Entzündete Pickel: Was Du gegen die unschönen Pusteln tun kannst

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Entzündete Picke und Unreinheiten auf der Haut sind längst nicht nur in der Pubertät ein Thema. Wir geben hilfreiche Tipps, wie Du mit Hausmitteln und Co. zu Hause dagegen vorgehen kannst.

Wer kennt es nicht: Gerade wenn es besonders wenig passt, Du Dich auf ein Date freust oder ein wichtiges Vorstellungsgespräch ansteht, blüht plötzlich ein Pickel im Gesicht auf. Denn Hautunreinheiten und Pickel sind mit der Pubertät noch längst nicht überstanden. Es gibt vielfältige Gründe für Pickel jenseits der Teenagerjahre – aber Du kannst etwas gegen Deine pickelige Haut unternehmen. Ganz abgesehen vom schnellen Kaschieren mit Abdeckstift oder -creme gibt es wirkungsvolle Methoden, dass Pickel-Problem gewissermaßen bei der Wurzel zu packen.

Warum bekommen wir im Erwachsenenalter Pickel?

Zunächst einmal ist Dein Hautbild genetisch angelegt. Du kannst Dir nicht aussuchen, ob Du eher fettige oder trockene, normale oder Mischhaut hast. Allerdings gibt es Faktoren, die sich auf die Haut auswirken. Als unser größtes Organ ist sie auch ein Spiegel der Lebensgewohnheiten. Stress, Ernährungsgewohnheiten, Nervengifte wie Nikotin oder Alkohol und hormonelle Schwankungen etwa durch eine Schwangerschaft oder die Wechseljahre sind uns regelrecht „ins Gesicht geschrieben“. Insofern kannst Du auch abseits der konkreten Pflege etwas für Deine Haut tun. Wenn Du darauf achtest, ausreichend zu schlafen, Dich vollwertig zu ernähren und beispielsweise auf Zigaretten verzichtest, wird sich das auch in einer reineren und frischeren Haut erkennen lassen.

Hast Du schon einmal von der „Stewardessenkrankheit“ gehört?

Natürlich ist eine regelmäßige Pflegeroutine wichtig, aber der Grundsatz „viel hilft viel“ gilt hier nicht. Ist Deine Gesichtscreme zu reichhaltig und nicht auf Deinen Hauttyp abgestimmt, könnte das dazu führen, dass Deine Poren verstopfen und sich deshalb Mitesser und Pickel bilden. 

Eine Variante der Überpflege ist die periorale Dermatitis, die im Volksmund auch „Stewardessenkrankheit“ genannt wird. Hierbei bildet sich ein Ausschlag von roten Bläschen meist um die Mundregion. Weil diese Entzündungen vor allem Frauen betreffen, die jeden Tag viele Pflegeprodukte und Make-up verwenden und einer besonders trockenen Luft – wie im Flugzeug – ausgesetzt sind, steht diese Berufsgruppe als Namensgeber. Gerade wenn betroffene Frauen versuchen, ihre Symptome mit Kosmetika wegzupflegen, schlägt das leicht ins Gegenteil um. Denn ein wiederholtes Nachcremen bringt am Ende nur einen zusätzlichen Austrocknungseffekt der obersten Hautschicht.

Entzündete Pickel – schmerzhaft und langwierig

Während sich Mitesser und Pickelchen direkt auf der Hautoberfläche befinden, liegen entzündete Pickel nicht selten tiefer im Gewebe. Die Stelle ist zuerst nur leicht gerötet und etwas dick, meist spürst Du aber ein schmerzhaft-pochendes Spannungsgefühl. Entzündete Pickel entstehen, wenn eine Pore etwa mit Make-up-Resten verstopft ist und sich entzündet hat. Neben Verunreinigungen können auch eingewachsene Härchen eine solche tiefsitzende Entzündung verursachen. 

Jetzt ist Geduld gefragt und es gilt, einige Regeln zu beachten.

Niemals selber Hand an entzündete Pickel anlegen

Auch wenn es verlockend ist, den Übeltäter mit den Fingern auszudrücken, Du solltest es Dir verkneifen. Was ebenso bei Mitessern auf der Hautoberfläche gilt, ist bei entzündeten Pickeln umso beherzigenswerter. Denn wenn Du versuchst, die Entzündung so zu beseitigen, drückst Du sie nur tiefer in die Haut hinein. Dadurch kann sich die Verunreinigung im Gewebe ausbreiten und das Problem verschlimmert sich. Du hast nun vielleicht stärker sichtbare und schmerzende Areale im Gesicht und der Heilungsprozess zieht sich in die Länge. Zudem besteht beim Ausdrücken die Gefahr, dass Deine scharfkantigen Nägel zu Verletzungen und neuen Infektionen führen, wodurch auch die Gefahr einer Narbenbildung wächst.

Besser ist es, gegen die Entzündung vorzugehen 

Wenn Dich ein entzündeter Pickel plagt, empfiehlt es sich, gezielt gegen die Entzündung vorzugehen. Denn wenn sie abklingt, verschwindet auch der Pickel. Hierbei kannst Du zu chemischen Helfern wie Salicylsäure oder Zinksalbe greifen. Oder Du nutzt bewährte Hausmittel wie Teebaumöl, Pfefferminzöl, Melissengeist oder Zitronensaft. Am besten arbeitest Du mit einem Wattestäbchen und betupfst die betroffenen Stellen vorsichtig. Weil die Mittel durchaus aggressiv sind, könnten sie sonst womöglich die umliegenden Hautpartien irritieren.

Altbewährt und wirksam

Zusätzlich und unterstützend kannst Du Deinem Hautbild etwas Gutes tun, wenn Du ein Dampfbad machst. Kamillenblüten, Melisse oder Calendula helfen dabei, die Poren zu reinigen und die Durchblutung anzuregen. Dabei sollte der Dampf nicht zu heiß sein. Als Abschluss eignet sich immer kaltes Wasser, damit sich die geöffneten und gereinigten Poren wieder zusammenziehen. Auch ein kurzer Quarkwickel hilft dabei, die Entzündung aus den Poren zu ziehen. 

Vorbeugende Alltagstipps gegen Pickel

Mit einigen kleinen Tricks kannst Du etwas dafür tun, dass Pickel gar nicht erst entstehen. Zuerst gilt: Unterwegs und generell nicht so oft mit den Händen ins Gesicht fassen, um keine Keime zu verteilen. Jede Aktion gegen Pickel und Co. setzt gründlich gewaschene Hände voraus. Bei Deiner Kosmetik-Wahl solltest Du streng auf „nicht komedogene“ Produkte für unreine Haut achten, damit die Poren nicht zusätzlich verstopfen. 

Und auch im Haushalt kannst Du vorbeugen und beispielsweise Kopfkissenbezüge, Handtücher und Waschlappen lieber einmal mehr wechseln.  Je stressfreier und regelmäßiger Du Deinen Alltag managst, desto weniger Probleme hast Du in allen Bereichen – auch mit entzündeten Pickeln.