Weiße Mitesser – Was hilft dagegen?

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Wir alle wünschen uns einen strahlenden Teint, ohne Pickel und Mitesser. Und wer sich gut mit möglichen Hautunreinheiten auskennt, kann auch besser dagegen vorgehen. Was sind weiße Mitesser und was kann man dagegen tun?

Ob rote Flecken, schwarze oder weiße Punkte – Probleme mit der Haut sind immer ein Ärgernis. Das gilt umso mehr, da die unerwünschten Male häufig in der sogenannten T-Zone mitten im Gesicht auftauchen. Das heißt, Stirn, Nase und Kinn, und damit die am besten sichtbaren Stellen, sind besonders häufig von unreiner Haut betroffen. Make-up muss es dann richten, was kurzfristig gut funktioniert, die Sache aber langfristig eher noch schlimmer macht. 

Gerade weil so viele Menschen von Hautproblemen betroffen sind – irgendwann im Leben trifft es sogar fast jeden, Frauen besonders häufig in den Wechseljahren – ist die Forschung weit fortgeschritten. Viele Ursachen für die Probleme lassen sich gut bestimmen, manche davon auch proaktiv bekämpfen. Wie sieht das bei den weißen Mitessern aus?

Was sind weiße Mitesser?

Unsere Haut leistet täglich Schwerstarbeit, ein Leben lang. Bakterien machen ihr dabei ebenso zu schaffen wie Temperaturschwankungen, Umweltbelastungen und die UV-Strahlung. Aber unsere Haut ist wehrhaft! Sie reagiert auf die äußeren Einflüsse unter anderem mit einer erhöhten Talgproduktion. Das allerdings erhöht das Risiko für Hautunreinheiten, ebenso wie viele hormonelle Prozesse im Körper oder eine entsprechende genetische Veranlagung.

Oft entstehen bei diesem Prozess zunächst weiße Mitesser (Whiteheads), die als eine Art Vorstufe für schwarze Mitesser (Blackheads) aber auch für Pickel gesehen werden können. Weiße Mitesser sind dabei nichts anderes als Talg, der aus irgendeinem Grund nicht abfließen kann und sich unter der Haut sammelt. Wir sehen die Unebenheiten, die sich deutlich abzeichnen. Da der Talgdrüsenkanal verschlossen ist, tritt keine Flüssigkeit aus und es gibt zunächst auch keine sichtbaren Verfärbungen. 

Wie können sich weiße Mitesser entwickeln?

Da die Talgproduktion trotz des verschlossenen Kanals weitergeht, wächst nach und nach der Druck, was wir auch unter der Haut spüren. Das kann dazu führen, dass der Kanal „aufgesprengt“ wird und sich die Verstopfung damit löst. Durch den Kontakt der austretenden Flüssigkeit, die den Farbstoff Melanin enthält, mit dem Sauerstoff in der Luft kommt es nun zu einer Schwarz-Färbung, wobei man von schwarzen Mitessern spricht. 

Reicht der Druck nicht, um dem Talgpfropfen zu lösen, nehmen oft Bakterien ihre Arbeit auf. Wir erkennen es an geröteten Poren, die sich eitrig entzünden können. Auf diesem Weg entstehen Pickel, die das ebenmäßige Hautbild nachhaltig stören und sich auch nur schwer überschminken lassen. 

Was kann man gegen weiße Mitesser tun?

Im Kampf gegen Unreinheiten der Haut geht es zum einen um vorbeugende Maßnahmen, zum anderen um die Linderung bereits bestehender Mitesser und Pickel. Das Feld der proaktiven Maßnahmen ist dabei breit gefächert und geht weit über die eigentliche Hautpflege durch Tages- und Nachtcremes hinaus. Da unsere Haut sehr sensibel auf Einflüsse reagiert, spielt – immer neben der Genetik und Prozessen des Alterns – unser gesamter Lebenswandel eine Rolle. Die Haut braucht Zeit zur Erholung, was ausreichend Schlaf voraussetzt. Sie hat einen hohen Bedarf an Feuchtigkeit, womit regelmäßiges Trinken – mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag werden empfohlen – zu einem Schlüssel für einen schönen Teint wird. Genussgifte wie Alkohol oder Nikotin sind auch Gift für die Haut, sollten also nicht oder nur in Maßen konsumiert werden. Diese Liste ließe sich fortsetzen: regelmäßige Bewegung, viel frische Luft, ein guter Sonnenschutz auch im Winter … Es geht um das, was man gemeinhin einen „gesunden Lebensstil“ nennt. 

