Peeling: Zaubermittel für einen schönen Teint

Inhaltsübersicht

Ein Peeling sorgt für einen tollen Glow – und lässt sich leicht selbst machen. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Peeling-Arten. Dieser Artikel klärt Dich auf!

Wer die oberste Hautschicht beim Regenerationsprozess unterstützen möchte, sollte es mit einem Peeling versuchen. Durch diese Methode werden abgestorbene Hautschuppen entfernt und Du bekommst auf einfache Art einen rosigen Teint. Wichtig ist nur, das Peeling auf den jeweiligen Hauttyp abzustimmen. Denn nicht jedes Peeling ist für jede Haut geeignet. 

Was ist ein Peeling?

Beim Wort Peeling, das übersetzt soviel wie „schälen” bedeutet, handelt es sich um einen sogenannten Scheinanglizismus, der Einzug in die deutsche Sprache gefunden hat. Wenn Engländer von „Peeling” sprechen, meinen sie zum Beispiel Haut, die sich nach einem Sonnenbrand abschält. Gönnen sich Briten hingegen ein Peeling, sprechen sie von „scrubbing” oder „exfoliation”, meinen aber wie wir einen Vorgang, bei dem die oberste Hornschicht der Haut mechanisch oder chemisch entfernt wird. Es gibt jedoch viele verschiedene Varianten von Peeling wie beispielsweiße ein Fruchtsäure Peeling, Laser Peeling und Chemisches Peeling. Es gibt jedoch nicht nur Gesichtspeeling sonder auch Körperpeeling. Körperpeeling ist ebenso sehr gut für die Haut und kann bei Körperakne helfen. Bei dem Körperpeeling sollte jedoch auch auf den Hauttyp geachtet werden – oft werden Zucker oder Salz als Basis verwendet.

Beim mechanischen Peeling selber kommen feinste Schleifpartikel in einer Creme zum Einsatz, die durch Reibung dafür sorgen, dass sich die Hautschuppen lösen. Beim chemischen Peeling übernehmen Fruchtsäuren diese Aufgabe. Und dann gibt es noch das Peeling mittels Laser, dass aber weit seltener Anwendung findet. 

Egal, für welches Peeling Du Dich entscheidest, nach der Anwendung wirst Du in der Regel mit einem frischen und rosigen Teint belohnt. Öfter als ein- bis zweimal wöchentlich solltest Du aber nur zum chemischen Peeling greifen. Mechanische Peelings fördern nämlich nicht nur den Regenerationsprozess der Haut, sondern können auch den natürlichen Hautschutz angreifen, der unsere Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt. 

Wenn Du Dich mit einem Peeling verwöhnen möchtest, solltest Du das möglichst am Abend machen. Denn durch die Behandlung ist unsere Haut kurzfristig empfindlicher gegen Sonneneinstrahlung. Nach einem abendlichen Peeling hat sie ausreichend Zeit, sich in der Nacht zu regenerieren. 

So wendest Du ein mechanisches Peeling richtig an

Wenn Du Dich entschieden hast, Dir ein Peeling zu gönnen, steht zunächst die gründliche Reinigung des Gesichts auf dem Programm. So vermeidest Du, Schleifpartikel in die tieferen Schichten der Haut einzureiben und beugst Entzündungen vor. Für die Reinigung eignet sich eine pH-neutrale Seife, die den Säureschutzmantel der Haut nicht angreift. 

Nach der Gesichtsreinigung wird das Peeling mit den Fingern auf Stirn, Wangen, Nase und Kinn aufgetragen. Der Bereich rund um die Augen wird großzügig ausgespart, denn hier ist die Gesichtshaut besonders dünn und empfindlich. 

Das Gesichtspeeling wird jetzt mit kreisenden Bewegungen verteilt. Der Prozess beginnt mit der Stirn, wo Du Dich von der Mitte bis zu den Schläfen vorarbeitest. Jetzt folgen Nase und Wangen. Bei der oft fettigen Haut der Nase darfst du ruhig ein wenig kräftiger reiben. Die Wangen solltest Du hingegen vorsichtiger behandeln, um Hautirritationen zu vermeiden. Zum Schluss kommen das Kinn und vielleicht noch Hals und Dekolleté an Reihe. Danach werden die Peeling Partikel mit lauwarmem Wasser abgewaschen und die Haut mit einer Feuchtigkeitscreme gepflegt. 

