Reine Haut: Mit einfachen Tricks zu tollem Teint

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Wir alle wünschen uns eine reine Haut und einen strahlenden Teint. Wir zeigen Dir Tipps für reine Haut, welche Hautpflege sich am besten eignet und wie Du gegen Unreinheiten vorgehen kannst – so können wir diesen Sommer alle reine Haut bekommen!

Zwischen Wunschdenken und Realität klafft oft ein großer Graben. Eigentlich wünschen wir uns einen tollen Glow, doch beim Blick in den Spiegel stellen wir fest, dass unsere Haut fettig glänzt und mit Pickeln und Mitessern verunziert ist. Unreine Haut ist kein Schicksalsschlag, den wir erdulden müssen. Es gibt wirksame Produkte, die uns zu einem schönen und reinen Teint verhelfen. 

Das sind die Ursachen für besonders fettige Haut

Wenn Pickel und Mitesser sprießen und unsere Haut besonders in der T-Zone des Gesichts glänzt, haben wir es oft mit einer übermäßigen Talgproduktion zu tun. Eigentlich ist das Fett, das von unseren Talgdrüsen produziert wird, ein tolles Hautpflegemittel, weil es dafür sorgt, dass unsere Haut von innen mit Feuchtigkeit versorgt wird und prall und elastisch ist. Außerdem bildet der Talg einen natürlichen Schutzschild auf der Haut, der uns vor äußeren Umwelteinflüssen schützt. Produzieren unsere Talgdrüsen aber Talg im Übermaß, können die Poren verstopfen. Zunächst bilden sich die weißen Mitesser, die unter der Haut verbleiben. Wenn der Talgpfropfen dann nach außen dringt, und das Melanin im Talg auf das UV-Licht reagiert, verfärbt es sich schwarz und die schwarzen Mitesser entstehen. Und wenn sich die verstopften Kanäle entzünden, haben wir auch noch mit schmerzhaften roten und eitrigen Pickeln zu kämpfen. 

Das können wir gegen fettige Haut tun

Auch wenn gegen einige Auslöser fettiger Haut, wie zum Beispiel Hormonschwankungen, nur schwer vorzugehen ist, haben wir doch erprobte Werkzeuge zur Hand, um unser Hautbild zu verbessern und zu reiner Haut zu gelangen. 

Pflege bei unreiner Haut

Viele Menschen, die unter Pickeln und Mitesser leiden, neigen dazu, die Haut mit scharfen Reinigungsmitteln, die zum Beispiel Alkohol enthalten, zu behandeln. Mit dieser Methode, die die Haut stark austrocknen kann, versetzen wir unsere Talgdrüsen in Alarmbereitschaft. Sie werden alles tun, um den vermeintlichen Mangel auszugleichen und in der Folge noch mehr Talg produzieren, was wiederum zu einer verstärkten Bildung von Pickeln und Mitessern führt. 

Es gilt also, unsere Haut vorsichtig zu behandeln und die Talgdrüsen in Sicherheit zu wiegen. Wir entscheiden uns daher für eine milde und pH-neutrale Reinigungslotion mit der wir unser Gesicht waschen, um die überschüssige Fettschicht zu entfernen, ohne den Schutzschild unserer Haut zu zerstören. Auch heißes Wasser ist bei der Gesichtsreinigung tabu. Lauwarmes Wasser führt zu weniger Hautreizungen. Im Anschluss verwenden wir ein mildes und alkoholfreies Gesichtswasser, um die Haut wirklich porentief zu reinigen. Zum Abschluss unserer täglichen Pflegeroutine nutzen wir noch eine feuchtigkeitsspendende Creme, die speziell für unreine Haut geeignet ist. Schließlich wollen wir die Haut nur gründlich reinigen und nicht unseren Talgdrüsen suggerieren, dass ein Feuchtigkeitsmangel herrscht. 

