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Fettiges Haar: Mit wenigen Tricks zu schönem Haar

Inhaltsübersicht

Fettige Kopfhaut ist für viele ein Problem. Doch es ist gar nicht schwer, fettige Kopfhaut und fettige Haare zu behandeln. 

Wenn die Haare mal wieder strähnig und traurig nach unten hängen, ist in der Regel fettige Kopfhaut im Spiel. Denn das übermäßige Fett, dass sich hier bildet, gelangt schnell ins Haar und lässt uns ungepflegt aussehen. Sicherlich ist fettige Kopfhaut auch Veranlagungssache, aber kein Schicksalsschlag, den wir stumm ertragen müssen. Es gibt zahlreiche Wege, dem Problem Herr zu werden. 

So entsteht fettige Kopfhaut

In vielen Fällen sind wir selber schuld, wenn wir mit fettigen Haaren geschlagen sind. Denn es ist die Aufgabe der Kopfhaut, Talg zu produzieren, damit die Haut gesund und elastisch bleibt. Ein Teil des Talgs wandert auch in unsere Haare. Und wenn wir sie nicht regelmäßig, oder auch zu oft, waschen, müssen wir uns nicht wundern, wenn sie fettig und strähnig werden. 

Gerade bei Teenagern, wenn die Hormone Achterbahn fahren, kommt es aber vor, dass die Talgdrüsen deutlich mehr produzieren, als eigentlich gewünscht ist. Und so sind die jungen Menschen, die sowieso schon mit allerlei Unsicherheiten zu kämpfen haben, oft schon kurz nach der Haarwäsche erneut mit strähnigen Haaren geschlagen. Auch die Haarstruktur hat Einfluss darauf, ob das Haar schnell fettet oder nicht. Dünnes Haar kann weniger Talg aufnehmen, bevor es beginnt, fettig zu glänzen. Bei Erwachsenen ist es auch noch der Lebensstil, der für fettige Haare mitverantwortlich sein kann. Auch hier geben wir wertvolle Tipps.

Das können wir gegen fettige Haare tun

Zahlreiche Methoden können dafür sorgen, dass wir das fettige Haar wieder loswerden. Und alle sind unkompliziert in der Anwendung.

Fettiges Haar regelmäßig, aber nicht übermäßig, waschen

Die erste und wirksamste Maßnahme gegen fettige Haare ist leicht durchzuführen und findet unter der Dusche statt. Wenn wir zu fettigem Haar und fettiger Kopfhaut neigen, haben wir das Gefühl, dass die tägliche Haarwäsche Pflicht ist – allerdings verschlimmert diese das Problem meistens noch. Durch austrocknendes Shampoo werden unsere Talgdrüsen an der Kopfhaut nämlich dazu angeregt, noch schneller noch mehr Talg zu produzieren. Was Du also vermeiden willst, tritt ein: Je öfter Du Deine Haare wäscht desto fettiger werden sie. 

Deshalb ist es ratsam, einige Tage zwischen den Haarwäschen verstreichen zu lassen. Taste Dich langsam heran: In der 1. Woche wäscht Du beispielsweise nur jeden 2. Tag Haare, ab der 2. Woche nur noch jeden Dritten und so weiter. Wenn Du es zwischendurch gar nicht mehr aushältst, kannst Du Dein Haar auch einfach mit Wasser durchspülen, um so wenigstens ein bisschen Frische zu bekommen. Oder greife zum beliebten Trockenshampoo, um die Haarwäsche noch einen Tag hinauszuzögern! Auch hier gilt: weniger ist mehr, denn zu viel Trockenshampoo verklebt Deine Haare unnötig.

Und jetzt ist einfach Durchhalten angesagt: denn das Ergebnis nach einigen Wochen kann sich wirklich sehen lassen!

Bei fettigem Haar das richtige Shampoo verwenden

Nicht nur die Häufigkeit, auch ein geeignetes Shampoo ist entscheidend, damit wir die fettigen Haare schnell wieder los werden. Zu reichhaltige Shampoos sind nämlich eher für trockene Haare gedacht und versorgen fettiges Haar mit einem Übermaß an Pflegestoffen, die es gar nicht benötigt. Besser ist es zu einem Shampoo zu greifen, das überschüssiges Fett auf der Kopfhaut entfernt und die Talgdrüsen beruhigt. Bewährt haben sich Shampoos, die Zitrone, Minze oder Tonerde enthalten sowie Produkte mit Süßholz- oder Brennnesselextrakten. 

Auch ein Trockenshampoo ist bei fettigem Haar genial. Denn es reinigt nicht nur, sondern kann jede Menge Talg binden! 

Und auch wenn wir das alle eigentlich wissen: Spülung bitte nur in die Spitzen und in keinem Fall auf die Kopfhaut auftragen! Selbst trockene Haartypen vertragen Spülung auf der Kopfhaut nur selten, von fettigen Haartypen ganz zu schweigen.

Fettiges Haar an der Luft trocknen

Auch unseren geliebten Fön lassen wir besser im Schrank, wenn unser Haar mal wieder eine besonders fettige Phase hat. Die heiße Luft des Föns wirkt wie eine heiße Dusche und kurbelt die Talgproduktion unserer Kopfhaut an. Wir nehmen uns morgens lieber ein bisschen Zeit, stehen ein wenig früher auf, genießen einen Kaffee und lassen unsere Haare entspannt an der Luft trocknen. 

