Du leidest unter Schwitzen im Gesicht? Diese einfachen Tipps helfen

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Dir steht buchstäblich der Schweiß auf der Stirn? Wir verraten Dir die besten Tipps, die gegen starkes Schwitzen im Gesicht helfen.

Starkes Schwitzen kann im Alltag schnell unangenehm werden, besonders wenn es nicht auf körperlicher Anstrengung beruht. Viele Menschen, die stark transpirieren behelfen sich dann mit Tricks, um den starken Schweißfluss zu kaschieren. Was an anderen Körperstellen mit etwas Erfahrung meist gut gelingt, ist jedoch im Gesicht sehr schwer zu erreichen. Das ist doppelt ärgerlich, denn unser Gesicht steht automatisch im Blickpunkt und ist zudem essentiell für den ersten Eindruck. Zusätzlich macht sich Schweiß hier durch verlaufenes Make-up besonders schnell bemerkbar. Aber keine Sorge: Wir erklären Dir, was gegen starkes Schwitzen im Gesicht helfen kann.

Schweiß auf der Stirn: Das können die Ursachen sein

Die wichtigsten Auslöser für das Schwitzen sind zwei Arten der Anstrengung. Da ist zum einen die körperliche Betätigung, zum Beispiel beim Sport im Fitnessstudio. Zum anderen gibt es psychische Gründe, also seelische Belastungen, die uns sprichwörtlich „den Schweiß auf die Stirn treiben“. 

Viele Menschen kennen Situationen, in denen man sich gestresst fühlt, überaus nervös oder ängstlich ist und der Schweiß zu laufen beginnt. Auch das ist eine Form der Anstrengung, auf die der Körper reagiert. Die Funktion des Schwitzens ist dabei schnell erklärt: Wenn Du Dich anstrengst, steigt Deine Körpertemperatur. Schweiß ist die wichtigste Möglichkeit für unseren Körper, um die Körpertemperatur stabil zu halten. Schweiß ist damit lebenswichtig, so sehr uns das Schwitzen zu unpassenden Gelegenheiten auch ärgern mag.   

Wenn Du auch ohne eine nachvollziehbare Anstrengung häufig mit Schweiß zu kämpfen hast, stecken dahinter meist andere Gründe. Es handelt sich dann oft um eine Hyperhidrose. Mit diesem aus dem Griechischen stammenden Namen wird krankhaftes Schwitzen bezeichnet. Die Gründe dafür können ganz unterschiedlicher Art sein – sie reichen von genetischen Veranlagungen über plötzliche hormonelle Veränderungen und Stoffwechselkrankheiten bis hin zu starkem Übergewicht. In besonders schweren Fällen – bei einer sogenannten primären Hyperhidrose – treten die Schweißausbrüche ohne eine erkennbare Ursache auf. Laut dem Uniklinikum Jena ist etwa ein Prozent der Bevölkerung davon betroffen. Das klingt zunächst nicht viel, bedeutet aber, dass rund 800.000 Menschen mit dem übermäßigen Schwitzen zu kämpfen haben. Die Betroffenen sind oft erheblich in ihrer Lebensqualität eingeschränkt, zum Beispiel weil sie soziale Kontakte vermeiden und so ungewollt in Isolation geraten.

Das hilft gegen Schwitzen im Gesicht

Egal, was bei Dir Auslöser des übermäßigen Schwitzens ist – mit ein paar einfachen Tricks kannst Du das Problem erfolgreich bekämpfen oder zumindest verringern. Der erste Weg sollte Dich zum Hausarzt führen, denn eine Hyperhidrose lässt sich gut therapieren. Erweist sich die Krankheit als hartnäckig, gibt es zudem die Möglichkeit einer Überstellung zum Spezialisten, also zum Dermatologen oder an eine auf Schweiß-Probleme fokussierte Klinik. 

Die Medizin verfügt heute über ein ganzes Arsenal an Mitteln, die gegen eine übermäßige Transpiration helfen. So gibt es zum Beispiel verschiedene Medikamente, die starkes Schwitzen stoppen. Sie haben allerdings das Manko möglicher Nebenwirkungen. So kann es passieren, dass Du zwar nicht mehr übermäßig schwitzt, aber unter einem trocken Mund, starker Müdigkeit oder Gedächtnisproblemen leidest.

