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Trockene Füße: Die beste Pflege für raue, rissige Füße

Inhaltsübersicht

Viele Menschen leiden unter trockener Haut, auch an den Füßen. Was wirklich gegen trockene oder sehr trockene Füße hilft, kannst Du hier nachlesen. 

Trockene Haut ist unangenehm. Sie spannt, juckt und reagiert empfindlich auf äußere Reize. Trockene Haut ist aber auch eine reale Gefahr: Schon winzig kleine Risse die entstehen, können zum Einfallstor für Pilze, Viren und Bakterien werden. Die Probleme, die damit drohen, sind weit schlimmer als nur „unangenehm“. Sie bringen unsere Gesundheit ernsthaft in Gefahr. 

Das Problem trockener Haut kann am ganzen Körper auftreten, oft sogar aus denselben Gründen heraus, zum Beispiel durch starke Sonneneinstrahlung oder trockene Raumluft. Dennoch ist das Problem trockener Fußhaut noch anders gelagert, als beispielsweise im Gesicht: Der Vorteil, für Dritte wird das Problem an den Füßen nicht so schnell sichtbar. Der Nachteil: Die Füße sind rund um die Uhr im Einsatz. Versagen sie auch nur temporär ihren Dienst, hat das enorme Konsequenzen auf unsere Mobilität und unsere Lebensqualität?

Was macht die Haut an den Füßen so besonders?

Um ihre Schutzfunktion für den Körper wahrnehmen zu können, braucht unsere Haut Feuchtigkeit. Sie wird mit der Nahrung aufgenommen, vor allem natürlich beim Trinken, oder über feuchtigkeitsspendende Cremes oder Lotionen aufgebracht. Talg- und Schweißdrüsen in unserer Haut sorgen für den Transport von Feuchtigkeit und Fetten zu den Körperregionen, bei denen sie benötigt werden. 

Nun verfügt die Haut an den Füßen kaum über Talgdrüsen, die Versorgung muss hier über Schweiß geregelt werden. Das bedeutet zugleich, dass die Haut an den Füßen generell trockener ist als in anderen Körperregionen. Als positiven Effekt könnte man zum Beispiel sehen, dass wir selbst in der Pubertät oder in anderen Zeiten hormoneller Schwankungen an den Füßen nicht mit Pickeln zu kämpfen haben. Anders als in der T-Zone im Gesicht können hier keine Talgdrüsen verstopfen und sich entzünden. Und so kommt es vor, dass Nase, Kinn und Stirn, von Pusteln übersät, speckig glänzen, während sich an unseren Füßen Risse schmerzlich bemerkbar machen, weil es genau hier an Fett und Feuchtigkeit mangelt. Gerade an den Fersen kann die verhornte Haut den Mangel an Elastizität dann oft nicht mehr ohne pflegende Unterstützung ausgleichen, reißt auf und macht schon das Tragen von Schuhen zur Qual.

Was sind die Ursachen für extrem trockene Füße?

Es ist bereits angeklungen: Zumindest zum Teil ist der Hang zu trockenen Füßen der menschlichen Anatomie geschuldet. Der Talg ist im Körper einfach ungerecht verteilt, denn „im Keller“ hat man wenig abbekommen. Das allerdings ist kein Zufall. Ja es ist noch nicht einmal eine Ungerechtigkeit. Der Bedarf an den Füßen ist einfach anders, zum Beispiel weil sie nicht den ganzen Tag am Licht sind. 

Neben diesen anatomischen Ursachen gibt es noch viele weitere Faktoren, die als Auslöser trockener Füße infrage kommen. Wir wollen sie hier kurz benennen – denn nur wer die Ursachen kennt, kann versuchen, sie abzustellen.  