So wählst Du das richtige Peeling

Bevor Du Dich für ein Peeling entscheidest, solltest Du zunächst Deine Kosmetikerin oder Deinen Dermatologen aufsuchen, um Dein Hautbild bestimmen zu lassen. Viele Menschen haben nämlich eine völlig falsche Vorstellung, wie ihre Haut beschaffen ist und greifen deshalb zu den falschen Hautpflegeprodukten. Peelings und Peeling Maske für die unterschiedlichen Hauttypen findest Du in der Drogerie und natürlich auch im Online Shop. Heutzutage gibt es ein breites Sortiment an Kosmetik, wozu auch Peelings gehören. Wenn Du ganz genau wissen willst, aus was Dein Peeling besteht und auf natürliche Zutaten schwörst, kannst Du es aber auch ganz einfach selbst herstellen.

Peeling für fettige Haut

Glänzt Deine Haut fettig und neigt zu Unreinheiten wie Pickeln und Mitessern, benötigt sie ein Peeling, dass sie von überschüssigem Talg befreit und die Poren reinigt. Besonders bewährt hat sich bei einer unreiner Haut ein Peeling einem Esslöffel Heilerde, einer halben Tasse Kamillentee und einem Teelöffel Salz. Die Heilerde entzieht Deiner Haut überschüssigen Talg, der Kamillentee ist für die sanfte Reinigung verantwortlich und das Salz sorgt dafür, dass die abgestorbenen Hautschüppchen entfernt werden. 

Nachdem der frisch aufgebrühte Kamillentee abgekühlt ist, werden alle Zutaten miteinander vermischt und mit kreisenden Bewegungen auf dem Gesicht verteilt. Im Anschluss kann das Peeling, wie eine Maske, für 15 Minuten trocknen, bevor es wieder abgewaschen wird. Danach wird die Haut mit einer Feuchtigkeitscreme gepflegt, da die Heilerde sie austrocknet.

Peeling für trockene Haut

Neigst Du zu trockener Haut, solltest Du ein besonders sanftes Peeling zubereiten, das die Haut mit Feuchtigkeit versorgt. Geeignet ist ein Peeling aus fünf Esslöffeln Kaffeepulver, das nach dem Aufbrühen ein wenig abgekühlt ist, aber noch reichlich Feuchtigkeit enthält und fünf Esslöffeln Kokosöl, das vor der Anwendung leicht erwärmt werden muss, damit es flüssig wird. Das Kaffeepulver wird einfach unter das Öl gehoben. Auch dieses Peeling wird mit kreisenden Bewegungen auf der Haut verteilt und kann nach einer Einwirkzeit von wenigen Minuten wieder abgewaschen werden.

Peeling für sensible Haut

Neigt Deine Haut zu Irritationen wie Rötungen muss Dein Peeling noch milder sein. Versuche es mal mit einer Mischung der Inhaltsstoffe aus zwei Esslöffeln Mohnkörnern, vier Esslöffeln Naturjoghurt und einem Teelöffel Honig. Das alles sollte am Ende vermischt werden. Diese bringen gewisse Vorteile für deine Haut mit sich. Die Paste wird mit kreisenden Bewegungen auf der Haut verteilt und im Anschluss abgewaschen. Bei empfindlicher Haut musst Du besonders vorsichtig zu Werke gehen und solltest keinesfalls zu fest reiben.

Peeling für Mischhaut

Mischhaut, also Haut, bei der die T-Zone fettig glänzt, während die Wangen eher trocken sind, ist besonders schwierig zu pflegen. Beim Peeling könntest Du auf zwei Präparate setzen, um jede Zone deines Gesichts perfekt zu pflegen. Die T-Zone wird also mit unserem Peeling für fettige Haut gepflegt, während im Wangenbereich das Peeling für trockene Haut zum Einsatz kommt. 

Peeling für normale Haut

Ein gleiches Maß an milder Säure, dem passenden Schmirgelmaterial und pflegenden Bestandteilen ist optimal, um normale Haut zu behandeln. Ideal ist etwa ein Peeling aus drei Esslöffeln frisch aufgebrühtem Kaffeepulver einem Teelöffel Olivenöl und einem kräftigen Spritzer Zitronensaft. Die Zutaten werden miteinander vermischt. Das Peeling wird wie oben beschrieben aufgetragen und nach fünfminütiger Einwirkzeit wieder abgewaschen.

Alle hier vorgestellten Peelings sind mechanische Peelings die in erster Linie durch die reibenden Bestandteile die Hautschuppen entfernen. Bevor Du mit den Peelings dein ganzes Gesicht behandelst, solltest Du es einmal an einer kleinen und verdeckten Stelle deines Gesichts anwenden um sicherzugehen, dass Du die Mischung auch wirklich verträgst. 

