Pickel am Kinn

Inhaltsübersicht

Das sind die Ursachen und das kannst Du tun

Pickel am Kinn sind leider keine Seltenheit, aber sie sind hier besonders gut sichtbar und damit auch besonders ärgerlich. Wie entstehen sie und wie wird man sie wieder los?

Pickel sind Entzündungen, die sich in unsere Haut bilden und dann als eitrige Pusteln sichtbar werden. Zunächst entsteht an den Talgdrüsen oder im Bereich der Haarfollikel eine minimale Entzündung. Wir bemerken diese von Bakterien begünstigte Veränderung zu diesem frühen Zeitpunkt meist noch nicht, aber die Basis für den ärgerlichen Pickel ist gelegt. 

Spätestens wenn unsere Talgdrüsen, und am Kinn gibt es besonders viele davon, dann durch die Entzündungsreaktion und abgestorbene Hautpartikel verstopfen, bildet sich verlässlich ein dicker Pickel heraus – und mit ihm die Versuchung, die ungeliebte Erhebung auszudrücken und damit zu eliminieren. Das ist jedoch der falsche Weg! Was Du im Vorfeld und bei der Behandlung von Pickeln tun kannst, erfährst Du im folgenden Text. 

Pickel am Kinn haben oft hormonelle Ursachen

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Pickel haben viele Ursachen und Ausprägungen. Sie können an fast allen Stellen des Körpers auftreten, zeigen sich aber mit Vorliebe im Gesicht. Die Kinnpartie, die Stirn und der Haaransatz sind ebenso betroffen wie die Mundwinkel, die Wangen und die Nase. 

Es gibt sogar die Theorie, dass die Lage des Pickels viel über die Ursachen seiner Entstehung verrät. So werden die Pusteln am Kinn sowie im Halsbereich auch als „Perioden-Pickel” bezeichnet. Dabei gehen die Forscher davon aus, dass die vermehrte Produktion männlicher Hormone in dieser Zeit die Bildung von Talg zusätzlich anregt und der zugleich herrschende Mangel an Östrogen diesen Prozess noch unterstützt. Die Gefahr der Pickel-Bildung steigt, gerade im Talgdrüsen-reichen Bereich des Kinns. Zum Vergleich: Pickel auf der Stirn und Nasenpartie treten demnach eher durch Stress aus, wobei hier ebenfalls hormonelle Prozesse in Gang gesetzt werden. Es geht dabei allerdings immer nur um Wahrscheinlichkeiten, eine 100-prozentige Abgrenzung der Ursachen lässt sich nicht vornehmen. 

Wie das auf Themen der Haut spezialisierte Portal „face-of-fey.de“ ausführt, kann der Frauenarzt dabei helfen, Probleme beim Hormonspiegel zu erkennen und gegebenenfalls auszugleichen. Dafür stünden neben Medikamenten auch natürliche Mittel zur Verfügung, zum Beispiel pflanzliche Produkte aus Brennnessel oder Mönchspfeffer. 

Wird eine hormonelle Ursache für die Pickelbildung weitgehend ausgeschlossen, kann das für die Therapie ebenfalls hilfreich sein. Die Ursachenforschung konzentriert sich damit auf andere Aspekte, zum Beispiel Probleme beim Stoffwechsel. Hier ist der Hausarzt ein guter Ansprechpartner.   

Menschen mit öliger Haut sind besonders betroffen

Was kann man nun gegen die lästigen Pickel in der sogenannten T-Zone, zu der neben Stirn und Nase auch das Kinn gehört, unternehmen? Dermatologen haben darauf Antworten gefunden, die in der Kosmetikindustrie berücksichtigt werden. Pflegeprodukte sind also im Grunde Medikamenten für die Reinheit unserer Haut. Es beginnt bei spezifischen Mitteln für eine milde Gesichtsreinigung, die für alle Hauttypen zu empfehlen ist. Danach beginnt die Spezialisierung, die sich vor allem nach dem individuellen Fett- und Feuchtigkeitsgehalt unserer Haut richtet. 

Die meisten Menschen, die extrem unter Pickeln leiden, haben eine eher ölige Haut. Diese neigt zu einer verstärkten Talgproduktion. Gerade im Bereich der T-Zone sind davon aber auch Menschen mit Mischhaut betroffen. 