Falsche Hygiene: Wer es gut mit seinen Füßen meint, wäscht sie intensiv und häufig. Genau das kann jedoch zum Problem werden, gerade wenn das Wasser sehr heiß und die verwendeten Reinigungsmittel zu aggressiv sind. Beides trocknet die Füße aus. Die Fußwäsche sollte also lieber mit lauwarmem Wasser und einer pH-neutralen Seife erfolgen. Nach der Dusche oder dem Bad ist es zudem wichtig, die Füße gründlich abzutrocknen, und zwar auch zwischen den Zehen! Gerade zwischen dem kleinen Zeh und seinem Nachbarn bildet sich schnell Fußpilz, wenn hier zu lange ein feucht-warmes Klima herrscht. 

Falsche Ernährung: Der Einfluss der Ernährung auf das Hautbild wird häufig unterschätzt, dabei kann trockene, schuppige Haut – egal ob an den Füßen, den Armen oder im Gesicht – direkt auf einen Mangel an Feuchtigkeit und Nährstoffen zurückgeführt werden. Fürs Trinken gilt auch laut der der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: 1,5 Liter pro Tag sollten es mindestens sein, bei großer Hitze oder starker körperlicher Anstrengung auch mehr. Auf den Speiseplan wiederum gehören Lebensmittel, die reich an Eisen, Kupfer, Silizium und Mangan, an Omega-3-Fettsäuren, Aminosäuren und Antioxidantien sind. Natürlich ist es von Vorteil, wenn man weiß, welche Lebensmittel besonders reich an wertvollen Inhaltsstoffen sind. Fehlt jedoch die Zeit oder der innere Bezug, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen, dann sollte der Grundsatz herrschen: Bitte ausgewogen ernähren, mit viel saisonalem Obst, Gemüse und Kräutern. Um Fertiggerichte sollte man dabei einen Bogen machen, weil sie in vielen Fällen unverhältnismäßig viel Zucker und Salz enthalten.

Falsche Angewohnheiten: Bei Alkohol und Zigaretten spricht man von „Genussgiften“, was es ziemlich genau trifft – und so manche Flasche Wein ist jede Sünde wert. Nur übertreiben sollten wir es eben nicht, denn diese Stoffe wirken dehydrierend und schaden unserer Haut, die fahl und trocken wird. Zu den falschen Angewohnheiten zählen aber auch intensive Sonnenbäder, gerade wenn kein ausreichender UV-Schutz vorhanden ist. Die Haut trocknet dann sehr schnell aus, wird rissig und spröde. Die Füße bilden da keine Ausnahme, gerade wenn wir einen Strandtag verbringen. Viele Menschen schützen dann zwar Kopf und Oberkörper unter einem schicken Sonnenschirm, lassen Beine und Füße aber unbedeckt. Das kann fatale Folgen haben. 

Was kann man gegen trockene Füße tun?

Betrachtet man sich die bereits genannten Einflussfaktoren wird deutlich: Das meiste davon können wir selbst bestimmen oder zumindest beeinflussen. Wir sollten es mit Maßen tun, also die Balance zwischen Freude und Verantwortungsbewusstsein für unseren Körper halten. Wer ein Glas Champagner in der Sonne genießt, muss nicht an trockene Füße denken. Aber die Mühe, sie vorher einzucremen ist nicht allzu groß.

Neben dem eigenen Lebenswandel spielen zwei weitere Faktoren eine Rolle: Unser Schuhwerk, das nicht nur chic, sondern auch bequem sein sollte. Und gerade bei trockener Haut auch die Pflege, die der Haut an den Füßen die notwendigen Nährstoffe gibt. Spezielle Fußcreme, die oft einen hohen Anteil an Urea enthält kann hier wahre Wunder wirken und Risse ebenso verhindern wie die Bildung von zu viel Hornhaut. 

Bei „hansaplast.de“ sind wir auf einige weitere Tipps gestoßen, die gegen trockene Füße empfohlen werden. 

Um die Produktion frischer Hautzellen anzukurbeln, muss die alte, oft trockene Haut weichen. Diesen Prozess kann man der Webseite zufolge damit unterstützen, dass man etwas Zitronensaft auf die Haut aufträgt und die milde Säure ihre Arbeit verrichten lässt.

