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Neue Schönheit fürs Gesicht: Wie funktioniert Microneedling?

Inhaltsübersicht

Microneedling liegt voll im Trend! Diese Beauty-Behandlung macht die Haut deutlich schöner und glatter. Doch was ist Microneedling überhaupt und wie funktioniert es? 

Mit Microneedling kann in kurzer Zeit ein frisches, gesünderes Aussehen und eine glattere Haut erreicht werden. Und es kann völlig unkompliziert zu Hause durchgeführt werden. 

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und auch das sichtbarste. Wenn die Gesichtshaut fahl aussieht oder mit Hautunreinheiten zu kämpfen hat, sieht der Mensch schnell ungesund aus. Pickel, Mitesser und kleine Akne-Narben können durch Microneedling deutlich vermindert werden. Sogar Falten und große Poren lassen sich mit dieser Methode reduzieren, deswegen steht sie auch als Anti-Aging-Behandlung hoch im Kurs. Regelmäßig angewendet, bleibt der Teint lange frisch und schön – ein wahres Beauty-Feuerwerk! Aber was ist Microneedling überhaupt? Die einfachste Umschreibung dafür ist: Piksen mit Nadeln. Aber keine Angst, ein Fakir musst Du nicht sein, um die Behandlung mit den Nadeln unbeschadet zu überstehen.

Was ist Microneedling?

Mit speziellen Rollern oder Pens, die mit Nadeln ausgestattet sind, werden kleinste Verletzungen in die Haut geritzt oder gestochen. Damit soll der Prozess der Selbstheilung der Hautzellen in Gang gesetzt werden. Diese minimalen Verletzungen bringen die Haut bei der Wundheilung dazu, körpereigenes Kollagen und Elastin zu bilden, wie „natuerliche-schoenheitsmedizin-berlin.de“ schreibt. Auf diese Weise erneuert sich die Haut selbst. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang und dieser Vorgang lässt sich bewusst dafür einsetzen, das Hautbild zu verbessern und das Gesicht frischer und jünger aussehen zu lassen. 

Natürlich reicht es nicht, die Haut einfach mit einer Nadel zu verletzen. Das ist gefährlich und kann im schlimmsten Fall zu Entzündungen und Narbenbildung führen. Die Verletzungen der Haut dürfen nicht zu tief sein, aber auch nicht zu oberflächlich, sonst kann die gewünschte Wirkung nicht eintreten. Die Behandlung muss sicher und hygienisch durchgeführt werden, mit einer genau abgestimmten Nadeltiefe.

Wie funktioniert Microneedling zu Hause?

Wer schön sein will, muss leiden, so hieß es früher. Heute heißt es eher: Wer schön sein will, muss sich entscheiden, und zwar in unserem Fall zwischen den verschiedenen Behandlungsmethoden. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, diese kleinsten Verletzungen auf der Haut zu erzeugen, um die Selbstheilung und Erneuerung der Gesichtshaut anzuregen. 

Dermaroller, auch Microneedling-Roller genannt: Diese Roller werden für die Selbstbehandlung zu Hause eingesetzt. Ein Dermaroller ist ein kleiner, handlicher Roller, der an der Walze mit Nadeln bestückt ist. Die Nadeln sollten möglichst aus Titan oder Edelstahl bestehen, um eine hygienisch einwandfreie Reinigung des Gerätes zu ermöglichen. Für die Selbstbehandlung sind die Nadeln höchstens 1,5 Millimeter lang. Für eine Gesichtsbehandlung zu Hause sollten die Nadeln aber höchstens eine Länge von 0,25 Millimeter bis 0,5 Millimeter haben. 

Die Nadeln sitzen dicht an dicht auf der Walze. Der Roller wird sanft über das zuvor gereinigte Gesicht gerollt und hinterlässt dabei winzige Ritzungen in der obersten Hautschicht. Die zarte Gesichtshaut sollte dabei nicht mit Druck bearbeitet werden. Das Gesicht reagiert in den meisten Fällen direkt mit einer leichten Rötung oder Schwellung. Das ist ganz normal und die Haut beruhigt sich erfahrungsgemäß wenige Stunden später von selbst. Wer die Haut bei der natürlichen Erneuerung noch unterstützen möchte, kann vor der Behandlung auch Anti-Aging-Gel mit Hyaluronsäure oder Produkte mit Kollagen, die für das Needling geeignet sind, auf die Haut auftragen. Durch die Behandlung mit den Nadeln ist die Haut aufnahmefähiger und empfänglich für solche Produkte. 

