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Gut geschützt: Die besten Tipps für eine starke Hautbarriere

Inhaltsübersicht

Die Hautbarriere ist essentiell für eine gesunde Haut. So kannst Du sie stärken.

Als Schutzschild wehrt unsere Haut täglich eine Vielzahl an Gefahren für unsere Gesundheit ab. Entscheidende Hilfe ist dabei die Hautbarriere – also die äußerste Schicht unserer Epidermis. Wir erklären Dir, was Du beachten solltest, damit sie voll funktionsfähig ist.

Das macht Deine Hautbarriere

Die Hautbarriere besteht hauptsächlich aus zwei Komponenten – den Hornzellen und einem Mix aus Fetten und Eiweißen. Während die Hornzellen dem Schutzschild eine feste Struktur geben, funktionieren Fette und Eiweiße als eine Art Kit. Ihnen ist es zu verdanken, dass die ganze Struktur zusammenhält.

Als äußerste Schicht Deiner Haut – und so schließlich auch des Körpers – muss die Hautbarriere potentielle Gefahren aus der Umwelt abwehren. Sie schützt Dich etwa vor Bakterien oder Pilzen. Außerdem mindert sie die Wirkung von UV-Strahlen ab. Und als mechanischer „Puffer“ sorgt die Hautbarriere zusätzlich dafür, dass Stöße keinen größeren Schaden anrichten können. 

Dank der Hautbarriere wird außerdem der Feuchtigkeitsverlust minimiert. Ausreichende Hydratation ist für viele Prozesse Deiner Haut das A und O und zugleich das wirksamste Mittel gegen vorzeitige Hautalterung.  

So kann es zu einer gestörten Hautbarriere kommen

Sollte Deine Hautbarriere nur noch eingeschränkt funktionieren, fällt die beschriebene Unterstützung zum Teil weg. Der Feuchtigkeitsverlust macht sich zum Beispiel durch einen fahlen Eindruck bemerkbar. Deine Haut wird insgesamt empfindlicher. Du hast also auch öfter mit Rötungen und Juckreiz zu kämpfen.

Ein möglicher Grund für die gestörte Hautbarriere sind Fehler in Deiner Pflegeroutine. Kosmetika, die Paraffine enthalten, können beispielsweise die Regenerationsfähigkeit Deiner Hautbarriere einschränken. Die Kohlenwasserstoffe legen sich nämlich als ein undurchlässiger Film über Deine Haut. Wenn Du entsprechende Kosmetik über einen längeren Zeitraum verwendest, kann der Stoff deswegen den Aufbau Deiner Hautbarriere verhindern. Nachdem Du das paraffinhaltige Produkt abgesetzt hast, macht sich der positive Effekt oft nur zögerlich bemerkbar. Die Hautbarriere braucht Wochen oder sogar Monate, um wieder auf das alte Level zu kommen.  

Auch Peelings sind oft der Grund für eine geschwächte Hautbarriere. Sie erfüllen ihre eigentliche Aufgabe „zu gut“ und befreien Deine Haut nicht nur von unwichtigem Ballast. Wenn Du die Mittel häufig benutzt, richten sie sich auch gegen die wichtigen Hornzellen und den Eiweiß-Fett-Mix. Deswegen Peelings am besten nur einmal die Woche anwenden!

Mit diesen Tipps kannst Du ganz einfach Deine Hautbarriere stärken

Pass Deine Beauty-Routine an

Da Deine Pflegeprodukte oft Auslöser für die geschwächte Hautbarriere sind, sind kleine Veränderungen hier sinnvoll. So solltest Du nicht nur auf Mittel mit Paraffinen verzichten. Auch gegenüber Emulgatoren ist Skepsis angebracht. Beispielsweise in Cremes werden solche Mittel verwendet, um Öl und Wasser miteinander zu verbinden. Leider sorgen sie aber meist nicht nur für eine homogene Konsistenz Deiner Kosmetik, sondern bringen auch den für die Hautbarriere so wichtigen Fett-Eiweiß-Mix durcheinander. Am sichersten vermeidest Du diesen Effekt, wenn Du auf Kosmetik mit Bio-Ölen setzt. Auf Emulgatoren wird bei diesen Produkten meist verzichtet. 

Pflege mit körpereigenen Substanzen

Körpereigene Stoffe sind für Deine Hautbarriere eine effektive Unterstützung. Pflanzliche Öle enthalten oft Fettsäuren, die auch in Deiner Hautbarriere vorkommen – und deswegen beim Wiederaufbau besonders hilfreich sind. 

In Aprikosenkern- oder Arganöl findest Du zum Beispiel Linolsäure. Palmitinsäure ist in Sanddorn-, Avocado- oder Weizenkeimöl enthalten. Moringa-, Gurkensamen- oder Sesamöl liefern Dir Stearinsäure. Und Sheabutter oder Nachtkerzenöl helfen Deiner Haut wegen ihres hohen Gehalts an Phytosterinen. Gute Pflegeprodukte für die Hautbarriere kombinieren verschiedene dieser Wirkstoffe.

Deine Hautbarriere ist gestört? Das hilft

Feuchtigkeit nachliefern

Wie schon erwähnt, bedeutet eine geschädigte Hautbarriere auch Feuchtigkeitsverlust. Deswegen ist es ratsam, die nötige Flüssigkeit nachzuliefern. Einerseits heißt das viel Trinken – so kann Dein Körper von innen heraus die Dermis und die anderen Hautschichten versorgen. Andererseits spricht das aber auch für pflegende Lotionen, die Deiner Haut von außen Feuchtigkeit liefern. In der Praxis kann dies zum Beispiel auch ein besonders Pflanzenwasser sein oder eine Pflege mit Hyaluron. 

Die richtige Wassertemperatur 

Wenn Du zu heiß duschst oder badest, kann das schnell einen negativen Effekt auf Deine Hautbarriere haben. Einerseits wird durch die hohe Temperatur der Eiweiß-Fett-Mix angegriffen. Andererseits sorgt das heiße Wasser oft zusätzlich für einen Juckreiz. Durch Kratzen wird Deine Hautbarriere dann womöglich noch zusätzlich strapaziert. Deswegen solltest Du auf lauwarmes Wasser setzen. 

Generell ist von häufigem Baden abzuraten. Die lange Zeit im Wasser stellt eine zusätzliche Beanspruchung für die Hautbarriere dar, die leicht vermeidbar ist. 

Sonnencreme als Unterstützung 

Deine Hautbarriere dankt es Dir auch, wenn Du sie im Freien entlastest. Das effektivste Mittel dafür ist Sonnencreme. Täglich aufgetragen hilft sie der Hautbarriere beim Schutz vor UV-Strahlen. Diese Unterstützung solltest Du auch nicht auf die Sommermonate begrenzen. 

UV-Strahlen sind auch einer der Auslöser von Hautalterung. Sonnencreme ist also gleichzeitig ein Anti-Aging-Mittel. Auch deswegen sollte sie eigentlich immer zu Deiner Grundausstattung gehören. 

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