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Frisch tätowiert? Das solltest Du bei der Tattoo-Nachbehandlung unbedingt berücksichtigen

Inhaltsübersicht

Das Einmaleins der Tattoo-Nachbehandlung: Wir erklären Dir, wie Du Dein neues Tattoo eincremst, was Du beim Duschen beachten solltest und noch mehr.

Wenn Du mit dem frisch gestochenen Kunstwerk aus dem Tattoo-Studio kommst, ist der Großteil schon geschafft: Die Qual der Wahl beim Motiv liegt genau so hinter Dir wie die leichten Schmerzen bei der Prozedur selbst. Dennoch gibt es verschiedene Punkte, die Du auch jetzt noch berücksichtigen solltest. Die direkte Nachbehandlung des Tattoos ist nämlich entscheidend dafür, wie Form und Farbe von Deinem neuen Körperschmuck in den nächsten Jahren wirken. Hinzu kommt, dass sich die ohnehin schon angegriffene Haut ohne die richtige Pflege leicht entzünden könnte.

Gut geschützt: Folie für die ersten drei Tage nach dem Stechen des Tattoos 

Der erste Pflegeschritt von Deinem neu gestochenen Tattoo erfolgt direkt im Studio: Das Motiv wird von Deinem Tätowierer mit einer Schutzfolie bedeckt. Einerseits wird so gewährleistet, dass die gereizte Haut nicht mit Schmutz in Berührung kommt. Denn auch, wenn sich die Schmerzen des Tätowierens in Grenzen halten, solltest Du nicht vergessen: Beim Stechen der Farbe unter Deine obere Hautschicht wird eine Verletzung herbeigeführt. Deine Haut ist an dieser Stelle gereizt und so auch erst einmal anfälliger für Infektionen. 

Die Schutzfolie kann aber nicht nur helfen, die „Wunde“ sauber zu halten. Da sie oft auch mit besonderen Pflegestoffen angereichert ist oder eine Wundcreme auf dem Tattoo fixiert, beschleunigt die Folie gleichzeitig den Heilungsprozess. 

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Wie die Internetseite „aestheticart.de“ schreibt, sollte die Folie mindestens drei Tage auf Deinem neuen Tattoo getragen werden. Damit Du Dich an dem frischen Motiv erfreuen kannst, musst Du dich also etwas gedulden. Da die Folie meist durchsichtig ist, kannst Du das neue Kunstwerk trotzdem schon anschauen und herzeigen. Für einen ersten Eindruck reicht es allemal.

Der nächste Schritt bei der Tattoo-Nachbehandlung: säubern und gut cremen

Nach diesen drei Tagen kannst Du die Folie abnehmen. Anschließend solltest Du das Tattoo mit Wasser abspülen. Auch hier geht es darum, die Wunde sauber zu halten und so eine mögliche Infektion zu vermeiden. Zum Abspülen solltest Du klares Wasser verwenden – Seife könnte sich auch jetzt noch negativ auf die bestochene Stelle auswirken.

Anschließend musst Du Dein Tattoo gut eincremen – im Allgemeinen wird dafür zu Bepanthen oder Vaseline geraten. Beide Cremes haben den Vorteil, dass sie keine künstlichen Stoffe wie etwa Parfüm enthalten, denn solche Zusätze können sich schnell schädigend auf Dein Tattoo auswirken.

Neben der Wahl des Produktes gilt es, verschiedene Punkte beim Eincremen zu beachten: Zum einen ist es wichtig, dass Du wirklich regelmäßig cremst. Faktoren wie Dein Hauttyp haben hier einen großen Einfluss, deswegen ist es auch schwer, den idealen Rhythmus pauschal zu beziffern. Als Richtwert empfiehlt „aestheticart.de“ drei- bis sechsmal Eincremen pro Tag. Wenn Du generell zu eher fettiger Haut neigst, kannst Du auch seltener zur Creme greifen. Umgekehrt gilt: Wenn Du besonders trockene Haut hast, solltest Du Dein Tattoo wirklich konsequent sechsmal am Tag eincremen. Am besten Du stellst Dir auf Deinem Handy eine entsprechende Erinnerung ein.