Kein Schweiß auf der Stirn: Das ist die Iontophorese-Therapie

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, zu starke Transpiration zu behandeln: die Iontophorese-Therapie. Dabei bekommt der Patient eine besondere Maske aufgesetzt, die durch Elektroden Strom abgibt. So werden die Schweißdrüsen in Deinem Gesicht wenigstens zeitweise lahmgelegt. Allerdings sollte erwähnt werden, dass auch diese Therapieform mit Nebenwirkungen verbunden sein kann. Die Maske und der schwache Strom können zu Hautreizungen führen. 

Auch die Naturheilkunde kennt Möglichkeiten, starkes Schwitzen zu behandeln. Eine Methode, die dabei hoch im Kurs steht, ist die Akupunktur. Dem aus der traditionellen chinesischen Medizin stammenden Ansatz wird gerade in Kombination mit klassischeren Therapieformen eine hohe Wirksamkeit nachgesagt, auch wenn der wissenschaftliche Beleg für diese Behandlungsform nicht vollständig erbracht ist. Wenn Du eine Akupunktur gegen das übermäßige Schwitzen in Erwägung ziehst, solltest Du Dich auf eine mehrwöchige Behandlung mit mehreren Sitzungen einstellen. Die einmalige Anwendung hat meist keinen spürbaren Erfolg.

Diese Alltags-Tipps helfen gegen Schwitzen im Gesicht

Falls Dir diese beiden Behandlungswege zu radikal sind, gibt es auch noch andere Mittel und Wege, um gegen das Schwitzen vorzugehen. Gerade bei leichteren Problemen können einfache Hausmittel eine deutliche Linderung bringen. 

Gerade wenn Du zu starkem Schwitzen neigst, sollte Deine Haut die Möglichkeit haben „zu atmen”. Verzichte daher möglichst auf fettige Gesichtscremes – sie legen sich nämlich schnell wie ein Schutzschild über Deine Haut, womit die natürliche Wärmeregulation Deines größten Organs nicht mehr funktioniert. Dein Schweiß kann so nämlich nicht mehr gut verdampfen.

Aus ähnlichen Gründen solltest Du auch schweres Make-up vermeiden. Bei ihm besteht die Gefahr, dass Du so die Poren Deiner Haut verstopfst. Und das wirkt sich, naheliegend, negativ aus: Die Schweißbildung Deiner Haut wird so nämlich beschleunigt. „Stark-gegen-schwitzen.de“ empfiehlt deswegen, lieber auf Beauty-Produkte zu setzen, die Deine Haut noch atmen lassen. Das sind beispielsweise ein flüssiger Concealer oder eine getönte, möglichst leichte Tagescreme.

Auch mit diesen Mitteln sagst Du dem Schweiß den Kampf an

Mit ein paar Kniffen, kannst Du Dir auch mit herkömmlichem Deo helfen. Du solltest es Dir zwar nicht direkt ins Gesicht sprühen – so würdest Du nämlich gleichzeitig Deine Haut reizen. Wenn Du es aber auf ein Wattepad aufträgst, kannst Du es ohne jegliche Gefahr in Deinem Gesicht verteilen. Es gibt also keine Reizung – und der Schweiß wird trotzdem erfolgreich gehemmt. 

Doch Vorsicht ist geboten: Viele Deos enthalten Alkohol und reizende Inhaltsstoffe, die für die empfindliche Gesichtshaut zu aggressiv sein können.

Besonders in den Sommermonaten kann auch eine kleine Abkühlung Deines Gesichts hilfreich sein. Ziel ist es, dem natürlichen Abkühlungsmechanismus Deines Körpers zuvorzukommen. Für diesen Zweck reicht schon eine Sprühflasche mit kaltem Wasser aus, die sich leicht in der Handtasche mitführen lässt.

Ansonsten kannst Du auch Salbeitee als klassisches Haushaltsmittel probieren. Dank der im Salbei enthaltenen ätherischen Öle wird die Schweißbildung schon in Deinem Körper bekämpft. Salbei wirkt direkt an den Nerven deiner Schweißdrüsen. Um von diesem Effekt zu profitieren, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Wie „focus.de“ ausführt, kann der Salbeitee sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Das heißt: Du kannst den Tee entweder regelmäßig trinken oder leicht abgekühlt lokal in Deinem Gesicht auftragen. 