Nach wenigen Anwendungen zeigt sich bereits der Erfolg. Die Haut wirkt deutlich frischer und glatter. Ganz schmerzfrei ist die Prozedur zwar nicht, doch die Schmerzen bei der Selbstbehandlung sind eher gering, da die Nadeln nicht in die tieferen Hautschichten dringen. Die Behandlung mit dem Dermaroller kann ein- bis zweimal die Woche durchgeführt werden. Eine häufigere Wiederholung bringt kein besseres Ergebnis, da die Haut zwischen den Anwendungen ein paar Tage Zeit zur Regeneration braucht. Dermaroller gibt es in Drogerien, Apotheken oder im Onlineversand teilweise schon ab zehn Euro. 

Derma-Pen: Die Funktionsweise eines Derma-Pens, der elektrisch betrieben wird, beruht auf demselben Prinzip wie der Dermaroller. Die Haut wird minimal verletzt, um die Regeneration anzuregen. Allerdings wird der Derma-Pen nicht über das Gesicht gerollt, sondern aufgesetzt. Mit Hilfe eines elektrischen Impulses werden die Nadeln ausgefahren und wieder eingezogen. Dann wird der Pen auf die nächste Hautstelle gesetzt und erneut aktiviert. Der Vorteil dabei ist, dass diese Methode keine Ritzungen hinterlässt, sondern nur Einstiche, die schneller heilen. So wird auch die Erneuerung schneller angeregt. Allerdings dauert die Selbstbehandlung länger und ist aufwendiger in der Durchführung. 

Auch das Gerät selbst ist ein bisschen teurer als ein Dermaroller. Je nach Ausführung und Zubehör gehen die Preise für einen Derma-Pen bei circa 30 Euro los. Mit dem sogenannten Dermastamp gibt es auch eine mechanische Variante. Das ist für Neulinge eine gute Möglichkeit, sich langsam an die Methode heranzutasten. Die Vorgehensweise ist identisch wie beim Derma-Pen, nur ohne elektrische Unterstützung. 

Microneedling zu Hause, was gilt es zu beachten:

  1. Qualität vor Preis
    Ein Dermaroller, Derma-Pen oder auch ein Dermastamp, sollte qualitativ hochwertig sein.
    Zwar ist die Überlegung verständlich, sich zum Ausprobieren zunächst einmal ein sehr günstiges Gerät anzuschaffen, doch einige Punkte sind dabei zu beachten: Die Nadeln sollten auf jeden Fall aus rostfreiem Material bestehen und der Griff sollte sicher in der Hand liegen. Zum Anfang eignen sich die kürzeren Nadeln am besten, so kann die Haut sich an die Prozedur gewöhnen. Achtung: Wer allergisch auf Nickel reagiert, sollte lieber zu Nadeln aus Titan greifen. Denn auch Edelstahl enthält meist einen geringen Nickelanteil. 
  2. Erst testen, dann loslegen
    Wer mit Microneedling im Gesicht beginnen möchte, sollte es zunächst an einer unauffälligen Stelle testen, zum Beispiel an der unteren Wangenpartie. Einfach eine kurze Proberollung auf der gereinigten Haut machen. Bestenfalls wird das am frühen Abend ausgeführt, dann hat die Haut über Nacht einige Stunden Zeit zu reagieren. Leichte Rötungen sind normal. Im Allgemeinen wird die Behandlung sehr gut vertragen, auch weil die Nadeln bei den freiverkäuflichen Rollern oder Pens nicht in die unteren Hautschichten dringen. Doch wenn das Material des Gerätes oder die ganze Behandlung nicht gut vertragen wird, zeigen sich starke Rötungen oder es treten unangenehme Schmerzen oder heftiges Brennen auf. In dem Fall sollte die Behandlung nicht weiter fortgesetzt werden. 
  3. Hygiene ist oberstes Gebot
    Nicht nur Roller oder Pen müssen regelmäßig vor jeder Behandlung sauber und keimfrei sein, sondern auch die Haut selbst. Mit einem milden Reinigungsprodukt Haut und Hände vorher gründlich säubern und je nach Wunsch mit einem geeigneten Anti-Aging-Serum vorbehandeln. 
  4. Regelmäßigkeit
    Um ein länger anhaltendes Ergebnis zu erzielen, muss die Anwendung regelmäßig durchgeführt werden. Am besten einmal die Woche in die Beauty-Routine aufnehmen, so behält das Gesicht den frischen Teint dauerhaft. 