Darüber hinaus spielt die Hautpflege eine große Rolle, die eine gute Hygiene und etwas Know-How beinhaltet. Umso besser man die eigene Haut kennt und – sogar sprichwörtlich – umso wohler man sich in ihr fühlt, desto mehr kann man sie aktiv unterstützen. Die wichtigsten Punkte haben wir im Folgenden zusammengestellt:

Gründliche Reinigung

Unsere Haut befindet sich in einem ständigen Prozess der Regeneration, die mit den Jahren nicht aufhört, sich jedoch deutlich verlangsamt. Um diesen wichtigen Prozess nicht zu behindern, muss die Haut regelmäßig von Schmutz, Staub und überschüssigen Hautzellen sowie Talg befreit werden. Auch das Make-up des Tages hat beim Schlafen nichts mehr auf der Haut verloren. 

Die Reinigung erfolgt am besten mit klarem Wasser und einem Waschgel. Ziel ist es, die Verstopfung der Poren – und damit die Hauptursache für Mitesser – zu verhindern. Das eingesetzte Gel muss kein teures Markenprodukt sein, pH-Neutralität ist jedoch zwingend, da andernfalls der Säureschutzmantel der Haut leiden würde. Geschieht dies, hätten Viren und Bakterien ein weit leichteres Spiel und die aufwendige Hygiene im schlimmsten Fall den gegenteiligen Effekt.

Auf einer gründlich gereinigten Haut können dann auch die Pflegeprodukte, die Feuchtigkeit und Nährstoffe spenden, weit besser wirken. Es lohnt sich also doppelt. Wer seiner Haut von Zeit zu Zeit zusätzlich ein Peeling gönnt, wird ganz bestimmt mit einem sichtbar schöneren Hautbild belohnt. 

Gegen Mitesser: Besondere Momente für unsere Haut

Auch bei der Reinigung lässt sich neben der wichtigen Tages-Routine, die morgens und abends erfolgen sollte, ein gelegentlicher „Booster“ einbauen. Das Peeling wurde in diesem Zusammenhang bereits erwähnt, ganz bestimmt gehört aber auch das Dampfbad in diese Kategorie. Dabei muss es nicht unbedingt der Gang in die Sauna sein, für die sensible T-Zone genügt auch ein lokales Dampfbad fürs Gesicht, um eine porentiefe Reinigung zu ermöglichen. Viele Menschen schwören hier auf einen Gesichtsdampfer, der zugleich für das Plus an Feuchtigkeit sorgt. Die Geräte kosten jedoch je nach Ausstattung zwischen 30 und 180 Euro und wer diese Ausgabe scheut, kann sich mit einem Topf mit heißem Wasser und einem Tuch behelfen. Der wohltuende Dampf ist hier vielleicht nicht so zielgerichtet und das richtige Temperieren schwieriger, aber der gewünschte Effekt bleibt nicht aus.

Nicht unerwähnt bleiben sollen in diesem Zusammenhang auch Gesichtsmasken, die unsere Haut mit zusätzlichen Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgen. Viele Experten empfehlen ihre Anwendung in einem wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Rhythmus. 

Weiße Mitesser und andere Hautunreinheiten gezielt entfernen

Die Minuten nach dem Dampfbad oder der Gesichtssauna sind die perfekte Zeit, um den Mitessern auch physisch zu Leibe zu rücken. Die Poren sind jetzt dank Wärme und Feuchtigkeit weit geöffnet, die Haut fühlt sich weich und geschmeidig an. Wer zusätzlich mit ätherischen Ölen arbeitet – zum Beispiel mit klärendem Zitrusöl oder lindernden Kamilleextrakten, aber bitte nicht übertreiben –, kann zudem auf einen antiseptischen Effekt vertrauen. Ein Toner verstärkt die entzündungshemmende Wirkung noch deutlich. Er kann mithilfe eines Wattepads auf die tiefengereinigte Gesichtshaut aufgetragen werden. 