Laut „faces-of-fey.de“ sollten Menschen mit öliger Haut oder Mischhaut, die unter Pickeln leiden, auf Pflegeprodukte verzichten, die Silikone, Paraffine oder Mikroplastik enthalten. Generell wird ein Verzicht auf aggressive Mittel nahegelegt. Um mit der täglichen Pflegeroutine nicht unnötig neue Gefahren zu schaffen, wird zudem noch einmal auf die maximale Hygiene verwiesen. Das schließt ein, die kleinen Helfer wie Schwämme und Pinsel regelmäßig einer gründlichen Reinigung zu unterziehen.

Besondere Herausforderungen in Zeiten von Corona

Seit vielen Monaten sind wir gezwungen, in öffentlichen Räumen eine Maske zu tragen. Gerade für Jugendliche, die aufgrund der hormonellen Umstellung ihres Körpers ohnehin verstärkt unter Pickeln leiden, stellt das eine zusätzliche Herausforderung dar. Müssen sie zum Beispiel in der Schule über Stunden hinweg hinter einem Mund-Nasenschutz atmen, steigt die Gefahr von Hautunreinheiten noch einmal erheblich. Der Mangel an Sauerstoff begünstigt die Bildung von Entzündungen dabei ebenso wie das Schwitzen, denn die Feuchtigkeit kann unter dem Schutz schlechter verdunsten. 

Um die Gefahr der Pickelbildung zumindest zu reduzieren, sollten die Einwegmasken trotz der entstehenden Kosten regelmäßig gewechselt werden. Wann immer gefahrlos die Möglichkeit besteht, sollte wieder Luft an die Haut gelassen werden. Auf Make-up sollte man unter der Maske am besten ganz verzichten und beim Einsatz von Pflegeprodukten darauf achten, dass sie vor dem neuerlichen Aufsetzen der Maske vollständig eingezogen sind. 

Da in der Nacht in den allermeisten Fällen keine Gesichtsmaske getragen werden muss – zum Beispiel auf Langstreckenflügen können hier Ausnahmen bestehen – sollte genau diese Zeit gut genutzt werden. In den Nachtstunden kann eine reichhaltige Creme der Haut Feuchtigkeit und Nährstoffe für den folgenden Tag bereitstellen. Vor dem Auftragen sollte das Gesicht inklusive Hals und Dekolleté-Bereich besonders gründlich gereinigt werden. 

Was kannst Du gegen Pickel am Kinn tun?

Jenseits des ärztlichen Rats gibt es einige Faktoren, die generell einen großen Einfluss auf unsere Hautgesundheit besitzen. Dazu zählt die Vermeidung von Stress, denn auch hier kommt es auf Dauer zu Störungen im Hormonhaushalt. Unsere Haut braucht, in Corona-Zeiten ganz besonders, Zeit zur Erholung. Das bedeutet: Ein ungestörter Nachtschlaf von mindestens sieben Stunden sollte die Regel – und Alkohol die Ausnahme sein. 

Bei unserer Ernährung gilt es vor allem, auf Ausgeglichenheit zu achten, um Mangelerscheinungen bei einzelnen Nährstoffen oder Mineralien vorzubeugen. Da wir sehr individuell auf bestimmte Stoffe reagieren, sollte bei vermehrten Hautunreinheiten auch die eigene Ernährung unter die Lupe genommen werden. Vertrage ich eventuell keinen Milchzucker? Ernähre ich mich vielleicht zu fettreich, was für einen zu hohen Blutzuckerwert sorgt? All diese Ursachen können sukzessive ausgeschlossen werden, indem Du temporär jeweils auf einen Stoff verzichtest, der zu den „Verdächtigen” zählt. Verbessert sich das Hautbild damit, ist die Ursache gefunden.

Zu einer gesunden Ernährung gehört auch die ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser. Es wird von allen Organen im Körper dringend benötigt, allen voran von unserem größten Organ, der Haut. Mangelt es an Wasser, sieht man das schnell an einem fahlen Teint, Hautunreinheiten und Falten. Um auf das empfohlene Pensum von 1,5 bis zwei Liter Wasser am Tag zu kommen, sind meist kleine Tricks gefragt, da unser Durstempfinden mit wachsendem Alter hinter dem tatsächlichen Bedarf zurückbleibt. Eine Möglichkeit: Ausnahmslos jeden Morgen eine große Flasche Wasser auf dem Schreibtisch zu platzieren, die vor dem Abendessen leer sein muss.

