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Darum ist duschen besser als baden

Inhaltsübersicht

Was ist besser, baden oder duschen? Und wie lange duschen ist eigentlich normal? Wir haben die Antworten. 

Duschen oder Baden, das ist immer auch Typsache: Manche Menschen springen nur schnell unter die Dusche, brausen sich kurz ab, am besten kalt. Es geht ja schnell und Körperhygiene muss sein. Sie benutzen irgendeine Seife, wobei ihnen herzlich egal ist, welche Marke das ist. Schon nach wenigen Minuten sind sie munter und erfrischt – und der erste Tagesordnungspunkt ist erledigt.

Und es gibt jene, für die Waschen ein Wohlfühl-Ritual ist, zu dem ein ausgedehntes Vollbad regelmäßig dazugehört. In ihren Badezimmern sammeln diese Genießer duftende Substanzen in vielen bunten Farben: entspannendes Lavendelbad, pflegendes Mandelöl oder fröhlich blubbernde Badebomben. Mit Duftkerzen, einer Tasse Tee und einem guten Buch machen sie ihren Bademoment dann endgültig zu einem Wellness-Tripp in den eigenen vier Wänden.

Ist duschen besser für die Umwelt?

Die Entscheidung für Dusche oder in der Wanne ein Bad nehmen ist aber nicht immer nur eine Frage des Geschmacks und der persönlichen Vorliebe, schließlich hat nicht jeder immer Zeit, ein ausgedehntes Vollbad zu nehmen. Unter der Dusche geht es nun mal deutlich schneller. Und auch eine Dusche, sogar eine schnelle, kann wohltuend und entspannend sein, belebend und erfrischend zumal. Auch die Badewannen-Fans wissen, wie wohltuend eine kurze Dusche an einem heißen Sommertag sein kann und wie angenehm sich der warme Wasserstrahl auf dem Rücken anfühlen kann. Aber was ist nun besser, baden oder duschen? Und wie lange duschen ist normal, wie lange solltest Du baden? Welche Kosten werden gespart und was verbraucht mehr Warmwasser?

Wenn es um die Umwelt geht, scheint die Sache ja zunächst klar: Baden verbraucht mehr Wasser als Duschen, so die landläufige Meinung. Ganz so eindeutig ist es aber auch wieder nicht, schließlich hängt das auch davon ab, wie lange Du unter der Dusche stehst und welchen Wasserdurchsatz der Duschkopf erlaubt. Für ein Vollbad kannst Du acht Minuten lang duschen, rechnet etwa „augsburger-allgemeine.de“ vor: etwa 18 Liter Wasser rauschen pro Minute durch einen normalen Duschkopf, für ein Vollbad brauchst du rund 150 Liter warmes Wasser und das Ganze verbraucht einen halben Liter Heizöl, so der Bericht.

Was ist besser für die Gesundheit?

Acht Minuten duschen, was für die Schnellduscher eine halbe Ewigkeit ist, ist für die Genuss- und Wellness-Duscherinnen unter uns natürlich gar nichts. Wer lange genüsslich unter der heißen Dusche steht und beim Einseifen, Peelen und Shampoonieren das Wasser laufen lässt, verbraucht eine ganze Menge davon. Wer Wasser sparen will, sollte also etwa beim Einseifen oder Beine rasieren besser kurz den Hahn abdrehen. Auch spezielle Sparduschköpfe helfen, Wasser zu sparen. Sie sind nicht teuer und eine Investition, die sich gerade bei den hohen Energiekosten im Moment lohnt. 

Beim Baden oder Duschen kommt es also darauf an, wie lange Du unter der Dusche stehst und wieviel Wasser Du dabei verbrauchst. Aber was ist besser für die Gesundheit? Wenn es um Deine Haut geht, haben wir immer gelernt: Baden, vor allem zu lange und zu heiß, ist nicht gut für die Haut und den Säureschutzmantel. Doch es gibt gute Nachrichten für die Wellness-Süchtigen unter uns: „Sie können – sofern keine Hautkrankheit vorliegt – jeden Tag ein Bad nehmen. Die Haut, ein hochintelligentes Organ, stellt sich darauf ein und produziert mehr Lipide und Aminosäuren. Das Gleiche kennt man auch von den Haaren. Sie fetten schneller, wenn man sie täglich wäscht”, erklärt Dr. Franz Stäb, Leiter Forschung Haut bei Beiersdorf auf „fitforfun.de“. Er empfiehlt aber, eine Temperatur von 40 Grad nicht zu überschreiten.

Hier hilft ein heißes Bad!

Einen Vorteil hat ein warmes Bad aber auf jeden Fall: Es entspannt und tut der Seele gut, gerade im Winter. Auch manch körperliche Beschwerde kann ein Vollbad lindern, etwa bei verspannten Muskeln oder bei Erkältungen. 

Allerdings ist Baden nicht immer eine gute Idee: Wer etwa niedrigen Blutdruck hat und Venenerkrankungen, dem rät Medizinerin Daniela Hubloher von der Verbraucherzentrale Hessen laut einer dpa-Meldung auf „zeit.de“, lieber zum Duschen: „Hat man Fieber oder Gelenkerkrankungen, die akut entzündlich sind, würde die Wärme das alles noch verstärken.” Auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen solle man vorsichtig sein, sagt der Dermatologe Uwe Schwichtenberg der dpa. Auch wer sehr trockene Haut habe, solle lange Vollbäder mit entfettenden Badezusätzen lieber vermeiden.

Wie oft solltest Du duschen?

Jeden Tag zu baden oder zu duschen ist übrigens gar nicht unbedingt nötig. Laut „oekotest.de“ reicht es aus dermatologischer Sicht, zweimal die Woche lauwarm zu duschen und nur Gesicht, Achseln und Intimbereich täglich bei einer Katzenwäsche zu reinigen. Wenn Du aber gesunde Haut hast und nicht zu viele aggressive Pflegeprodukte verwendest, kannst Du auch täglich duschen, so „oekotest.de“.  Eine Duschzeit von sieben bis zehn Minuten sei ideal. 

Grundsätzlich ist eine schnelle, nicht zu heiße Dusche also besser für die Hautgesundheit und auch für die Umwelt. Aber ein schönes, warmes Vollbad ab und zu darf schon sein, finden wir! Am Ende hängt es von Deinen persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen und von Deiner Gesundheit ab, ob Du lieber badest oder lieber duschst. Hauptsache, Du fühlst Dich hinterher wohl.

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