie aber trotzdem nicht verkennen. Für die negativen Effekte von UV-Strahlung – angefangen beim Sonnenbrand, verfrühter Hautalterung und schließlich sogar Hautkrebs – ist „Sommersprossen-Haut“ besonders anfällig. Deswegen ist der Sonnenschutz besonders wichtig. Und das gilt nicht nur in den warmen Monaten, denn selbst wenn die Temperatur runtergeht, können UV-Strahlen immer noch schaden. Deswegen empfiehlt sich eine Tagespflege, die ganzjährig mit einem integrierten Lichtschutzfaktor ausgestattet ist. Sonnen empfehlt sich in diesem Fall nicht. Die Sonnenstrahlen können die Melaninbildung fordern.

Aber auch andere Möglichkeiten des Sonnenschutzes solltest Du nicht vernachlässigen. Ein Sonnenhut mit extra breiter Krempe gehört zwischen Juni und August im besten Falle zu Deiner Grundausstattung. Außerdem kann es nicht schaden, hin und wieder Schutz im Schatten zu suchen.   

Das hilft gegen Sommersprossen

Nur weil Du zu Sommersprossen neigst, bedeutet das nicht, dass Du die Pigmentflecken auch wirklich als Verzierung empfindest. Mit verschiedenen Tricks lässt sich die Intensität der Sommersprossen reduzieren. Weil der Auslöser UV-Strahlen sind, ist ein guter UV-Schutz hierbei das beste Mittel. Im Sommer kann ein hoher Lichtschutzfaktor von 50 die Bildung neuer Sprossen verhindern. Außerdem führt die verringerte UV-Einwirkung auch dazu, dass schon vorhandene Pigmentflecken verblassen.

Aber auch die professionelle Unterstützung von einem Dermatologen ist möglich. Durch eine Lasertherapie oder bestimmte chemische Peelings können Sommersprossen verschwinden. Die Methode hat aber einen Nachteil – neue Sommersprossen sind nach wie vor möglich. 

Von vornherein abzuraten ist von Bleichcreme. Auch wenn es vor allem auf dem außer-europäischen Markt Produkte gibt, die Pigmentflecken so entfernen sollen, ist Vorsicht geboten. Oft sind diese Mittel nicht nach europäischen Standards geprüft. Das Risiko von Hautreizungen ist also immer vorhanden.

Deutlich ungefährlicher ist es im Vergleich dazu, die Sommersprossen einfach mit Make-up abzudecken. Schon eine BB-Creme, die gleichzeitig als Tagespflege dient, reicht gegen die Flecken aus. In der Medizin gibt es tatsächlich nichts gegen den Sommersprossen.

Sommersprossen bekommen? Dieser einfache Trick hilft

Zumindest künstliche Sommersprossen lassen sich im Handumdrehen zaubern. Mit der sogenannten Freckling-Technik kannst Du die Pigmentflecken ganz einfach aufmalen. In der Drogerie gibt es extra für diesen Zweck entwickelte Freckle-Pencils, aber auch ein Augenbrauenstift oder ein hellbrauner Kajalstift können Dir schon helfen. 

Bevor Du loslegst, solltest Du den Stift wenn nötig noch einmal anspitzen. Je feiner die Mine ist, desto kleiner (und auch natürlicher) wird im Anschluss das Ergebnis. Danach musst Du den Stift nur ganz leicht aufsetzen und solange drehen, bis ein sommersprossen-großer Punkt entsteht. Diesen Vorgang darfst Du nun so oft wiederholen, bis sich in Deinem Gesicht die gewünschte Dichte an Sommersprossen finden. Damit das Ergebnis wirklich natürlich wirkt, solltest Du die künstlichen Pünktchen vor allem auf Wange, Stirn und Nasenrücken verteilen – eben dort, wo Sommersprossen auch auf natürliche Art entstehen würden.

So zauberst Du Dir „semi-permanente“ Sommersprossen

Wenn Du statt Kajalstift und Co. Henna verwendest, halten sich Deine Sommersprossen sogar zwei bis drei Wochen. Wieder ist die Drogerie die richtige Anlaufstelle für Paste und Applikator. Du solltest darauf achten, Henna in einem rot-braun Ton zu kaufen, bei der keine künstlichen Farbstoffe zugesetzt sind. Ansonsten wirkt das Ergebnis schnell zu stark und unecht. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann es sich außerdem lohnen, die Henna vorher beispielsweise auf Deinem Arm zu testen. Du bekommst einen Eindruck von der Farbe und kannst Hautreizungen ausschließen. 

Vor dem Auftragen der Sommersprossen solltest Du Deine Gesichtshaut noch einmal gründlich reinigen. Dann tupfst Du mit dem Applikator die kleinen Flecken in Dein Gesicht. Nachdem die Henna für ein bis zwei Stunden eingewirkt ist, kannst Du die getrocknete Paste ganz einfach abbürsten. Fertig sind Deine neuen, wundervollen Sommersprossen!