Auch eine nährende Ölkur gilt als empfehlenswert – und hier kann man tatsächlich sehr reichhaltige Öle wählen, die an anderen Körperstellen womöglich die Poren verstopfen könnten. Genannt werden zum Beispiel Kokos- und Olivenöl, das nicht zu knapp auf die Füße aufgetragen wird. Am besten, man stülpt dann leichte Söckchen über die eingeölten Füße und begibt sich zur Nachtruhe, dann hat das Öl viel Zeit, seine Wirkung gegen trockene Haut zu entfalten. 

Eine dritte Empfehlung gilt dem Bittersalz, das rezeptfrei in Apotheken und auch in vielen Drogerien erhältlich ist. Mancher mag es bereits aus einem ganz anderen Zusammenhang heraus kennen, denn Bittersalz wirkt abführend und kann so gegen Verstopfungen helfen. „Hansaplast.de“ empfiehlt es in diesem Fall bei rissigen Füßen, denn das Salz soll den Heilungsprozess unterstützen und – aufgrund des enthaltenen Magnesiums – zugleich entgiftend wirken. 

Ein weiterer Tipp, der zunächst ungewöhnlich klingt: Aus überreifen Bananen könne eine sehr nährstoffreiche Paste gewonnen werden, die man dann auf die Haut aufträgt. Nach einigen Minuten Einwirkzeit soll sie ein angenehm geschmeidiges Gefühl hinterlassen und nach dem Entfernen bleibe eine weit besser durchfeuchtete Haut zurück. 

Ist Hornhaut nützlich oder schädlich?

Unsere Füße sind hohen Belastungen ausgesetzt, denn sie tragen beim Stehen und Gehen unser volles Gewicht. Gerade an der Ferse und an den Ballen bildet sich daher Hornhaut, um die Widerstandskraft der Haut zu erhöhen. Diese Verdickungen, die an den Füßen oft gelblich erscheinen, sind also als natürliche Schutzreaktion unserer Haut. 

Problematisch wird es immer dann, wenn die Hornhaut dicker wird und aufreißt, was gerade bei trockener Haut relativ wahrscheinlich ist. Es entstehen sogenannte Schrunden, die tief in die Haut hineinreichen können. Schmerzen sind die Folge, auch Hühneraugen können sich herausbilden.  

Um die Hornhaut an den Füßen sanft zu entfernen, solltest Du zunächst ein Fußbad machen, wobei dem Wasser etwas Essig oder Zitrone zugesetzt wird. Nach rund einer Viertelstunde ist die Haut aufgeweicht und kann nun mit einem Bimsstein sanft abgerieben werden. Der Vorgang sollte regelmäßig wiederholt werden. Auch flache Hühneraugen können mit der beschriebenen Prozedur beseitigt werden. 

Bestehen bereits tiefe Risse in der trockenen Fuß- oder Hornhaut sollte zunächst mit einer Urea-Creme dafür gesorgt werden, dass die Wunde abheilt. Auch in diesem Fall nutzt Du am besten die Nachtstunden, damit die Creme gut einziehen kann. Hilfreich ist, die gut gecremten Areale mit einer Mullbinde zu umwickeln und anschließend eine Socke anzuziehen. So verteilt sich die Creme nicht im Bett, sondern an der gewünschten Stelle am Fuß. 

Besondere Zeit: Fußpflege in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft vollziehen sich im Körper gravierende hormonelle Veränderungen, die sich auch an trockenen, rauen Füßen zeigen können. Hinzu kommt die ungewohnte Belastung, wenn mit dem wachsenden Babybauch auch das Gewicht steigt und sich zudem sehr weit nach vorne verlagert. Die Beanspruchung für die Füße ist hoch und ungewohnt, ein Pflegeprogramm für die Füße daher gerade in dieser aufregenden Zeit lohnend. Viele Kosmetikstudios haben entsprechende Angebote. Auch sollten Schwangere ihren Füßen täglich eine kurze Massage mit einer Feuchtigkeitscreme gönnen. Trocknen die Füße dennoch aus, ist der Dermatologe der richtige Ansprechpartner.   

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