So wichtig das Cremen auch ist, bei jedem einzelnen Vorgang solltest du es wiederum nicht übertreiben. Zu viel Fett, also eine zu dick aufgetragene Creme-Schicht, kann nämlich dazu führen, dass Deine Haut aufquillt. Und das könnte einen ärgerlichen Farbverlust nach sich ziehen. Außerdem wird so der Heilungsprozess Deiner Haut verlangsamt.

So lange solltest Du Dein neues Tattoo eincremen

Wie lange Du Dein Tattoo eincremen musst, lässt sich ebenfalls nicht pauschal sagen. Die beste Antwort wäre: Creme so lange ein, bis der Heilungsprozess abgeschlossen ist. Was das dann im Konkreten bedeutet, ist individuell allerdings sehr unterschiedlich. Bei dem einen dauert es nur zwei Wochen, bei anderen einen ganzen Monat. 

Den abgeschlossenen Heilungsprozess erkennst Du daran, dass Deine Haut wieder ganz glatt ist. Zuvor durchläuft sie verschiedene Stadien der Heilung, die Dich aber nicht beunruhigen sollten. Zuerst bildet sich auf der „Wunde“ oft eine Art leichter Kruste. Sie löst sich aber mit der Zeit von selbst. Die darunter liegende Haut ist zunächst leicht runzelig und weit kleine Falten auf – die Zellen sind hier also noch immer nicht vollkommen regeneriert. Erst danach, in der folgenden „Heilungsstufe“, bekommst Du wieder deine normale, glatte Haut.

Das solltest Du bei der Pflege von Deinem neuen Tattoo außerdem berücksichtigen

Folie und Eincremen sind die Basics bei der Tattoo-Nachbehandlung. Daneben gibt es aber noch weitere Punkte, die Du unbedingt beachten solltest. Wie „aestheticart.de“ bestätigt, sollte das neu gestochene Tattoo zum Beispiel nicht gedrückt werden – und das passieren schneller als Du denkst. Schon durch Hosen, Socken oder BHs kann die Haut um das Tattoo herum abgeschnürt werden, was sich wiederum negativ auf deinen Stich auswirken kann.

Ebenfalls wichtig: Kratze nicht am Tattoo. Dass die frisch gestochene Stelle zu jucken anfängt, ist vollkommen normal. Es gehört einfach zum Heilungsprozess – Dein Körper schüttet dabei nämlich bestimmte Botenstoffe aus, die auch einen Juckreiz verursachen. Trotzdem solltest Du nicht kratzen. Farbverlust oder sogar Narbenbildung können ansonsten die Folge sein. Stattdessen gibt es gegen das Jucken eine andere Lösung: kühlen. Ein (in einem sauberen Geschirrtuch eingepackter) Kühlakku reicht oft schon aus, um Deine Haut zu beruhigen. Steht diese Form der Hilfe nicht zur Verfügung, kann es schon helfen, wenn Du Deine gewaschene Hand auf die tätowierte Stelle legst.

„Aestheticart.de“ gibt außerdem noch die beiden folgenden Hinweise: Tierhaare und auch Wollfasern sollten auf jeden Fall von dem frischen Tattoo ferngehalten werden. Damit die Wunde nicht unnötig schmutzig wird, solltest Du zum Beispiel auch erst einmal möglichst fusselfreie Kleidung tragen.

Wasser und Tattoo: Wie sieht es mit Duschen nach der Tätowierung aus?

Weil Wasser dem frisch gestochenen Tattoo schadet, solltest Du nach dem Stechen länger nicht duschen? Dieser Mythos ist zum Glück ein Aberglaube. Das Dusch-Verbot gilt nur für die ersten zwei bis drei Tage. Ansonsten musst Du keine Angst haben. Da die Tinte unter den obersten Hautschichten sitzt, ist der bloße Kontakt mit Wasser nicht schädlich. Erst ein längeres Bad von etwa 15 Minuten weicht Deine Haut so stark auf, dass es sich auch auf das Tattoo auswirken könnte. 

