Ausschlag, rote Punkte und Pickel nach Waxing– es geht auch anders

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Wer es glatt und haarlos mag, und sich für das Waxing entscheidet, kann viel für die so strapazierten Hautpartien tun. Damit werden Rötungen, Ausschläge und Pickel nach dem Waxing vermieden oder können schneller abklingen.

Ob mit Zuckerlösung – Brazilian Waxing – oder anderen professionellen Kalt- und Warm-Wachsen: Direkt nach dem Waxing oder Wachsen entstehen bei vielen Menschen in den behandelten Bereichen kleine Rötungen, Pickelchen oder Ausschlag. Kein Wunder, denn bei dieser Prozedur werden sowohl Haut als auch Haare stark strapaziert. Schließlich werden unsere Körperhaare beim Waxing aus ihrer Wurzel gerissen. Bist du bereit die Seite zu wechseln und mit dem Waxing anzufangen?

Waxing: die perfekte Vorbereitung; Tipps und Tricks

Ungefähr ein halber Zentimeter Haarlänge ist perfekt fürs Waxing. Dann bleiben die Härchen im Wachs haften und können somit auch gut entfernt werden. Längere Härchen können vor dem Waxing gut mit einer Schere gekürzt werden. 

Die letzte Rasur sollte etwa zwei Wochen zurückliegen und die Haut vor dem Waxing sorgfältig und gründlich gereinigt werden. Peeling Artikel eignen sich besonders, um abgestorbene Hautschüppchen und Reste von Pflegeprodukten zu entfernen. Eingewachsene Haare werden dabei ebenfalls freigelegt und so eine möglichst gleichmäßige Hautoberfläche gewährleistet. Diese sollte vor dem Waxing trocken und völlig fettfrei sein. Deshalb unbedingt gut abtrocknen und keine Pflegeprodukte wie Öle oder Lotionen mehr auftragen.

Was passiert beim Waxing?

Der Prozess des Waxings ist für Haut und Haar mit Stress verbunden. Bei vielen Menschen rötet sich der Hautbereich unmittelbar nach der Behandlung die Haut und es kommt zur Entstehung kleiner, rote Pünktchen, Ausschlag oder gar mit Flüssigkeit und Eiter gefüllte Bläschen. Was ist passiert? Die Haarfollikel im behandelten Bereich haben sich mit Bakterien infiziert. Die Folge ist dann eine Follikulitis oder Haarbalgentzündung. 

Dieses entzündliche Geschehen ist in der Regel ungefährlich und muss nicht unbedingt behandelt werden, sollte aber nach einigen Tagen wieder abklingen. Wenn dann jedoch kleine Hautunebenheiten auftauchen, sind dies eingewachsene Haare, die, wie der Name schon sagt, statt nach außen nach innen wachsen und so für kleine Hubbel und Verdickungen sorgen. 

Je kräftiger und lockiger Deine Haare sind, umso größer ist leider die Wahrscheinlichkeit, dass Du unter eingewachsenen Haaren leidest. Übrigens kann eine regelmäßige, gründliche Reinigung mit Peelings eingewachsene Haare befreien und einer Neubildung unter Umständen vorbeugen.

Warmwachs oder Kaltwachs – wo liegen Unterschiede, Vor- und Nachteile

Das zugrundeliegende Prinzip ist das gleiche: Egal ob Warmwachs oder Kaltwachsstreifen, in beiden Fällen werden die Haare inklusive der Haarwurzel entfernt. Insofern kannst Du ausprobieren und für Dich testen, welche Methode Dir angenehmer ist.

Bei Kaltwachsstreifen hast Du den Vorteil, dass Du sie sofort anwenden kannst. Du musst die mit einer Wachsschicht versehenen Streifen nur zwischen Deinen Händen aufwärmen und kannst sie dann sofort auf die zu enthaarende Körperstelle auflegen und gründlich in Haarwuchsrichtung andrücken. Dann einen Moment warten und ruckartig abziehen – je schneller, desto weniger schmerzhaft ist die Prozedur. Allerdings ist bei Kaltwachsstreifen die Dicke der Wachsschicht vorgegeben, deshalb sind sie nicht für jede Körperregion geeignet. Manchmal gelingt es nicht beim ersten Mal, alle Haare zu erwischen, und Du benötigst mehrere Streifen für ein zufriedenstellendes Ergebnis. Kaltwachsstreifen irritieren die Haut zudem meist stärker als Warmwachs.