Andere Haushaltsmittel für weniger Schweiß auf der Stirn

Ebenfalls natürlich und mit einem Anti-Schweiß-Effekt verbunden sind Lebensmittel, die über einen hohen Gehalt an Vitamin-B und Zink verfügen, also zum Beispiel Tomatensaft, Nüsse und Vollkornprodukte, die regelmäßig auf Deinem Speiseplan stehen sollten. Auch der Griff zum Apfelessig, den Du mit einem Wattepad auf die Haut aufträgst, kann helfen. Wie „instyle.de“ erklärt, reguliert er einerseits den pH-Wert Deiner Haut, andererseits zieht er aber auch Deine Schweißdrüsen zusammen. Beides kombiniert bedeutet, dass Du weniger schwitzt und Dein Schweiß außerdem weniger stark riecht.

Weniger Schwitzen im Gesicht: Das solltest Du dafür vermeiden

Es gibt es auch Nahrungs- und Genussmittel, die sich direkt auf deine Schweißdrüsen auswirken. Dazu zählen vor allem Alkohol und übermäßig scharfe Speisen. Wie es zu dieser Wirkung kommt, lässt sich relativ leicht erklären: Im Fall von scharfem Essen sind dafür die Stoffe Allylisothiocyanat und Capsaicin verantwortlich. Sie sind in den meisten scharfen Lebensmitteln wie etwa Chili, Senf oder auch Wasabi vorhanden. In Deinem Körper wirken sie dann auf dieselben Rezeptoren ein, die auch auf Hitze reagieren. Die sich daraus ergebende Verwechslung bedeutet: Dein Körper beginnt mit den typischen Abkühlungsprozessen. Du fängst also an zu schwitzen. 

Beim Alkohol ist Schweiß einfach eines der Abbauprodukte. Beim Verarbeiten von Alkohol produziert Deine Leber nämlich Kohlenstoffdioxid und Wasser.

Schweiß auf der Stirn: Auch das sind absolute No-Gos

Es gibt noch weitere Lebensmittel, die im Verdacht stehen, deine Schweißproduktion zu verstärken. Einerseits wären das die sogenannten „Genussgifte” – neben dem schon erwähnte Alkohol also zum Beispiel Koffein und Nikotin. Auch besonders sauren Lebensmitteln nachgesagt, das Schwitzen anzuregen. 

Obwohl diese Wirkung wissenschaftlich noch nicht belegt ist, kann es sich lohnen, auf saure Äpfel und Co. erst einmal zu verzichten. Nach ein paar Wochen Selbstversuch kannst Du dann beurteilen, ob es für Dich einen Unterschied gemacht hat oder eben nicht. Eine Ausnahme bei diesem Verzicht ist die Zitrone. Sie soll sogar als natürlicher Hemmstoff wirken. 

Wenn Du unschlüssig bist, was bei Dir auf den Teller kommen soll: Mit möglichst leichten, wasserhaltigen Speisen machst Du nie etwas falsch – Gurken, Melone, Tomaten und Beeren gehen also wirklich immer.    

Ausreichend zu trinken bleibt wichtig

Ausreichend Wasser zu trinken, ist wichtig für unseren Körper. Für die Haut und einen schönen Teint ist Flüssigkeit unverzichtbar, sonst bilden sich früh tiefe Falten und die Hautbarriere kann nicht mehr richtig funktionieren. 1,5 bis 2 Liter am Tag sollten es sein, auch im Winter. 

Der Gedanke, das Schwitzen mit einer verringerten Flüssigkeitszufuhr zu bekämpfen, ist falsch und kann schnell zu neuen Problemen führen. Gerade wenn Du viel schwitzt, benötigt Dein Körper dringend den Ausgleich, weil er beim Schwitzen Mineralien und Flüssigkeit verliert. 

Allerdings kannst Du Deinen Körper in seiner Arbeit unterstützen, indem Du nicht zu kalt trinkst. Lauwarmes Wasser oder auch lauwarmer Tee haben nämlich einen entscheidenden Vorteil: Sie müssen von Deinem Körper nicht erst noch auf Körpertemperatur erhitzt werden. Es wird also weniger Energie verbraucht und das bedeutet, dass Du auch weniger schwitzt.

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