Kur mit Heilerde bei fettigem Haar

Auf eine Spülung verzichten wir weitgehend. Dafür gönnen wir unserem fettigen Haar einmal wöchentlich eine Kur mit Heilerde. Wir verrühren zehn Esslöffel Heilerde mit 200 Millilitern Wasser, bis ein schöner brauner Schlamm entstanden ist. Den Brei geben wir nach der Wäsche auf die Kopfhaut und lassen ihn 20 Minuten einwirken. Anschließend wird er mit lauwarmem Wasser abgewaschen. Die Heilerde saugt Talg auf wie ein Schwamm, sodass wir in den nächsten Tagen deutlich weniger unter fettigem Haar zu leiden haben. 

Auch Backpulver hilft bei fettigem Haar

Wenn die Heilerde gerade mal aus ist, behelfen wir uns mit einem Mittel aus der Küche. Wir vermischen einen Esslöffel Backpulver mit drei Esslöffeln Wasser und geben die Paste ins Haar. Nach einigen Minuten wird das Backpulver, das einen ähnlichen Effekt wie die Heilerde hat, wieder ausgespült. Nachgespült wird dann mit einer sauren Rinse. Der Begriff „rinse“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „spülen“. Für die Saure Rinse vermischen wir ein bis zwei Esslöffel Apfelessig oder den Saft einer halben Zitrone mit einem Liter Wasser. Die Mischung wird über den Kopf gegossen und nicht ausgespült. Die Rinse soll den pH-Wert der Kopfhaut wieder normalisieren, da Backpulver basisch ist. Über den Geruch des Essigs müssen wir uns übrigens keine Gedanken machen. Er ist nach wenigen Minuten bereits wieder verflogen. 

Schwarzer Tee gegen fettiges Haar

Schwarzer Tee ist nicht nur als Getränk eine Wohltat, sondern kann auch gegen fettiges Haar helfen. Ursache ist die adstringierende Gerbsäure, die reichlich im Tee enthalten ist. Sie sorgt dafür, dass sich die Poren auf der Kopfhaut zusammenziehen und weniger Fett ausscheiden. Und das macht sich dann auch schnell an den Haaren bemerkbar. Für eine wirksame Kur geben wir zwei Esslöffel schwarzen Tee in einen Topf, gießen eine Tasse Wasser hinzu und lassen das Gebräu etwa zehn Minuten köcheln. Der Tee wird nun durch ein feines Sieb gegossen. Die Blätter werden nicht mehr benötigt. Wir lassen den Tee auf Zimmertemperatur abkühlen und gießen ihn dann auf unseren Kopf. Der Tee wird wie ein Haarwasser einmassiert. Im Anschluss warten wir fünf Minuten, damit unser Zaubermittel seine Wirkung entfalten kann. Danach werden die Haare mit einem milden Shampoo gewaschen. Zwei bis dreimal wöchentlich sollten wir die Prozedur wiederholen, um einen dauerhaften Effekt zu erzielen. 

Aloe Vera Gel gegen fettiges Haar

Zahlreiche Enzyme sorgen im Aloe Vera Gel dafür, dass die Kopfhaut gereinigt und die Fettproduktion reduziert wird. Und mit Aloe Vera Gel lässt sich ganz leicht ein wirksames Shampoo herstellen. Dazu vermischen wir einen Teelöffel Aloe Vera Gel, einen Esslöffel Zitronensaft und eine Tasse mildes Shampoo. Mit unserem DIY-Shampoo wird das Haar wie gewohnt gewaschen. Allerdings spülen wir es nicht sofort aus, sondern lassen es fünf Minuten einwirken. Erst danach werden die Haare mit lauwarmem Wasser vom Shampoo befreit. Da wir ein Produkt mit vielen natürlichen Zutaten hergestellt haben, sollten wir das Shampoo im Kühlschrank aufbewahren, wo es etwa eine Woche haltbar ist. 

Rosmarinöl gegen fettiges Haar

Rosmarinöl hat nicht nur einen verführerischen Duft, sondern ist auch ein wirksames Mittel, um unserem fettigen Haar den Kampf anzusagen. Das Öl steigert die Durchblutung der Haut und kann dabei helfen die übermäßige Fettproduktion zu reduzieren, da es eine austrocknende Wirkung hat. Für eine Kur mischen wir einen Esslöffel Basisöl, also zum Beispiel Mandelöl oder Traubenkernöl, mit fünf Tropfen Rosmarinöl. Die Mischung massieren wir gründlich in die Kopfhaut ein und lassen sie für einige Minuten einziehen. Im Anschluss waschen wir unsere Haare wie gewohnt mit einem milden Shampoo. Wir können das Rosmarinöl natürlich auch dem Shampoo zufügen. Acht Tropfen für eine Flasche sollten ausreichend sein.

Gesunde Ernährung hilft gegen fettiges Haar

Nicht nur mit äußerlichen Mittel, auch mit unserer Ernährung können wir dazu beitragen, dass unser Haar nicht so fettig wirkt. Haferflocken enthalten reichlich Zink, der die Talgproduktion der Haut in normale Bahnen lenkt. Und Vitamin B, das zum Beispiel in Hühnchen und anderen tierischen Produkten enthalten ist, hat eine ähnliche Wirkung. Auch Nüsse, die ebenfalls Zink und zudem ungesättigte Fettsäuren beinhalten, sollten wir in unseren Speiseplan integrieren. Avocados, die reich an Biotin sind, können wir ebenso täglich gegen den Talgüberschuss genießen. 

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