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Enthaarungscreme: Das sind die Vor- und Nachteile

Inhaltsübersicht

Um sich nicht ständig rasieren zu müssen, greifen viele Frauen zu einer Enthaarungscreme. Welche Vor- und Nachteile bringt das mit sich? In diesem Artikel sprechen wir darüber und welche andere Enthaarungsmethode es außerdem gibt.

Die Entfernung überflüssiger Körperbehaarung gehört für die meisten von uns zur täglichen Beauty-Routine für eine seidige, glatte Haut. Doch nicht jede Frau hat Lust, täglich zum Rasierer zu greifen, um die Härchen an den Beinen, unter den Achseln und im Intimbereich zu beseitigen. Ein Enthaarungsmittel scheint da eine gute Alternative zu sein. Doch welche Vorteile bietet die Behandlung im Vergleich zur klassischen Rasur?

So funktioniert Enthaarungscreme

Auch wenn Du Dich für Enthaarungscreme entscheidest, kommst Du um eine regelmäßige Verwendung des Produkts nicht herum. Das Mittel rückt nämlich nicht der Haarwurzel zu Leibe. Deshalb wachsen die Haare auch immer wieder nach. Enthaarungscreme spaltet lediglich die Peptidbindungen und Disulfidbrücken des Haarkeratins auf. Dadurch löst sich das außerhalb der Haut liegende Haar nach einer Einwirkzeit von etwa drei bis zwölf Minuten auf. Die Enthaarungscreme mit den aufgelösten Haaren kann dann einfach mit einem Spatel entfernt werden. 

Das sind die Vorteile von Enthaarungscreme

Selbst wenn wir mit dem Rasierer noch so vorsichtig zu Werke gehen, sind doch immer äußerst scharfe Klingen im Einsatz, mit denen wir die Haut nicht nur reizen, sondern schlimmstenfalls sogar verletzten können. Zudem werden wir mit dem Rasierer nur dann ein so samtweiches Ergebnis wie mit der Enthaarungscreme erreichen, wenn wir schwierig zugängliche Bereiche gleich mehrfach rasieren. Die Folge: Es drohen Hautirritationen bis hin zum gefürchteten Rasurbrand. 

Ein weiterer Vorteil der Enthaarungscreme: In der Regel sorgt sie für ein deutlich länger anhaltendes Ergebnis. Während wir beim Rasieren oft schon nach zwei Tagen erneut Hand anlegen müssen, um den Stoppeln zu Leibe zu rücken, können wir uns bei einer Enthaarungscreme bis zu zehn Tage an samtig-weicher Haut erfreuen. Viel spricht also dafür, voll auf eine Enthaarung mit der Creme zu setzen. Doch es gibt auch gewichtige Gegengründe. 

Diese Nachteile haben Enthaarungscremes

Wie bereits erwähnt, ist die Enthaarungscreme in der Lage, die Keratinstruktur der Haare aufzulösen und so die Härchen an der Oberfläche vollständig zu beseitigen. Enthaarungscreme ist also ein hochwirksames Produkt, das aber gerade bei empfindlicher Haut auch zu Reizungen und Rötungen führen kann. Vor der ersten Anwendung solltest Du das Mittel daher zunächst an einer kleinen und unauffälligen Stelle Deiner Haut testen. Nur so kannst Du garantieren, dass Du nicht allergisch darauf reagierst. Auf Nummer sicher gehst Du, wenn Du nach dem Test 24 Stunden wartest. Wenn Deine Haut bis dahin nicht reagiert hat, kannst Du die Enthaarungscreme in der Regel mit gutem Gewissen verwenden. 

Sollte sich eine allergische Reaktion einstellen, kannst Du nach einem anderen Produkt Ausschau halten. Es gibt besonders schonende Enthaarungscremes, die zum Beispiel Aloe Vera enthalten und oft auch für empfindliche Haut geeignet sind. 

Besonders heikel wird es, wenn Du die Enthaarungscreme im Intimbereich einsetzt. Auf keinen Fall sollte das Produkt mit den empfindlichen Schleimhäuten in Verbindung kommen. 

So pflegst Du Deine Haut nach der Verwendung von Enthaarungscreme

Die Enthaarungscreme sorgt zwar in der Regel für ein perfektes Ergebnis, kann unserer Haut aber auch ganz schön zusetzen. Deshalb ist es nötig, sie nach der Anwendung richtig zu verwöhnen. Natürlich ist es unerlässlich, die Enthaarungscreme sorgfältig mit Wasser abzuspülen. Im Anschluss wird die Haut vorsichtig getrocknet und mit einer milden Feuchtigkeitscreme gepflegt. Mild ist hier das Zauberwort. Um parfümierte Produkte, die die Haut noch zusätzlich reizen könnten, solltest Du einen weiten Bogen machen. 

Wenn Du die Enthaarungscreme im Gesicht verwendet hast, gibt es noch ein weiteres Tabu. Auf Make-up solltest Du für mindestens 24 Stunden verzichten. Und wenn Du Dich unter den Achseln enthaart hast, sind Deodorants, die Alkohol enthalten, ein absolutes No-Go. 

Wenn Du Deiner Haut einen Extraschub an Pflege gönnen möchtest, kannst Du 24 Stunden nach der Enthaarung die betreffenden Stellen mit einem sanften Peeling verwöhnen, bei dem Du einen Luffa-Schwamm verwendest. Die Haut wird mit dem feuchten Schwamm gründlich massiert. Das sorgt nicht nur für bessere Durchblutung, sondern entfernt auch abgestorbene Hautschuppen aus dem Wachstumskanal der Haare. So vermeidest Du, dass die nachwachsenden Haare einwachsen.

Diese Methoden sind noch zur Haarentfernung geeignet

Die klassische Nassrasur und die Verwendung von Enthaarungscreme sind nur zwei Varianten, um der lästigen Körperbehaarung zu Leibe zu rücken. Es gibt noch weitere Möglichkeiten.

Epilieren

Beim Epilieren verwendest Du ein spezielles Gerät, dass mittels rotierender Pinzetten die Härchen an der Wurzel ausreißt. Bis zu vier Wochen hast Du nach der Anwendung Ruhe, bevor der Epilierer erneut zur leicht schmerzhaften Anwendung kommen muss.

Waxing oder Zuckerpasten

Noch schmerzhafter ist das Waxing, bei dem Wachsstreifen auf die Haut gelegt werden. Die Streifen werden anschließend entgegen der Wuchsrichtung der Haare von der Haut abgezogen. Auch hier kannst Du für vier bis sechs Wochen auf eine erneute Behandlung verzichten. Bei Zuckerpasten werden die Haare stattdessen mit der Wuchsrichtung ausgerissen. Das Prozedere ist dadurch nicht weniger schmerzhaft, allerdings ist diese Methode für sensible Haut wesentlich besser geeignet, da sie weniger aggressiv zur Haut ist.

Laser

Eine dauerhafte Haarentfernung, die auch Jahre halten kann, wird von Experten mit dem Laser durchgeführt. Allerdings ist solch eine Behandlung kostenintensiv und kann durchaus mal in den Bereich von 1.000 Euro gehen. 

Fazit

Wie Du siehst gibt es verschiedene Angebote, wenn es um das Thema Haarentfernung im Allgemeinen geht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Enthaarungscreme für sensible Haut weniger eignet. Probiere die Creme immer erst an einer kleinen Stelle aus bevor Du ganze Körperregionen in Angriff nimmst.

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