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Schmerzhafte Pickel unter der Haut: Unterirdische Pickel – was hilft dagegen?

Inhaltsübersicht

Unterirdische Pickel bilden sich tief unter der Hautoberfläche. Sie schwellen stark an und verursachen Schmerzen. Wie kommt es zu diesen „Unterirdischen“ und noch wichtiger: Was hilft dagegen?

Unterirdische Pickel fallen auf. Zwar sitzen sie tief unter der Haut, doch nach außen zeigen sie sich als gerötete und dick geschwollene Hautareale. Mit Vorliebe tauchen sie mitten im Gesicht oder am Hals auf. Dort ragen sie als merkwürdig anmutender Berg aus der zarten Umgebungshaut hervor. Gern gesellen sie sich bei Akne zu den kleineren, schmerzlosen Pickeln. Aber auch wer von Akne verschont geblieben ist, kann leicht von einem unterirdischen Pickel erwischt werden. Vorzugsweise dann, wenn ein Date oder ein anderer wichtiger Termin ansteht. Wie kommt es zu den tiefsitzenden Pickeln und wie werde ich sie wieder los? 

Unterirdische Pickel – wo kommen sie her?

Unsere Haut ist in verschiedene Schichten unterteilt. Die Oberhaut ist die äußere Schutzbarriere, auf ihr sitzen die Poren. Darunter liegt die dickere Lederhaut, in ihr befinden sich die Drüsen. Sie sind für die Talg- und Schweißproduktion zuständig und leiten Talg und Schweiß über die Drüsengänge zu den Poren. Unter der Lederhaut ist die Unterhaut angesiedelt, sie setzt sich aus Bindegewebe und Fetteinlagerungen zusammen. Gut gepolstert dient sie als Schutz vor Hitze und Kälte und puffert Druck ab. Normalerweise leisten diese Hautschichten eine perfekte Gemeinschaftsarbeit. Doch wenn es zu einer Störung des Zusammenspiels kommt, können die Poren in der Oberhaut verstopfen. Sichtbare Unreinheiten auf der Nase, Stirn oder Kinn sind die Folge. Bei den unterirdischen Pickeln geschieht das gleiche, allerdings nicht in der Oberhaut und den Poren, sondern in den tiefer liegenden Schichten und Drüsengängen. Bei einer Verstopfung breitet sich der Pickel dort aus und macht sich durch Rötung, Schwellung und schmerzhaften Druck nach außen bemerkbar. Leider sind gerade diese Pickel zu allem Überfluss recht langlebig und ärgern uns wochenlang unter der Haut. So entstehen unterirdische Pickel.

Fehler bei der Anti-Pickel-Pflege

Wenn wir eine offene Wunde haben, wird sie desinfiziert, Ärzte tragen Handschuhe und wir würden nicht im Traum daran denken, mit ungewaschenen Fingern daran herumzudrücken. Doch bei Pickeln im Gesicht vergessen wir schnell alle Vorsichtsmaßnahmen. Wir verspüren einen unwiderstehlichen Drang, den Pickel auszudrücken. Und schon haben wir die Finger im Gesicht. Aber an den Händen befinden sich die meisten Bakterien und Schmutzpartikel. Diese verursachen die meisten Entzündungen auf der Hautoberfläche. Grundsätzlich gilt: Nur mit frisch gewaschenen Händen überhaupt an die Behandlung von Pickeln gehen. Die meisten Ursachen für die unterirdischen Pickeln sind die Bakterien die vor der Hand auf die Gesichtshaut gelingen.

Bei den unterirdischen Pickeln bringt das Herumdrücken leider gar nichts, im Gegenteil. Der Eiter lässt sich nicht herausdrücken, die Entzündung verschlimmert sich, schmerzt stärker und der Pickel wird sichtbar dicker. Auch das Aufstechen mit einer Nadel kann böse Folgen haben! Es verschlimmert die Entzündung und im ungünstigsten Fall bilden sich Narben – kein schönes Andenken an einen unterirdischen Pickel! Was hilft also wirklich gegen den Pickeln unter der Haut?

Wie werde ich unterirdische Pickel los?

In aller Regel verschwinden diese Pickel nach einigen Wochen von selbst. Vier Wochen dauert es im Schnitt, bis unsere Haut sich einmal komplett erneuert hat und die Pickel mit der Erneuerung der Haut verschwinden. Doch so lange wartet niemand gerne, gerade, wenn der Pickel so schmerzhaft und auffallend ist. Ein bisschen Geduld erfordert die Behandlung der unterirdischen Pickel zwar immer, aber wir können einiges tun, um den Vorgang der Heilung zu beschleunigen – und zwar, indem wir die Regeneration der Haut aktiv anregen und so den Prozess der Erneuerung unterstützen. 