Exfoliant-Peeling als Alternative

Sollte es Dir unangenehm sein, die Hautschuppen mit einem mechanischen Peeling zu beseitigen, könntest Du es auch mit einem chemischen Peeling versuchen, bei dem AHA (Glykolsäure) und BHA (Salicylsäure) zum Einsatz kommen. Ein solches Peeling sorgt dafür, dass sich die Haut selbst von Schuppen befreit und sich die Kollagenproduktion verbessert. Das chemische Peeling ist unkompliziert bei den Anwendungen. Es kann Fältchen mindern und Pigmentflecken reduzieren. Zudem hilft es wirksam gegen Hautunreinheiten und sorgt für einen natürlichen Glow. 

AHAs kommen in erster Linie bei normaler bis trockener Haut zum Einsatz, da sie die Haut dabei unterstützen, Feuchtigkeit zu bilden. BHAs werden für fettige Haut empfohlen, da sie nicht nur auf der Hautoberfläche sondern auch in den Poren wirken und so dabei helfen, Pickel und Mitesser zu reduzieren. 

So verwendest Du das Exfoliant-Peeling

Die Anwendung eines Peelings mit Glykolsäure oder Salicylsäure ist einfach zu handhaben. Je nachdem, ob es sich um eine Lotion oder ein flüssiges Peeling handelt, wird es nach der Gesichtsreinigung entweder mit den Fingern oder mit einem Wattepad aufgetragen. Das Peeling dringt nun in die obersten Schichten der Haut ein und muss nicht entfernt werden. Nach der Anwendung pflegst Du Deine Haut einfach mit der gewohnten Tages- oder Nachtcreme. 

Besonders Novizen in der Anwendung von Exfoliant-Peelings sollten es zuerst langsam angehen, damit sich die Haut langsam an die Behandlung gewöhnen kann. Zu Beginn ist es also völlig ausreichend, das Peeling nur ein- bis zweimal in der Woche am Abend aufzutragen und die Häufigkeit dann langsam zu steigern, bis die Produkte täglich zum Einsatz kommen. 

AHA ist laut „paulaschoice.de“ bei einer Konzentration von fünf bis zehn Prozent am wirksamsten. BHA kommt in einer Konzentration von einem bis zwei Prozent zum Einsatz. Bevor Du Dich für ein bestimmtes Produkt entscheidest, solltest Du unbedingt Rücksprache mit Deinem Dermatologen halten. Er kann Dir sagen, welches Exfoliant-Peeling für Deinen Hauttyp geeignet ist und kann Dir auch Tipps zur richtigen Dosierung geben. 

Wenn Du Dich entscheidest, es mit Exfoliant-Peelings zu versuchen, ist es noch wichtiger als sonst, die Haut mit einem guten Sonnenschutzmittel zu pflegen. Aufgrund des Peelings reagiert sie nämlich oft empfindlicher auf UV-Strahlung und bedarf deshalb besonderer Behandlung. 

Das kannst Du noch für einen frischen Teint tun

Mit den richtigen Gesichtspeelings hast Du schon eine wirksame Waffe im Kampf für einen schönen und reinen Teint. Doch Du kannst noch einiges mehr tun, um einen natürlichen Glow zu bekommen. Ganz wichtig ist die richtige Ernährung, bei der Obst und Gemüse an erster Stelle auf Deinem Speiseplan stehen sollten. Diese Lebensmittel enthalten reichlich Vitamine und unterstützen Deine Haut im Kampf gegen freie Radikale. 

Damit Deine Haut gut durchfeuchtet ist, ist es auch wichtig, ausreichend zu trinken. Anderthalb Liter Wasser oder ungesüßter Frucht- oder Kräutertee sollten es schon sein. Und um raue Mengen Bier oder Wein machst Du besser einen großen Bogen: Alkohol entzieht dem Körper Wasser und sorgt dafür, dass Deine Haut trockener wird und vermehrt Falten bildet. Auch Nikotin gehört zu den Genussgiften, die Du besser meiden solltest. Die Wirkung ist, dass die Haut schlechter durchblutet wird und lässt sie müde und grau aussehen. Mit Ausdauersportarten wie etwa Joggen tust Du Deiner Haut hingegen viel Gutes. Die Bewegung regt das Herz an, der Körper wird besser durchblutet und Deine Haut dankt es mit einem schönen und rosigen Teint.