Auch um die einzelnen Mitesser selbst in den Griff zu bekommen, wurde mit dem Porensauger ein spezielles Gerät entwickelt. Mit seiner Hilfe lassen sich auch weiße Mitesser entfernen, gerade wenn die Haut durch den Dampf gut vorbereitet ist. Porensauger arbeiten auf Basis der Vakuum-Technologie und ziehen den überschüssigen Talg sanft ab. Das Verfahren hat erhebliche Vorteile im Vergleich zum Versuch, die Pickel oder Mitesser mit den Fingern auszudrücken. Das „händische“ Vorgehen führt nämlich leider häufig in die Sackgasse – und dann notgedrungen zum Dermatologen. Hier wird die Haut zu stark gereizt und Bakterien können sich leicht rund um den zunächst noch recht harmlosen Mitesser verteilen. Die Gefahr eines Flächenbrandes ist hoch.   

Die richtige Pflege gegen Mitesser

Ein schöner Teint entsteht letztlich aus dem Zusammenspiel aller Maßnahmen. Es beginnt schon damit, dass man es vermeiden sollte, sich ständig mit der Hand übers Gesicht zu fahren. Unsere Finger haben durch Türklinken, Händeschütteln oder die Arbeit an der Tastatur ständig Kontakt mit Keimen, die unser Gesicht ohne die direkte Berührung gar nicht erst erreichen würden. 

Eine wichtige Rolle im niemals endenden Kampf gegen Mitesser, seien es nun weiße Mitesser oder schwarze Mitesser, spielen aber auch die Pflegeprodukte, bei denen die Kosmetikindustrie inzwischen enorme Fortschritte gemacht hat. Die Auswahl der Produkte ist groß, wobei man gerade bei einer Veranlagung für Hautunreinheiten zu Produkten ohne den Zusatz von Parfüm greifen sollte. Wichtig ist zudem die Kennzeichnung „nicht komedogen“, denn hier handelt es sich um Mittel mit einer leichteren Textur, die weniger fettende Öle enthalten. 

Zu den wichtigen Wirkstoffen einer Gesichtspflege bei Mitessern gehören Zinkoxid und Benzoylperoxid. Beide Stoffe wirken entzündungshemmend und fördern die Heilung. Daneben gibt es zahlreiche Hausmittel, deren positive Wirkung auf die Haut bestätigt ist. Zu nennen wären hier zum Beispiel Heilerde, die Mineralien spendet und entgiftend wirkt, sowie Kamille. Diese wird vor allem als Essenz, die auch in der Apotheke erhältlich ist, für Dampfbäder genutzt. Auch Zitronenwasser wird häufig empfohlen, zum Beispiel als Peeling im Gemisch mit Zucker. Man sollte den Einsatz allerdings zunächst an einer unauffälligen Stelle probieren und das Gemisch anschließend mit lauwarmem Wasser gründlich wieder abspülen, um die Gefahr von Hautreizungen zu vermeiden.

Gibt es erprobte Hausmittel gegen weiße Mitesser?

Mag die Verzweiflung auch groß sein, zum Beispiel weil die Mitesser gerade vor einem wichtigen Date auftreten: Man sollte nicht jedem Ratschlag aus dem Netz folgen. Genannt wird zum Beispiel Olivenöl, das die Poren aber eher verstopft als reinigt. Auch Zahnpasta mit ihren diversen Inhaltsstoffen ist im Kampf gegen unreine Haut keine gute Empfehlung.

Wer sich selbst keinen Rat mehr weiß, sollte unbedingt einen Dermatologen oder Kosmetiksalon aufsuchen. Hier kennt man sich aus und die Gefahr einer Fehlbehandlung in Eigenregie entfällt. Wer Mitesser, gerade weiße Mitesser, versucht auszudrücken, sorgt womöglich dafür, dass die Bakterien noch tiefer eindringen und am Ende unnötig Narben entstehen, die uns dann tatsächlich ein Leben lang begleiten. Die Mitesser selbst sind dagegen in den meisten Fällen nur ein temporäres Problem, mögen sie auch zur Unzeit kommen.