Sanfte Reinigung ist Grundvoraussetzung

Sauberkeit und Hygiene sind oberstes Gebot im Kampf gegen Pickel, Hautunreinheiten das trifft auch für die unterirdischen Pickel zu. Richtige Hautpflege ist für den Hautbild wichtig. Das Gesicht sollte täglich zweimal mit einem geeigneten Reinigungsprodukt und Wasser sorgfältig gesäubert und am Abend von Make-up, Talg und Schmutz befreit werden. Mit ein wenig Gesichtstoner auf einem Wattebausch oder Kosmetiktuch kann noch einmal nachgereinigt werden, um eine wirklich porentiefe Reinheit zu erreichen. Auch die Methode des Double Cleansing eignet sich hervorragend, um die Haut rückstandslos zu reinigen. Dabei wird zunächst das Gesicht mit einer ölbasierten Reinigungslotion oder Reinigungsmilch gesäubert. Anschließend mit Waschgel oder Seife und Wasser noch einmal gründlich waschen. So werden die Poren von allen Resten und Schmutz befreit. 

Peelings für pickelfreie Haut

Insbesondere chemische Peelings schaffen es sehr gut, die Hauterneuerung anzuregen. Peelings, die zum Beispiel mit Fruchtsäure arbeiten, fördern die Durchblutung der Haut. So wird die Regeneration angeregt und das Abheilen der Pickel beschleunigt. Ein solches Peeling kann zweimal in der Woche zur Unterstützung der täglichen Beauty-Routine angewendet werden. 

Gesichtsmassage gegen Pickel unter der Haut

Auch eine einfache Gesichtsmassage kann wahre Wunder wirken, um lästige, unterirdische Pickel schneller zu vertreiben. Die Massage regt die Haut an, neue Zellen zu bilden und sich insgesamt zu regenerieren. Mit gut gereinigten Fingern und kreisenden Bewegungen etwa vier bis fünf Minuten die gesamte Gesichtshaut massieren. Dabei nur leichten Druck ausüben. Wenn der direkte Kontakt mit dem Pickel zu stark schmerzt, kann er entweder umkreist werden oder es kann ein Jaderoller benutzt werden. Jaderoller sind besonders gut für die Gesichtsmassage geeignet. Der Druck verteilt sich auf eine größere Fläche und ist deswegen weniger schmerzhaft auf der Pickelstelle selbst. Außerdem schwächt der Roller mit seinem kühlenden Jade-Stein den Schmerz zusätzlich ab. Eine solche Gesichtsmassage kann täglich für einige Minuten durchgeführt werden und schenkt der Haut zusätzlich noch ein frischeres Aussehen. 

Microneedling für die Hauterneuerung

Dabei werden mit einem Derma-Roller, der mit sehr kleinen Nadeln besetzt ist, absichtlich winzige Verletzungen in die oberste Hautschicht geritzt. Das regt den Selbstheilungsprozess der Haut an und ist noch intensiver und nachhaltiger, als zum Beispiel ein Peeling. Die Hauterneuerung wird beschleunigt und der Pickel schneller verdrängt. Allerdings ist die Methode bei einer aktiven Akne nicht zu empfehlen. Denn selbst durch minimale Verletzungen kann Schmutz in die bereits stark entzündete und gereizte Haut eindringen.

Heilende Erde aus der Kraft der Natur

Heilerde enthält laut „hautinfo.at“ wichtige Mineralien und hat besondere Bindungskräfte, mit denen sie Hauttalg und Fett bindet und herauszieht. So reduziert sie Hautunreinheiten und entzieht Pickeln, Papeln und Mitessern den Nährboden. Das Pulver wird mit Wasser zu einer geschmeidigen Creme angerührt und als Maske auf die Gesichtshaut aufgetragen. Nach circa 20 bis 30 Minuten ist die Heilerde getrocknet und wird mit warmem Wasser abgewaschen.

Keine Zeit für Pickel – Soforthilfe für das Date 

Typisch für Pickel, besonders für die unterirdischen, ist es, zum ungünstigsten Zeitpunkt mitten im Gesicht aufzutauchen. Ein Date steht an oder ein Bewerbungsgespräch? Zack, schon ist einer von den Riesenpickeln da. Jetzt nur nicht die Nerven verlieren und auf keinen Fall daran herumdrücken, denn das verstärkt die unterirdische Entzündung nur. Mit unserer Soforthilfe schummeln wir den nervigen Knubbel für ein paar Stunden weg. 

