Hormonelle Akne: Führt Deine Periode zu mehr Pickeln?

Inhaltsübersicht

Hormonelle Veränderungen im Körper haben einen starken Einfluss auf unser Hautbild. Pickel sind gerade nach dem Eisprung keine Seltenheit – aber auch direkt vor oder während der Periode spielt unsere Haut oft verrückt; hormonell bedingte Akne hat fast jede Frau in ihrem Leben schon einmal gehabt, doch keine Sorge: Es handelt sich nicht um eine Hautkrankheit und hat nur mit unserem Hormonhaushalt zu tun.

Wenn die Hormone verrücktspielen, merken wir das nicht nur an unserer Laune, sondern leider auch am Teint. Gerade in der T-Zone im Gesicht bahnen sich Pickel ihren Weg an die Oberfläche. In der Pubertät, die mit massiven hormonellen Veränderungen einhergeht, wird das bei vielen Menschen besonders deutlich. Auch der Zusammenhang zwischen unserer Periode, dem Eisprung und unserem Hautbild ist auffällig. Es lohnt sich allerdings, sich die unterschiedlichen Phasen genauer anzuschauen, denn zu einer höheren Anfälligkeit für Pickel kommt es eigentlich erst nach dem Eisprung, und auch das Absetzen der Pille kann zu Hormonschwankungen und dadurch zu hormoneller Akne führen.

Menstruationsphase

Der Zyklus beginnt mit der Menstruationsphase. Wie „alkamene.de“ beschreibt, sind die Hormone jetzt „auf einem absoluten Tiefstand“. Unsere Haut reagiert darauf sehr sensibel, sie trocknet schneller aus und wirkt häufig eher stumpf. Die Ursache für diesen Mangel an Feuchtigkeit ist die gedrosselte Talgproduktion. Um die Haut in dieser Phase nicht zusätzlich zu belasten, ist von intensiven Peelings und der Nutzung aggressiver Reinigungsprodukte abzuraten. 

Follikelphase

In dieser Phase steigt der Östrogen-Spiegel im Körper langsam wieder an und auch die Produktion von Kollagen gewinnt an Fahrt. Wir sehen das an unserer Haut, die nun frischer und rosiger wirkt.  Mit einem Peeling können wir der Haut jetzt helfen, abgestorbene Hautschüppchen, Talg und Schmutz optimal zu entfernen. Die Follikelphase beginnt mit dem Beginn der Periode. 

Ovulationsphase

Das Level an Östrogen im Körper erreicht mit dem Eisprung, etwa zur Zyklus-Halbzeit, seinen Höhepunkt. Der Hormonspiegel sorgt für ein wunderbares Hautbild und einen strahlenden Teint.   

Lutealphase lässt Pickel sprießen

Für unsere Haut ist diese Phase am kritischsten. Nach dem Eisprung senkt sich der Östrogenspiegel ab, wobei die Produktion an Testosteron zugleich steigt. Damit produziert der Körper auch mehr Talg, was letztlich zu verstopften Talgdrüsen führen kann. Kommt es aufgrund des Talg-Staus und Bakterien zu Entzündungen, bilden sich eitrige Pickel. Im schlimmsten Fall wird eine hormonelle Akne ausgelöst, die auch unter dem Begriff Menstruationsakne bekannt ist.  

Gerade in der Lutealphase ist es also wichtig, der Haut eine Extraportion an Pflege zu gönnen, wobei nur pH-neutrale, sanfte Reinigungslotionen benutzt werden sollten. Bei allen kosmetischen Produkten ist darauf zu achten, dass sie „nicht komedogen“ sind, also die Bildung von Pickeln und Mitessern nicht auch noch begünstigen. Cremes sollten in dieser Phase also eine möglichst leichte Textur haben. 

Unsere Haut im Verlauf des Zyklus

Unsere Haut durchlebt im Laufe des Menstruationszyklus also unterschiedliche Phasen. Ausprägung und Dauer jeder dieser Phasen sind sehr individuell. Manche Frauen können an ihrer Haut exakt ablesen, was hormonell in ihrem Körper vor sich geht. Bei anderen verläuft der Zyklus fast unmerklich und hat nur geringe Auswirkungen auf die Haut. 

Der Menstruationszyklus dauert zwischen 25 und 35 Tagen. Meist ist von 28 Tagen die Rede, aber dabei handelt es sich lediglich um einen Durchschnittswert, den gerade mal eine von zehn Frauen genau trifft.  

Nehmen wir diese idealtypischen 28 Tage dennoch als Grundlage, ergibt sich folgendes Bild: In den ersten fünf oder sechs Tagen leidet unsere Haut eher an Trockenheit, das Risiko von Pickeln ist gering. Es folgt eine Phase von rund zehn Tagen, in denen unser Hautbild immer besser wird. Stumpfe Stellen verschwinden, der Teint ist jetzt frisch und rosig. Danach folgt die problematische Zeit der Talg-Überproduktion und damit potentieller Pickel. Sie dauert rund zwölf Tage und damit fast die Hälfte der Zyklus-Zeit an. 

Was kann man gegen Menstruationspickel tun?

Für viele Frauen ist es eine gewisse Beruhigung, dass das leidige Pickel-Problem im Grunde jeden trifft. Auch wenn es die Sache nicht unbedingt besser macht: Pickel gehören zum Leben, sind also etwas ganz natürliches. Auch gefährlich sind sie in den allermeisten Fällen nicht. Sie entsprechen einfach nicht dem gängigen Schönheitsideal, mehr ist es nicht.

Pickel mit mangelnder Hygiene gleichzusetzen, wäre in jedem Fall falsch. Aber eine perfekte Hygiene kann helfen, die Pickel im Zaum zu halten. Wichtig dabei ist, die Haut gerade am Abend gründlich von allen Spuren des Tages zu befreien. Dazu zählen nicht nur Schmutz und Hautschuppen, sondern auch das Make-up. Sind all diese Dinge gründlich – also porentief – entfernt, kann eine Nachtcreme dazu beitragen, dass sich die Haut im Schlaf perfekt regenerieren kann.

Pickel-Alarm? Viele Faktoren spielen zusammen

Ob sich auf unserer Haut Mitesser und Pickel bilden, hängt von vielen Faktoren ab. Genetische gehören ebenso dazu wie hormonelle. Beide können wir nur bedingt beeinflussen, wobei sich der Östrogen- und Testosteronspiegel im Körper natürlich schon medikamentös beeinflussen lässt – das sollte aber wirklich nur letztes Mittel sein, und stattdessen sollten wir uns auf Faktoren konzentrieren (z.B. Gesichtspflege), die wir beeinflussen können:

Dazu zählen zum Beispiel ausreichend Schlaf, die Stressvermeidung und die Bewegung an der frischen Luft. Hinzu kommen eine ausgewogene, zuckerarme Ernährung und das regelmäßige Trinken. Für einen schönen Teint braucht es viel Flüssigkeit, 1,5 Liter Wasser sollten es täglich sein – und auf Alkohol und Zigaretten sollte man im Gegenzug lieber verzichten. Nicht nur, aber auch der Haut zuliebe! Stimme Deine Hautpflege auch auf die Bedürfnisse Deiner Haut an und beobachte, welchen Wirkstoff Du besonders gut verträgst und welcher die Symptome eher verschlechtert. Im Handumdrehen wirst Du die hormonelle Akne im Griff haben!