Einmal wöchentlich ein Peeling

Einmal wöchentlich gönnen wir uns ein Peeling. Damit entfernen wir abgestorbene Hautzellen und sorgen dafür, dass die Porenkanäle, die durch Talg verstopft sind, befreit werden, sodass der Talg wieder abfließen kann. Auch hier entscheiden uns also für ein sehr mildes Peeling, das die Haut nicht übermäßig reizt. Zudem bereiten wir unser Gesicht auf die Behandlung mit einem Dampfbad vor, dem wir einen Beutel Kamillentee hinzugefügt haben. Der warme Wasserdampf sorgt dafür, dass sich die Poren öffnen. Die Kamille wirkt hautberuhigend, wiegt die Talgdrüsen also in Sicherheit. 

Es gibt zahlreiche fertige Peelings für unreine Haut, die in Drogerien und Apotheken zu finden sind, in vielen Fällen aber auch chemische Bestandteile enthalten. Wir gehen lieber auf Nummer sicher und haben uns auf die Suche nach einem natürlichen Peeling-Rezept für unreine Haut umgesehen. Bei „womenshealth.de“ sind wir fündig geworden. Dort wird ein Peeling empfohlen, das sowohl entzündungshemmend als auch antibakteriell wirken soll. Ein Teelöffel gemahlener Reis wird mit je einer Messerspitze der geriebenen Schale einer Bio-Zitrone, Natron und Zimt vermischt. Jetzt geben wir noch Joghurt dazu und vermischen alles zu einer Paste, die wir mit sanften kreisenden Bewegungen auf dem gereinigten Gesicht verteilen. Die Paste kann nun fünf Minuten einwirken. Anschließend wird sie mit lauwarmem Wasser wieder abgewaschen und das Gesicht mit einer Feuchtigkeitscreme für unreine Haut gepflegt. 

Maske mit Heilerde sorgt für reine Haut

Neben dem wöchentlichen Peeling steht zweimal pro Woche noch eine Maske auf dem Programm, die überschüssigen Talg entfernt, ohne die Haut über Gebühr zu reizen. Die Website „eatbetter.de“ empfiehlt, vier Esslöffel Heilerde-Pulver mit einem Esslöffel Wasser und einem Esslöffel Jojobaöl zu vermischen, bis eine dickflüssige Paste entsteht. Jetzt wird das Gesicht gereinigt und die Maske auf der noch feuchten Haut aufgetragen. 20 Minuten können wir nun entspannen. In dieser Zeit trocknet die Heilerde und nimmt wie ein Schwamm überschüssigen Talg auf. Zuletzt wird die Maske mit lauwarmem Wasser entfernt und die Haut mit unserer Feuchtigkeitscreme gepflegt.

Mitesser entfernen für reine Haut

Mit dem Peeling und der Maske haben wir schon viel getan, um den Mitessern den Garaus zu machen. Doch wenn einige trotzdem nicht weichen wollen, können wir uns in die Hände einer erfahrenen Kosmetikerin begeben. Die Expertin wird die Haut gründlich reinigen und die Plagegeister nach einem Dampfbad unter hygienischen Bedingungen entfernen. 

Wir könnten natürlich auch selbst Hand anlegen und die Mitesser vor dem Spiegel ausdrücken. Aber die Gefahr ist groß, dass wir die Haut über Gebühr verletzen, wodurch Bakterien in die obersten Hautschichten gelangen und neue Pickel entstehen können. Wenn wir unbedingt daheim den Kampf gegen die Mitesser aufnehmen wollen, sollten wir lieber zu einem speziellen Porensauger greifen, der wie ein Staubsauger wirkt, nur eben im Gesicht. Der spezielle Aufsatz wird direkt auf den Mitesser gesetzt und saugt den Talgpfropfen aus der Pore. Nach dem Gebrauch unseres Porensaugers sollten wir ihn keinesfalls einfach in der Schublade verstauen. Denn auch wenn wir mit diesem Gerät die Mitesser entfernen, ist Hygiene das oberste Gebot. Der Porensauger muss also immer gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Gerade wenn die Pickel so richtig erblühen, sind viele geneigt, sie einfach auszudrücken. Doch im Gegensatz zu Mitessern sollten die Pickel immer von Experten behandelt werden. Denn hier handelt es sich um Entzündungen, die sich bei unsachgemäßer Behandlung noch verschlimmern können. 