Medical Microneedling: Im Gegensatz zur Selbstbehandlung sollte das Medical Microneedling ausschließlich von Fachpersonal durchgeführt werden. Dermatologen (Hautärzte) und Kosmetiker sind die richtigen Ansprechpartner. Auch hier wird mit einem Roller oder Derma-Pen gearbeitet. Der größte Unterschied zwischen der Selbstbehandlung und der professionellen Anwendung des Medical Needlings ist die Nadeltiefe. Bei der medizinischen Variante kann die Nadel bis zu 2,5 Millimeter tief in die Haut fahren. Dadurch lässt sich eine höhere Wirksamkeit erzielen. Doch die Verletzungen in dieser Tiefe bergen auch ein größeres Risiko für Infektionen oder Narbenbildung, daher sollte eine solche Nadeltiefe bei der Selbstbehandlung nicht benutzt werden. 

Die Vorteile einer Behandlung beim Dermatologen oder Kosmetiker liegen auf der Hand. Bei Akne-Narben, kleinen Falten und ganz besonders bei der Behandlung von Brandnarben reagiert die Haut ausgesprochen gut darauf. Bei regelmäßiger Anwendung alle sechs bis acht Wochen, zeigen sich schnell eine erfreuliche Reduzierung der Faltentiefe und eine sichtbare Abmilderung von Narben. Um die 200 Euro pro Gesichtsbehandlung kann als Richtwert dienen. Die Kosten für eine Behandlung in einer Arztpraxis oder in einem Kosmetikstudio werden in der Regel individuell festgesetzt, abhängig von Hautbeschaffenheit und gewünschtem Ergebnis. 

Hipper Beauty-Trend: Microneedling mit BB Glow

BB Glow ist eine spezielle Foundation, die in Verbindung mit Microneedling gerade im Kommen ist. Dabei wird mit den Nadeln eine getönte Foundation in die Gesichtshaut eingearbeitet. Die Foundation sorgt dafür, dass die Haut einen gleichmäßigen Teint bekommt und strahlend aussieht. Der extra Glow-Effekt: Das Gesicht sieht leicht sonnengebräunt aus. Nach drei bis vier Einarbeitungen hält das Ergebnis circa sechs bis acht Monate an.

Für wen ist Microneedling geeignet?

Grundsätzlich ist es für jeden Hauttyp geeignet, mit einigen kleinen Einschränkungen. Wer das Needling zu Hause machen möchte, sollte wie oben erwähnt zuerst testen, wie gut die Verträglichkeit auf der eigenen Haut ist. Aber es gibt auch krankheitsbedingte Hautveränderungen, bei denen Vorsicht geboten ist. Wer zum Beispiel unter akuten Hautentzündungen leidet, sollte besser auf eine Selbstbehandlung verzichten. Bei Couperose und Rosacea kann Microneedling laut „micro-needling.org“ zu einer deutlichen Verbesserung führen. Doch bei solchen Hauterkrankungen sollte eine Selbstbehandlung nur nach ausführlicher Beratung mit einem Dermatologen erfolgen. Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich immer, den Rat eines Arztes oder Kosmetikers einzuholen. Während der Schwangerschaft wird im Übrigen von der Anwendung abgeraten, wie „proaesthetic.de“ schreibt, weil die Haut dann besonders empfindlich reagiert und zu Allergien neigt.

Weitere Anwendungsgebiete für Microneedling

Das Verfahren kann auf dem ganzen Körper eingesetzt werden und bei verschiedenen Hautproblemen helfen. Denn auch Dehnungsstreifen an Bauch, Armen und Beinen kann eine sichtbare Reduzierung erreicht werden. Doch die Selbstbehandlung stößt außerhalb des Gesichtes schnell an ihre Grenzen. Die Haut ist an den meisten anderen Stellen des Körpers dicker und die Nadeln sind bei den frei verkäuflichen Produkten für eine erfolgreiche Behandlung der anderen Körperpartien häufig nicht lang genug.

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