Glød Magazin Logo

Unreine Haut und Sonne: Einfluss von Sonnenlicht auf Akne und Co.

Inhaltsübersicht

Unreine Haut und die Sommersonne: Wenn Du Probleme mit Pickeln und Akne hast, interessiert Dich sicher, welche Sonnencreme die richtige ist. Wir liefern Tipps zum Thema. 

Graues Wetter drückt auf die Stimmung, macht manchmal missmutig und reizbar. Dagegen ist die Sonne ein Grund für die gute Laune. Sobald sie wieder öfter am Himmel steht, zieht es uns ins Freie. Es geht nicht selten spätestens im März los, dass wir unser Gesicht gern von den wärmenden Strahlen kitzeln lassen, und steigert sich im Frühling und Sommer. Aber wie sieht es mit Problemhaut aus – welchen Einfluss hat die Sonne auf unreine, pickelige Haut oder Akne? 

Es gibt Für und Wider

Eine eindeutige Antwort zur Wirkung von Sonne auf unreine Haut – wobei es dabei immer konkret um die UV- Strahlung geht – lässt sich nicht geben. Einige Betroffene berichten von einer stärkeren Pickelbildung, andere von einer spürbaren Verbesserung ihres Hautbildes. Insofern lohnt es sich, die Zusammenhänge genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Wirkungen des Sonnenlichtes sollten immer gewissermaßen als „Komplettpaket“ für unseren ganzen Körper betrachtet werden. Sie allein auf die Haut zu reduzieren, greift zu kurz. 

Den entscheidenden Ausschlag zu den positiven oder negativen Einflüssen der UV-Strahlung gibt dann nicht zuletzt die Wahl der passenden Sonnencreme, die für den unbeschwerten Sonnengenuss perfekt auf die Bedürfnisse Deiner Haut abgestimmt sein sollte.

UV-Strahlung der Sonne – das Positive 

Sonnenstrahlen sind – in vernünftigem Maß – gut für unser allgemeines Wohlbefinden, und das zu jeder Jahreszeit. Die Ursache dafür ist, dass die UV-Strahlen Stoffwechsel, Durchblutung, Atmung und Immunabwehr ankurbeln. Glückshormone werden ausgeschüttet und sorgen für Entspannung – was sich auch zu einer Hautreaktion führt. Vor allem aber wird dank der UV-Strahlung in der Haut Vitamin D gebildet, das für Deine Knochen, die Muskulatur und das Immunsystem eine entscheidende Rolle spielt, weil nur so Kalzium aus der Ernährung aufgebrochen werden kann.

Wusstest Du, dass UV-Licht in der medizinischen Therapie erfolgreich zur Behandlung von Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte eingesetzt wird? Und weil die Wärme der Sonnenstrahlen auch das Schwitzen angeregt wird, gelangen so Talg und Hautschüppchen an die Oberfläche. 

UV-Strahlung der Sonne – das Negative

Eine gleichmäßig gebräunte Haut steht für Gesundheit, aber in diesem Bereich lauern die Gefahren der UV-Strahlen, die im schlimmsten Fall Hautkrebs auslösen können. Weniger schwerwiegende Sonnenlicht-Schädigungen sind beispielsweise Pigmentstörungen, Hyperpigmentierungen und eine polymorphe Lichtdermatose, sprich Sonnenallergie. Sonnenallergie ist keine richtige Allergie, es ist jedoch eine Reaktion der Haut auf die Sonneneinstrahlung. Es kann Hautflecken, Brennen, Blasen und Quaddeln auslösen. Die „Allergie“ kann bei Erwachsenen als auch bei Kinder vorkommen. Wenn die Symptome stark sind können von Arzt Medikamente verschreiben werden.

Zudem ist die UV-Strahlung maßgeblich an der Alterung Deiner Haut beteiligt. Wenn Du mit Hautprobleme zu kämpfen hast, wirkt sich auch negativ aus, dass UV-Licht die Hautzellen verhornt und deshalb das Hautfett nicht mehr ordnungsgemäß abfließen kann. Besonders bei fettiger Haut kann es dadurch zu Mitessern oder entzündeten Pickeln kommen. Wenn nun der Schweiß auf Deinem Gesicht trocknet, befördert es auch das Bakterienwachstum, wobei die Bakterien einen zusätzlichen Nährboden in den verstopften Talgdrüsen finden können.

Sonderfall Mallorca-Akne

Hat Dich diese unangenehme Begleiterscheinung von herrlichem Urlaub schon mal erwischt? Streng genommen handelt es sich bei den winzigen Hautrötungen, Knötchen und Pickelchen, die einen sehr starken Juckreiz auslösen, gar nicht um eine Sommer Akne. Es wird vermutet, dass Mallorca-Akne von fetthaltigen Inhaltsstoffen der Sonnenpflege im Zusammenspiel mit der UV-A-Strahlung verursacht wird. Kühlung lindert die Beschwerden, die dann zum Glück meist von selbst zurückgehen.

Sonnenschutz bei unreiner Haut und Akne

Schon um eine vorzeitige Hautalterung zu vermeiden, empfiehlt es sich, in jeder Jahreszeit eine Tagespflege mit Lichtschutzfaktor zu verwenden. Wenn Du ein unreines Hautbild hast, das zu Mitessern und Pickeln neigt, bist Du vielleicht auf deiner Suche nach den Sonnenpflege unsicher: Welche Inhaltsstoffe verstärken die Symptome zusätzlich, welche eignet sich wirklich? 

Tatsächlich empfiehlt es sich, auf eine fetthaltige Creme zu verzichten. Wenn Du stattdessen zu einem Sonnen-Gel oder einem Sonnen-Fluid greifst, umgehst Du die Gefahr, dass Deine Poren zusätzlich verstopfen. Und wenn Du ein Produkt mit der Aufschrift „nicht komedogen“ wählst, bist Du in Bezug auf die Mitesser – Komedonen – auf der sicheren Seite. 

Entscheidend ist in allen Fällen der Lichtschutzfaktor – es sollte wenigstens LSF 30 sein. Du kannst in den Kosmetikregalen auch gezielt nach den Produkten suchen, der für die Bedürfnisse zu Akne neigender Haut entwickelt wurde. So bekommst Du zum Lichtschutz einen mattierenden Effekt, der auch in der Sonne Bestand hat. 

Trotzdem solltest Du nicht vergessen, regelmäßig nachzucremen und Dich – und dieser Grundsatz gilt für jeden Hauttyp – nicht zu lange in der prallen Sonne aalen. Ein Schattenplätzchen ist immer die bessere Wahl um ein Sonnenbrand zu vermeiden.

Sonnengenuss und Akne-Therapie – geht das?

Wenn Du Dich gerade einer medizinischen Akne-Therapie unterziehst, ist zusätzlich Vorsicht geboten. In jedem Fall strapaziert die häufig austrocknende Behandlung Deine Haut zusätzlich. Möglicherweise wirst Du mit Produkte behandelt, die sie gewissermaßen „schälen“. In diesem Fall ist sie dünner und wesentlich empfindlicher – auch gegenüber der Sonnenstrahlung. Das potenziert die Gefahr eines Sonnenbrandes und Deine Hautoberfläche braucht deutlich länger, um sich zu regenerieren. Du solltest unbedingt mit Deinem behandelnden Arzt besprechen, welche Vorsichtsmaßnahmen notwendig sind. 

ZUSAMMENHÄNGENDE POSTS