Ernährung für reine Haut

Nicht nur mit äußeren Behandlungen können wir viel für ein reines Hautbild tun. Auch unsere Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Zunächst gilt es, ausreichend zu trinken. Denn nur, wenn unsere Haut von innen mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt wird, können wir dafür sorgen, dass die Haut geschmeidig bleibt und der produzierte Talg die Poren nicht verstopft. Zudem werden durch die Flüssigkeitszufuhr auch Giftstoffe aus dem Körper gespült, die ebenfalls für Hautunreinheiten, Pickel und Mitesser verantwortlich sind. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Erwachsenen mindestens anderthalb Liter Wasser oder ungesüßte Kräuter- und Früchtetees am Tag zu trinken. Und da wir unsere unreine Haut wirksam bekämpfen wollen, legen wir gerne noch einen halben Liter drauf. 

Viele Menschen haben allerdings Probleme, diese Flüssigkeitsmenge im Tagesverlauf verlässlich zu sich zu nehmen. Es hilft ein einfacher Trick: Wir füllen am Morgen eine zwei Liter fassende Karaffe mit Wasser oder Tee und achten darauf, dass sie am Abend geleert ist. Es bringt übrigens nichts, zu warten, bis man durstig ist, denn mit dem Durst signalisiert der Körper bereits einen Flüssigkeitsmangel.

Zahlreiche Lebensmittel sorgen dafür, dass der Körper entgiftet wird und damit auch dafür, dass unsere Haut wieder ins Gleichgewicht kommt. Die Dermatologin Doktor med. Julia Lämmerhirt empfiehlt auf ihrer Website fünf Lebensmittel, um der Akne Herr zu werden. Curcuma sollte laut der Expertin unbedingt im Gewürzschrank stehen. Das Gewürz sei entzündungshemmend, antioxidativ und gut für Darm und Leber, also für die Verdauung und Entgiftung. Das zweite Gewürz, das die Dermatologin empfiehlt, ist Ingwer, den sie als „Antibiotikum der Natur“ bezeichnet. Ingwer wirke entzündungshemmend und antibakteriell und würde für eine gute Verdauung sorgen. 

Rote Bete soll laut Doktor Lämmerhirt ebenfalls eine Geheimwaffe für ein reines Hautbild sein. Denn diese Knolle rege den Gallenfluss an und sei auch gut für die Leber. Wenn die Gallensäfte richtig fließt, begünstigt das auch das Hormongleichgewicht des Köpers, weiß die Expertin. Und ein gestörter Hormonspiegel ist ja oft der Auslöser für unreine Haut. 

Brokkoli darf ebenfalls auf dem Speiseplan nicht fehlen, verrät die Dermatologin. Das grüne Gemüse enthalte Senföle, die entzündungshemmend und antibakteriell wirken. Auch für das Hormongleichgewicht sei der Verzehr von Brokkoli ideal. Grünes Blattgemüse wie Spinat oder Mangold sollten laut Doktor Lämmerhirt ebenfalls in den Einkaufswagen wandern. Sie enthalten das grüne Chlorophyll und auch dieser Wirkstoff hilft bei der Entgiftung, ist zudem antibakteriell und gut für die Darmflora. 

Weitere Maßnahmen für reine Haut

Wenn wir einen reinen Teint wünschen, gehört leider auch ein wenig Verzicht dazu. Von der Dermatologin haben wir ja bereits gelernt, dass die Leber eine wichtige Rolle spielt, um eine schönes Hautbild zu erhalten. Und dieses Organ sollten wir keineswegs durch den übermäßigen Genuss von Alkohol belasten. Zudem haben Bier, Wein und Schnaps noch einen weiteren entscheidenden Nachteil. Sie entziehen dem Körper Wasser, machen also am Abend unsere täglichen Bemühungen ausreichend Wasser oder Tee zu trinken, schnell zunichte. 

Auch auf Nikotin sollten wir besser verzichten. Durch das Rauchen wird die Haut nur noch eingeschränkt mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Kein Wunder, dass sie auf den Mangel beleidigt reagiert und die Pickel und Mitesser sprießen lässt.