Damit Deinem Tattoo nichts passiert, solltest Du allerdings bei der Wahl Deines Duschbads aufpassen. Wenn es nicht parfümfrei und pH-neutral ist, kann es schädlich für das Kunstwerk unter Deiner Haut sein. Zusätzlich ist es wichtig, dass Du nicht zu warm duschst. Gerade heißes Wasser macht sich an der tätowierten Stelle schnell schmerzhaft bemerkbar. Außerdem kann es aber auch Deine Poren öffnen. Im schlimmsten Fall bedeutet das Farbverlust.

Auch wenn ein generelles Wasser-Verbot unbegründet ist, solltest Du Schwimmbäder erst einmal meiden. Hier ist es nicht nur wahrscheinlich, dass Du Dich länger als 15 Minuten im Wasser aufhältst. Im Schwimmbad kommst Du auch mit Wasser in Berührung, das mit Chlor angereichert wurde – und Chlor tut Deinem neuen Tattoo gar nicht gut.

Tattoo-Nachbehandlung: erstmal keine Sonne?

Dass Sonnenbäder erst einmal tabu sind, ist ebenfalls ein Vorurteil. Auch das frische Tattoo verträgt Sonne, Du solltest es nur nicht übertreiben. Beim Brutzeln in der Sonne ist es ratsam, das Motiv erst einmal abzudecken, zum Beispiel mit einem kleinen Handtuch. So gehst Du auf Nummer sicher und Deinem Tattoo kann wirklich nichts passieren. Ein Sonnenbrand auf dem Tattoo solltest Du in jedem Fall vermeiden. Vernarbungen, Verzerrungen oder auch Verfärbung des Motivs sind mögliche Folgen. Aus denselben Gründen solltest Du mit einem frischen Tattoo auch erst einmal nicht ins Solarium gehen.

Aufgepasst: Ist Sport nach der Tätowierung ein No-Go?

Dieser Hinweis ist vielleicht etwas überraschend, aber auch Sport kann Deinem Tattoo in der Zeit direkt nach dem Stechen schaden. Bewegungen Deines Körpers bedeuten nämlich immer zugleich eine Bewegung deiner Haut. Die „Wunde“ wird dabei weiter angestrengt und diese zusätzliche Belastung kann schließlich dazu führen, dass sich der Heilungsprozess verlangsamt oder dass es zu dauerhaften Schäden am Motiv kommt.

Natürlich ist die Auswirkung von Sport auf Dein Tattoo auch davon abhängig, an welcher Körperstelle Du es hast stechen lassen. Beine und Arme werden beim Sport besonders stark beansprucht – wenn Du hier frische Tattoos hast, ist also besondere Vorsicht geboten. Aber auch jedem anderen Stich kann Sport potentiell schaden. Schweiß birgt immer die Gefahr, Deine „Wunde“ weiter zu reizen und zu verunreinigen. Im Ergebnis kann das unschöne Entzündungen auslösen. Aus demselben Grund solltest Du nach dem Tätowieren auch erst einmal von Saunabesuchen absehen.

Tattoo-Nachbehandlung: Was kannst Du für ein älteres Tattoo tun?

Auch wenn Du Dein Tattoo, sobald der Heilungsprozess abgeschlossen ist, nicht mehr mit dieser extremen Vorsichtig behandeln musst, kann weitere Pflege nicht schaden. Da das Tattoo vor allem für UV-Strahlen anfällig ist, solltest Du es dauerhaft mit einer besonders starken Sonnencreme schützen. Ansonsten kannst Du Dir an der tätowierten Stelle schnell einen Sonnenbrand einfangen. Außerdem können die UV-Strahlen dazu führen, dass die Farbe nachlässt und das Tattoo ausbleicht. 

Auch das regelmäßige Eincremen mit Bepanthen oder Vaseline kann nicht schaden. Die Haut und das Tattoo bleiben so immer feucht. Auch die Nährstoffe helfen, das Motiv möglichst lange frisch zu erhalten.   

Bei Fragen und Unsicherheiten kannst Du Dich bestimmt an deinen Tätowierer wenden, der auch in Fragen der Tattoo-Pflege Fachmann sein dürfte. In den meisten Studios bekommst Du ohnehin eine Einweisung für die nötige Pflege des Tattoos in den ersten Wochen.

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