Bei Warmwachs, das meist in einem Tiegel oder in Perlenform zum freien Dosieren angeboten wird, bist Du flexibler. Du musst das Wachs zunächst im Wasserbad erwärmen und dann mit einem Spatel auftragen – über die jeweilige Dicke der Schicht kannst Du je nach Hautpartie selbst entscheiden. Danach legst Du bei ausgewählten Produkten einen Stoffstreifen auf, oder die erkaltete Wachsschicht lässt sich so abziehen. Warmwachs, das auf Bienenwachs basiert, sorgt meist für weniger Irritationen. Die Poren öffnen sich durch die Wärme und die Haare lassen sich leichter herausziehen, also ist die Variante damit hautfreundlicher. Aber hierbei ist die Wachstemperatur wichtig, die bei etwa 40 Grad Celsius liegen sollte – im schlimmsten Fall besteht Verbrennungsgefahr. 

Pickel nach Bikini Waxing vermeiden: Kompressen – kalt und warm

Das Problem mit eingewachsenen Haaren löst sich in der Regel irgendwann von selbst, wenn die Härchen die Hautoberfläche doch noch in die richtige Richtung durchstoßen. Willst Du jedoch nicht so lange warten, kannst Du mit einer warmen Kompresse nachhelfen. Dazu einen warmen Waschlappen oder ein Heizkissen für ca. fünf Minuten auf die betroffene Stelle legen und damit die Härchen quasi befreien. Kühle Kompressen – auch hier eignen sich sowohl Waschlappen als auch herkömmliche Kühlkompressen – können bis zu 20 Minuten aufgelegt werden und dienen der Beruhigung der entzündeten und irritierten Hautareale.

Pflegemaßnahmen gegen rote Punkte auf der Haut nach Waxing

Um den genannten Unannehmlichkeiten schon im Vorfeld zu begegnen und sie so gut wie möglich zu reduzieren, empfiehlt es sich, bei jedem Waxing der Gebrauchsanweisung des gewählten Produkts zu folgen. Allgemein gilt aber immer: die Haut kühl halten, zusätzliche Reize möglichst vermeiden. Nach dem Waxing solltest Du deshalb nicht heiß baden oder duschen. Eine kühle Dusche ist perfekt. Die Haut sollte dann gut abgetrocknet und nur mit unparfümierten Pflegeprodukten behandelt werden mit zum Beispiel Aloe Vera Gel, um Reizungen und Entzündungen zu vermeiden. Schweiß und eng sitzende, scheuernde Kleidung und Sonne wirken ebenfalls reizend auf die Haut und sollten daher – zumindest direkt nach dem Waxing – möglichst vermieden werden. Es ist gut, dass bei der zeitlichen Planung zu berücksichtigen. 

Von Apfelessig bis Teebaumöl – nützliche Helfer

Aloe Vera, Teebaumöl, Apfelessig und Hamamelis wirken entzündungshemmend und können mit Kompressen oder Wattepads auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Besonders beim Teebaumöl ist hier aber auf eventuelle Unverträglichkeiten zu achten. Es sollte deshalb verdünnt beziehungsweise mit einer Trägersubstanz gemischt werden, die im Handel erhältlichen Pflegeprodukte sind daher besonders geeignet. Wie immer gilt hier: Nutze die Produkte, die Du am besten verträgst. Und solltest Du trotzdem noch unter hartnäckig entzündeten Hautstellen leiden, kannst Du kurzzeitig auch eine leichte, rezeptfreie Cortison-Creme auftragen.

Peelings für Zwischendurch

Peelings sind das ideale Mittel sowohl für die Pflege direkt vor dem Waxing als auch für die Zeit zwischen Deinen Waxing-Terminen. Hier kannst Du Dir – etwa mit Zucker – ein eigenes Peeling anrühren oder auf fertige Produkte zurückgreifen. Ein mildes Peeling jeden zweiten Tag befreit nicht nur eingewachsene Härchen, sondern beugt durch den Reinigungseffekt auch der Pickelbildung vor.

Waxing in wiederkehrendem Zyklus

Beim dauerhaften Waxing solltest Du einen regelmäßigen Rhythmus von vier bis sechs Wochen einhalten und Dich damit dem Wachstumszyklus Deiner Haare anpassen. Eine Rasur zwischendurch oder andere Methoden der Haarentfernung sind nicht anzuraten. Während Deiner Menstruation solltest Du bedenken, dass die Haut in dieser Zeit möglicherweise empfindlicher sein kann speziell an der Bikinizone.