Welche Wirkstoffe sind besonders geeignet, um Pickel am Kinn zu bekämpfen?

Zu den wichtigsten Wirkstoffen im Kampf gegen Unreinheiten der Haut, also auch gegen Pickel, gehören Vitamin A (Retinol), Vitamin C und Benzoylperoxid, das vor allem lokal und punktuell zur Anwendung kommt. Für Menschen mit trockener Haut raten die Experten auf „Faces Of Fey” alternativ zu Retinol zum Einsatz von Bakuchiol, das noch besser für die empfindliche Haut geeignet sein soll. Alle Wirkstoffe werden in Cremes und Salben verarbeitet, kommen also nur in einer relativ niedrigen Konzentration zum Einsatz. 

Ein Vorteil von Retinol wird darin gesehen, dass es auch in tiefere Hautschichten eindringt, wo Pickel potentiell entstehen. Vitamin C gilt dagegen als probates Mittel zur Stärkung unserer natürlichen Hautbarriere, die Viren und Bakterien effektiv abwehren soll. Auch Benzoylperoxid verringert die Anzahl von Bakterien auf der Haut, die zu Entzündungen führen könnten. 

Warum Du Pickel nicht ausdrücken solltest – und was Du stattdessen tun kannst. 

Einig sind sich die Experten darin, dass das Ausdrücken der Pickel – sofern sie sich überhaupt ausdrücken lassen – zu gefährlich ist. Zum einen besteht das Risiko, dass sich so Bakterien noch weiter in und unter der Haut verbreiten können. Zum anderen bilden sich oft Pickelmale, die dann über Wochen und Monate sichtbar bleiben.

Um vorbeugend gegen Pickel vorzugehen, kann ein Dermaroller eingesetzt werden. Bei dem Verfahren, man nennt es Microneedling, werden der Haut mit Nadeln am Roller winzige Verletzungen zugefügt, was die Talgproduktion der Haut reduziert. Bei entzündeten Pickeln sollte das Verfahren allerdings aus denselben Gründen wie das Ausdrücken nicht angewendet werden. Anders sieht das bei Pickelmalen aus. Sie können durch die schnellere Hauterneuerung nach dem Microneedling auch schneller wieder verschwinden.

Viele Kosmetikstudios bieten zudem eine professionelle Hautreinigung an, die das Risiko von Pickeln signifikant senken kann. Dabei kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz, darunter das Microneedling mit Tiefenwirkung oder auch chemische Peelings.

Welche Hausmittel gibt es gegen Pickel?

Empfehlungen gibt es viele, einige davon sind jedoch umstritten. Folgt man Tipps aus dem Internet oder von Bekannten, sollte man sich immer fragen, ob das empfohlene Mittel die Haut nicht zu sehr reizt. Diese Gefahr besteht zum Beispiel bei Essigtinkturen und Teebaumöl. Mildere Mittel wie Heilerde oder eine Honigmaske können dagegen probiert werden, bleiben in ihrer Wirkung aber häufig hinter den Erwartungen zurück. Das gilt auch für den häufig empfohlenen Einsatz von Aloe Vera. 

Wer unter Pickeln am Kinn leidet, sollte vor allem gelassen bleiben. Optisch sind die Pusteln zwar ein Ärgernis, eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit stellen sie jedoch nicht dar. Meist besteht das Problem auch nur temporär, da sich verändernde hormonelle Veränderungen im Körper eine Schlüsselrolle spielen, zum Beispiel in der Pubertät, während der Periode oder in den Wechseljahren. 

Der schnellste Weg die lästigen Pickel wieder loszuwerden, ist daher oft, ihnen keine Beachtung zu schenken und bei der üblichen Pflegeroutine besonders auf die Hygiene zu achten. Geht es zu einem wichtigen Termin oder einem lang ersehnten Date, kann man die störenden Stellen natürlich auch mal überschminken. Das sollte jedoch nicht zur Regel werden, weil das Problem selbst damit eher größer als kleiner wird.