Soforthilfe in drei Schritten

Schritt 1: Kühlen gegen Schmerz und Schwellung! Ein kleines Kühlpad oder einen Eiswürfel für einige Minuten auf die betroffene Hautstelle legen. Den Eiswürfel nicht pur auf die Haut legen, sondern in ein dünnes Tuch wickeln, damit die Haut nicht durch die extreme Kälte verletzt wird. 

Schritt 2: Desinfizieren! Gut, wenn für solche Fälle ein antibakterieller Pickelstift zur Hand ist oder ein Anti-Pickel-Pad mit desinfizierender Wirkung. Sonst gehen auch Hausmittel, wie zum Beispiel Apfelessig oder Zitronensaft die einem antibakteriellen Inhalt haben. Denn es soll vermieden werden dass die Bakterien mit der Gesichtshaut in Berührung kommen. Davon ein wenig auf ein Wattestäbchen geben und den Pickel vorsichtig betupfen. Das eignet sich jedoch nur für einzelne Pickel, da die Haut sonst zu stark gereizt wird. Zwiebeln oder Teebaumöl, die auch eine beruhigende Wirkung gegen Pickel haben, empfehlen sich vor einem Date weniger, denn sie haben einen sehr intensiven Geruch. Und Vorsicht vor reinem Alkohol! Er ist in der Regel zu aggressiv für unsere empfindliche Gesichtshaut. Das gilt auch für Desinfektionsmittel, die nur für Flächen oder Hände bestimmt sind, auch sie sind nicht zur Gesichtspflege gemacht.

Schritt 3: Überschminken! Nun folgt der kunstvolle Teil, das Überschminken. Oft werden solche Pickel dick mit Make-up überschminkt, das hilft aber nur bedingt. Meistens sind Röte und Schwellung weiterhin gut zu erkennen. Besser ist es, den Pickel vorzubehandeln. Tarnen und Täuschen heißt der Schlüssel zur perfekten Vertuschung! Mit Camouflage und Contouring lassen Pickel sich zeitweise wegzaubern.

Camouflage mit Color Correcting – Grün gegen Rot: Auf die Rötung wird eine grüne Hautcreme aufgetragen, und zwar bevor das Make-up aufgelegt wird. Grün ist die Komplementärfarbe von Rot und wirkt neutralisierend auf die Rötung des Pickels. Produkte mit der grünen Farbe sin ein gutes Mittel zu der Deckung von einem Knubbel. Anschließend wie gewohnt Make-up im gesamten Gesicht verteilen, auch über dem Pickel. 

Contouring mit verschiedenen Farben: Auf dem gesamten Gesicht das gewohnte Make-up verteilen, auch auf dem Pickel selbst. Dann mit einem feinen Pinsel mitten auf den Pickel die hellste Farbe aus der Contouring Palette geben. Um den Pickel herum ein bis zwei Nuancen dunkler auftupfen. Am Ende mit einem dicken, weichen Pinsel verblenden, damit die Übergänge nicht zu hart sind. Optisch wird so über die Schwellung hinweggetäuscht. 

Wenn es sich nicht nur um einen, sondern um eine ganze Ansammlung von Pickeln handelt, ist zunächst auch erst einmal Kühlen angesagt. Für die Betroffene gibt es mit Gel gefüllte Masken, die im Kühlschrank gelagert werden können und bei Bedarf ein paar Minuten auf das Gesicht gelegt werden. Das Contouring von vielen Pickeln dauert meist zu lange. Hier gleich zum Camouflage greifen! Das Ergebnis wird vielleicht nicht so perfekt wie bei einem einzelnen zu versteckenden Pickel, aber immerhin bietet es eine Verbesserung. 

Kann ich unterirdische Pickel vermeiden?

Ganz vermeiden lassen sich die Unterirdischen leider nicht. Doch mit einigen vorbeugenden Maßnahmen können wir das Pickel-Risiko wenigstens verringern. Mit diesem Tipps kannst du versuchen dein Hautbild zu verbessern.

Vorbeugen durch Reinigung und Ernährung

Wer sich eine gute Reinigungs-Routine angewöhnt, ist auf dem besten Weg zu weniger Pickeln. Ganz wichtig ist es, sich jeden Abend abzuschminken und die Haut gründlich zu reinigen. Auch die Ernährung bietet Möglichkeiten, die Pickelgefahr schon im Vorfeld zu vermindern. Alkohol ist kein Freund unserer Haut und auch Fett und Zucker sind leider eher Nährboden für Pickel unter der Haut. Wenn sich der Genuss hier ein wenig einschränken lässt, sammeln wir Pluspunkte bei der Pickelbekämpfung. 

Und im Notfall einfach zu unserer „Soforthilfe in drei Schritten“ greifen, so können die Unterirdischen Dir wenigstens nicht das Date vermasseln!

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