Freie Radikale lassen unsere Haut schneller alt aussehen

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Freie Radikale sind nichts anderes als schädliche Umwelteinflüsse. Aber was ist eigentlich genau damit gemeint? Und wie kann man seine Haut vor ihnen schützen? Hier die Fakten im Überblick!

Unsere Haut ist jeden Tag großen Belastungen ausgesetzt. UV-Strahlung, Nikotin und Alkohol sind die üblichen Verdächtigen, die ihr zu schaffen machen. Selbst schuld, denken wir da spontan. Es zwingt uns niemand mit einem Glas Wein in der Sonne zu sitzen. Aber das ist nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Einem Großteil der Umweltgifte können wir uns beim besten Willen nicht entziehen: gemeint sind zum Beispiel giftige Verbindungen und Substanzen von Autoabgasen und Industrie. Auch Stress und Schlafmangel lassen sich manchmal nicht vermeiden. 

Oxidativer Stress hat Folgen, zum Beispiel führt er zur vorzeitige Hautalterung und Unreinheiten. Doch es gibt Wege aus der Falle freier Radikale.

Zusammenhang zwischen freien Radikalen und Falten – ein Exkurs in die Chemie

Nur die wenigsten werden wissen, dass freie Radikale in jedem menschlichen Organismus zuhause sind. Es handelt sich um Stoffwechselprodukte – Moleküle – denen ein Elektron fehlt. Um sich selbst zu stabilisieren, docken sie auf der Suche nach dem fehlenden Elektron an andere hauteigene Moleküle an. Sind zu viele freie Radikale am Werk, sind die sonst aktiven körpereigenen Abwehrmechanismen überfordert. Was dann entsteht nennt sich oxidativer Schaden. Für unsere Haut bedeutet das, dass wir mit Falten und nachlassender Elastizität zu kämpfen haben. 

Die Fragen nach Entstehung und Wirkungen freier Radikale lassen sich also relativ kurz beantworten. Aber wie können wir sie ausbremsen? In der modernen Dermatologie wird dazu geraten, zweigleisig zu fahren – also von innen und außen gegen die Umweltgifte vorzugehen. Wir erklären, wie das gelingt und geben einen Überblick über wirksame Radikalfänger in unserer Kosmetik und Ernährung. 

Mit gründlicher Reinigung und pflegenden Cremes gegen freie Radikale

Ein wichtiger Baustein, um unsere Haut vor freien Radikalen zu schützen, ist eine gute Pflegeroutine. Dazu gehört es, seine Haut und ihre Bedürfnisse gut zu kennen. Eine trockene Haut benötigt eine andere Pflege als eine zu Unreinheiten neigende. Morgens und abends sollte die Gesichtshaut mit einem milden Waschgel gereinigt werden. Anschließend folgt ein klärendes Tonic. So wird unsere Gesichtshaut von Make-up, Staub und Umweltgiften befreit. Eine tiefenreinigende Maske einmal pro Woche kann die Haut noch zusätzlich entgiften. 

Bei der Tagespflege ist unbedingt darauf zu achten, dass in der Creme ein guter UV-Schutz enthalten ist. Nichts kurbelt die freien Radikale in unserer Haut so sehr an, wie ein Sonnenbad.

Die Haut erholt sich im Schlaf – aber nie ohne eine gute Nachtcreme ins Bett

Wollen wir unsere Haut konsequent vor freien Radikalen schützen, müssen wir der Nachtpflege einen hohen Stellenwert einräumen. Dabei können wir die Regeneration unserer Haut aktiv fördern, indem wir darauf achten, dass die Nachtpflege Wirkstoffe enthält, die den Zellerneuerungsprozess gezielt fördern. Dafür eignet sich unter anderem Hyaluronsäure. Diese polstert die Haut von innen auf und schafft so einen guten Schutzwall gegen Umweltgifte. Aber auch Cremes auf Basis von Vitamin C und Aloe Vera schützen die Haut wirksam vor oxidativem Stress. 

Ein weiterer Wirkstoff, der freien Radikalen den Kampf ansagt, ist Zink. Das Element wirkt entzündungshemmend und unterstützt den nächtlichen Kollagenaufbau. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Poren werden verfeinert, Unreinheiten sowie Rötungen verschwinden. 

Als besonders wirksamer Radikalfänger hat sich in den letzten Jahren das Enzym Q10 einen Namen gemacht. Obwohl der Körper dieses Enzym auch selbst herstellt, kann die externe Zufuhr über eine Q10-Feuchtigkeitscreme die Haut effizient vor schädlichen Umweltgiften schützen. Aber auch mit ausreichend Schlaf sagen wir den freien Radikalen den Kampf an. Während der Nachtruhe wird der Stoffwechsel zurückgefahren und so die Entstehung freier Radikale gedrosselt. Gleichzeitig produziert das Gehirn in dieser Ruhephase Melatonin. Dem Hormon wird eine antioxidative Wirkung nachgesagt. Sieben Stunden Schlaf gelten für diesen Prozess als Minimum. 

Freie Radikale wirksam von innen bekämpfen – kein Problem mit der richtigen Ernährung

Der Mensch ist, was er isst. Oder auch: Wahre Schönheit kommt von innen. In diesen Sprüchen steckt viel Wahrheit. Bestimmte Lebensmittel sind voll von Antioxidantien. Zitrusfrüchte, Zwiebeln, Kartoffeln oder Paprika gelten als begnadete Radikalfänger. Sie enthalten nämlich viel kostbares Vitamin C. Dieses ist bekannt dafür, freie Radikale zuverlässig abzufangen und zu neutralisieren. Wahre Helden sind auch Blaubeeren und rote Trauben. Sie enthalten hochkonzentriert Polyphenole. Der rote Farb- und Aromastoff steht in dem Ruf mit 20- bis 50-mal höherer Power gegen freie Radikale vorzugehen als die Vitamine C und E – und sind außerdem großartig für das Immunsystem!

Auch Brokkoli läuft in den Ernährungswissenschaften schon lange unter dem Begriff Superfood. Das ist kein Wunder! Das grüne Gemüse enthält kostbare Folsäure, Eisen, Beta-Carotin, Kalium, Kalzium und Vitamin C. Für den Erhalt der Antioxidantien empfehlen Ernährungswissenschaftler, das Gemüse nur zu dünsten und nicht zu kochen. 

Besonders gesund sind übrigens Nüsse. Täglich eine Hand voll Walnuss- oder Haselnusskerne sowie Pistazien oder Macadamia helfen dem Körper dabei, das Glückshormon Serotonin zu produzieren und so oxidativem Stress entgegenzuwirken. Das macht gute Laune und steigert die Widerstandskraft. Gleichzeitig sind Nüsse auch besonders reich an wertvollem Vitamin E. Dieses entschärft freie Radikale und zählt zu den wehrhaftesten Zellschutzvitaminen überhaupt.

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